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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zitzfabrik bis zitzlerei (Bd. 31, Sp. 1723 bis 1724)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zitzfabrik, f., 'fabrik, in der zitz hergestellt wird': eine neue art von zizfabrik Gleim briefw. 2, 471 Körte; ziz- und kattunfabriken Nicolai reise d. Deutschl. u. d. Schweiz (1783) 10, 41 beilage; vier zizfabriken Afsprung reise durch einige cantone d. eidgenossensch. (1784) 36. —
 
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-farbe, f., 'zum bedrucken (bemalen) von zitzstoffen dienende farbe': zitz- und cattunfarben allg. dt. bibl. (1765) 37, 361. —
 
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-gardine, f., 'gardine aus zitz': hinterstube mit kleinen zitzgardinen Fontane ges. w. (1920) II 1, 217; Storm s. w. 7, 74 Köster.
 
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zitzferkel, n.: eine halbwilde sau von den saugenden zitzferkeln (aufstören) B. Goltz hinter d. feigenblättern (1862) 1, 57.
 
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zitzger, m.: zezger 'melker' im Bündner Oberland (Schweiz) Martiny wb. d. milchwirtsch. (1907) 140.
 
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zitz(i)- in fremdwörtern und lautmalenden ausdrücken s. ziz(i)-.
 
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zitzicht, adj. kompositionsglied 'mit zitzen versehen', in zuss. wie grosz-, dick-, schlappzitzicht Kramer t.-ital. 2 (1702) 1470c; vgl. Stieler stammb. (1691) 2631.
 
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zitzkattun, m., die kattunart zitz: zitz-, entstellt zwistkattun Mensing schlesw.-holst. 5, 762; 764; Elberf. wb. 178b; ziskatung Müller-Schlösser Düsseldorf 272a; zitzekattung Hönig Köln 208b; Heinzerling-Reuter Siegerland 340b (veraltet); Liesenberg Stieger ma. 223; Hentrich Eichsfeld 37.
 
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zitzkind, n., 'kind, das noch von der mutter gesäugt wird', vgl. nd. titt(en)kind 'muttersöhnchen, verzogenes kind' Mensing schlesw.-holst. 5, 72: abgesetzte zitzkinder B. Goltz typen d. gesellsch. (1864) 1, 86; dazu: zitzkindlich, adj. Goltz ein kleinstädter in Ägypten (1877) 202.

[Bd. 31, Sp. 1724]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zitzlein, n., 'kleine zitze'; schriftsprachliche diminutivableitung, mehrfach lexikalisch im 17. und 18. jh., so bei Decimator thes. (1608) zur wiedergabe der lat. diminutivform mammilla: mamma ... zitze oder brust; mamilla ... ein düttlein, zitzlein 769b; Stieler stammb. (1691) 2631; Kramer t.-ital. 2 (1702) 1470c; (schles.) zietzlein Steinbach (1734) 2, 1098; eig. entfaltungsbereich für diminutiv- und koseformen der wortsippe sind mundart und volkssprache, vgl. nd. und fries. titke(n), titje(n), obd. und in teilen des md. düttle(in), düttel u. ä. (bair. zitzelein = 1zitzerl 1 Schmeller-Frommann 2, 1167), wien. zitzerl (s. a. sp. 1723); vereinzelte -chen-formen im md.: titzchen, tittchen, zitzchen Gutzeit Livland 3, 2, 27a; didschen Hofmann niederhess. 82a. schriftsprachlich: vor seine (des kindes) zwei zitzlein an der brust, stunden zwei affenhaupter W. Bütner epitome hist. (1596) 482b. fraglich ob hierher hohenloh. züzlein, zizlein 'saugpfropfen, saugflasche?' Popowitsch versuch (1780) 242, vgl. DWB zutzel, DWB zutzeln (< sutzeln?).
 
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zitzlerei, f., bair.-österr.: ich kann dergleichen zizlereyen (gelegentliche besondere zuwendungen, aufmerksamkeiten) nicht leiden, ich zahl was recht ist, und bey dem bleibts slg. v. schausp. (1764) 6, 61; zu 2zitzel.

 

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