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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zitronen(en)öl bis zitronen(en)wald (Bd. 31, Sp. 1678 bis 1679)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version)  -öl, n.: zitronenöl ... wird auf Sizilien, sowie im südlichen teile von Kalabrien aus den fruchtschalen der zitrone oder limone (citrus limonum R.) gewonnen Merk warenlex. (51908) 545b; zitronenöl Kramer t.-ital. 2 (1702) 1469c; Lueger lex. d. ges. techn. (1894) 1, 151. —
 
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-presse, f., dass. wie zitronendrücker, zitronenquetscher: zitronenpresse Campe 5 (1811) 876a; der saft (wird) am besten mit einer zitronenpresse ausgepresst unser kochbuch (1952) 308. —
 
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-quetscher, m.: zitronenquetscher ist ein instrument, dessen man sich bedient, den saft aus den citronen zu drücken frauenz.-lex. (1773) 3932; Jean Paul w. 7/10, 73 H.
 
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zitron(en)saft, m., 1) der aus der zitrone gepresste saft: zitronensaft citri (succus) Stieler stammb. (1691) 1663; zitronensaft sugo (agro) di limoni Kramer t.-ital. 2 (1702) 1469c; die grobe rauhe händ weisz und glatt zumachen ... wäschet die händ mit citronensafft Sebiz feldbau (1580) 78; dasjenige, was mit citronensafft geschrieben wird, nicht kan gelesen werden Dannhawer catech.-milch (1657) 5, 1347;

ein regen von zitronensaft
soll tauig sie (die austern) begieszen
H. Heine s. w. 1, 126 E.;

mit zitronensaft ... beträufeln Wimmer gesch. d. dt. bodens (1905) 397; zitronensaft, zucker ... viel wasser A. Zweig einsetzung e. königs (1950) 383. 2) der durch einkochen zu sirup verdickte saft der ausgepressten zitrone: ain zitteronsafft zu machen. item nimb zwu masz zitteron safft (dieses zu 1), thu in inn ain glaseirten hafen und setz in in ain glut unnd lasz den dritten tail einsieden, und nimb drey vierdung zucker darein, lasz sieden bis er dick gnug ist (1554) Augsb. kochb. (1886) 9d. 3) limonade, der mit wasser verdünnte und mit zucker versetzte saft der ausgepressten zitrone.
 
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-säure, f., die am reichsten im zitronensaft, aber auch in johannisbeeren, preiszelbeeren usw. vorhandene säure; chemisch oxytrikarballylsäure: als surrogat des zitronensaftes kann man ... kristallisierte zitronensäure anwenden Davidis kochb. (1873) 37; Lueger lex. d. ges. techn. (1894) 7, 1006. bildlich: tadel ist eine angenehme zitronensäure am lob Jean Paul w. 7/10, 11 H.
 
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-schale, f.: zitronenschale scorze di limoni Kramer t.-ital. 2 (1702) 1469c; wen ich zu Heydelberg den husten hatte, kochte man mir ein solche tissane (arzneitrank), wie ma tante drinckt, es war aber noch eine zitronenschal drin Elisabeth Charlotte v. Orleans br. (1707—15) 201 Holland; eine bonbonbüchse aus zitronenschale G. Keller ges. w. (1889) 4, 228; (bei einem essen i. j. 1714 wurde aufgetragen:) gesottener kürbis, spritzkuchen, eingemachte zitronenschalen (wohl succade), eingemachte kirschen qu. bei A. Schweitzer Bach (1948) 158. —
 
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-scheibe, f.: denn ein halbes masz wasser stillt oft nicht so sehr den durst als eine zitronenscheibe Jean Paul w. 55/58, 103 H.; einen ganz vorzüglichen schweinskopf ... mit einer zitronenscheibe im maul H. Heine s. w. 3, 182 E.; Fontane ges. w. (1920) II 1, 90. —
 
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-schelfe, f., dass. wie zitronenschale: nim ... citronenschelffen, pomerantzenschelffen

[Bd. 31, Sp. 1679]


Gäbelkover artzneyb. (1596) 1, 65; Grimmelshausen Simpl. 556 ndr.
 
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-schleifer, m., gaunersprachlich: goldarbeiter Bischoff geheim- u. berufsspr. 93; goldschmied, auch richtige stromer, arbeitsscheue Ostwald rinnsteinspr. 171; goldarbeiter Günther gaunerspr. 173; umschreibung für den arbeitsscheuen bummler oder stromer ebda 175. —
 
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-vogel, m. 1) der mornellvogel, charadrius morinellus L.: zitronenvogel Naumann vögel (1822) 7, 163; der mornell oder morinell, auch possenreiszer, zitron- und pomeranzenvogel ... trägt ein kleid, das der bodenfärbung einer gebirgshalde vortrefflich entspricht Brehm tierl. 6, 68 P.-L. 2) ein schmetterling, gonepteryx rhamni L. dass. wie zitronenfalter (s. d.): schmetterlinge gaukelten herum: trauermantel, zitronenvogel, molkendiebe L. Richter lebenserinn. 628 Hesse u. Becker; Mosen s. w. 8 (1871) 536; Fontane ges. w. (1905) I 6, 406. 3) name des zitronfinken (s. d.) Campe 5 (1811) 876a. 4) name eines zum geschlecht des kirsch- oder pfingstvogels gehörenden vogels (oriolus cristatus L.) ebda. 5) name einer art nachtfalter (phalaena citrago L.) ebda. 6) briefträger (in Sachsen noch bis 1866 in gelber uniform): der wohlbekannte zitronenvogel hatte zwei briefe abgegeben qu. bei Müller-Fraureuth obersächs. 2, 709b. —
 
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-wald, m.: zitronenwald limoneto, limonaio Kramer t.-ital. 2 (1702) 1469c;

der könig, prinz und alle grandes stehn
versammelt im zitronenwald
Schiller 5, 1, 5 G.;

in dem clima von Balfrusch, wo neben den citronenwäldern auch der indigo gedeihen würde Ritter erdkde (1822) teil 8, 432. —

 

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