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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zivilisationsmensch bis zivilisch (Bd. 31, Sp. 1734)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version)  -mensch, m.: die nervöse und disziplinierte geistigkeit des zivilisationsmenschen Friedell kulturgesch. d. neuzeit 1 (1947) 46. —
 
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-novelle, f., kulturnovelle: diese civilisationsnovellen sollen spiegelbilder der zeit sein F. G. Kühne portraits u. silhouetten (1843) 2, 108. —
 
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-schlendrian, m. Pestalozzi s. schr. (1819) 6, 359. —
 
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-schranke, f. ebda 6, 318. —
 
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-stufe, f. Ritter erdkde (1822) teil 7, 212; die gebirge bilden ... die grenzen der civilisationsstufen Baer reden u. versch. aufs. (1864) 2, 110; zivilisationsstufe des 13. jahrhunderts Dehio gesch. d. dt. kunst 2 (1921) 313. —
 
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-verderben, n.: eben so wird auch ein durch das civilisationsverderben sinnlich befriedigter ... mensch ein durch dieses verderben sittlich ... verkrüppeltes volk gar nicht als ein schlechtes volk ansehen Pestalozzi s. schr. (1819) 6, 12. —
 
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-verirrung, f.: die quelle der bürgerlichen und gesellschaftlichen verirrungen, aus denen die gesammtheit der ... verschiedenartigen civilisationsverirrungen hervorgegangen ebda 6, 39. —
 
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-verkünst(e)lung, f. ebda 6, 327. —
 
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-zustand, m.: cultur- und civilisationszustände Ritter erdkde (1822) teil 15, 477.
 
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zivilisatorisch, adj., adv., 'auf zivilisation gerichtet; gesittungsfördernd': Venetianer und Genuesen, deren italienische sprachformen in den meisten namen der pontischen küstenstädte die wichtigsten zeugnisse ihres civilisatorischen einflusses auf jene gegenden geblieben sind Ritter erdkde (1822) teil 18, 685; die zivilisatorische arbeit des deutschen ordens in Preuszen Schwappach hdb. d. forst- u. jagdgesch. (1886) 1, 147; die braut schlug die augen nieder angesichts der gebräuche jener zivilisatorisch noch unberührten negerbevölkerung Kluge Kortüm (1938) 486.
 
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zivilisch, adj., gelegenheitsbildung Luthers 'nicht durch die kirche (die kirchenväter) verordnet und geheiligt, dem weltlich-bürgerlichen bereich angehörig'; vgl. lat. res civilis: hetten wir diese göttliche, geringe, verechtliche (oder wie sie es vernichten) bürgerliche werck angericht (nächstenliebe, demut, barmherzigkeit, keuschheit u. ä.), so würden wir,

[Bd. 31, Sp. 1735]


ob gott wil, alsdenn auch ire geistlichen kirchisschen werck, von fleisch essen, von kleidern, von tagen etc. anfahen zu thun. aber sie haben gut thun (ironisch) ... darumb ists billich, das sie uber solche unsere civilissche werck stercker und höher werck nach der kirchen oder veter gehorsam furnemen (1539) Luther 50, 518 W.

 

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