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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zitronen(en)geist bis zitronen(en)öl (Bd. 31, Sp. 1676 bis 1678)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version)  -geist, m., weingeist mit zitronenaroma; zur herstellung vgl. Prechtl technol. encycl. 9 (1838) 376: man feuchte ambergris, zimmet, würtznäglein, biesem mit rosenwasser und zitronengeist an und formire einen runden teig daraus Francisci d. eröffn. lusthaus (1676) 984. —
 
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-gelb, n.: ein streifiges band von feuerfarb, citronengelb ... und vielen andern schattirungen J. G. Forster s. schr. (1843) 3, 347; zitrongelb Brehm tierl. 4, 308 P.-L.; zitronengelb Pinder kunst d. ersten bürgerzeit (1937) 256. —
 
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-gelb, adj.: zitronengelbe citrinus Stieler stammb. (1691) 595; zitronengelb Kramer t.-ital. 2 (1702)

[Bd. 31, Sp. 1677]


1469c; dunckeltroth oder citronengelb Sturm kurtzer begriff d. physik (1713) 566; an jeder seite des kopfes hatten sie (d. pinguine) einen ovalen, zitronengelben fleck mit schwarzem rande J. G. Forster s. schr. (1843) 2, 403; zitronengelb Jung-Stilling s. schr. (1835) 2, 253; zitronengelbe doldenblüten Wimmer gesch. d. dt. bodens (1905) 254; die zitronengelben quitten Carossa stern über d. lichtung (1946) 30. —
 
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-haus, n., gewächshaus für zitronen: Holtei erz. schr. (1861) 7, 92.
 
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zitron(en)holz, n.
1) das nach zitronen duftende, hellgelbe holz verschiedener, bes. in Amerika wachsender bäume: citronenholz, jasminholz ... ist ein dichtes, schweres, harziges, gelbliches oder citronengelbes holz, von starkem geruch fast wie citronen ... es kömmt von einem aus Amerika längs an der see hin wachsenden baum Krünitz öcon. encycl. 8 (1776) 169; zitronenholz ... ist nicht das holz des citronenbaumes, sondern jenes von amyris balsamifera und erithalis fruticosa Karmarsch-Heeren techn. wb. 11 (1892) 359; zitronenholz ... linaloeholz oder ein westindisches dichtes, hellgelbes möbelholz von schwachem zitronenartigem geruch und unbekannter herkunft. im handel wird auch jedes beliebige hellgelbe holz als z. bezeichnet Meyers konvers.-lex. 20 (1908) 963.
2) in texten, die sich auf die antike beziehen, irrtümlich für lat. citrum, lignum citri, das holz eines nach Rom eingeführten afrikanischen nadelbaums; der irrtum entsteht, da lat. citrus auch zitronenbaum bedeutet: die decken waren mit helffenbein übertäffelt ... die tische aus flasernem zitron- und zederholtze Lohenstein Arminius (1689) 1, 693a; auf tischen von zitronenholze Grynäus Miltons wiedererob. paradies (1752) 70; das holz vom citronenbaum ... brauchten die alten ehemals, tische und hausgeräthe daraus zu machen Krünitz öcon. encycl. 8 (1776) 156; J. H. Voss Odyssee 86 Bernays.
3) zitronenholz nennt man das holz des zitronenbaumes, ein sehr dichtes und weiszes holz, welches nicht in unsern handel kommt Merk warenlex. (51908) 545b; zitronenholz holz von citrusarten Meyers konvers.-lex. 20 (1908) 963. —
 
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-kern, m.: zitronenkern grana citrinorum Stieler stammb. (1691) 121; citronenkern Hohberg georg. cur. (1682) 1, 250; zitronenkerne in milch gekocht, rühmt L. ... gegen madenwürmer allg. dt. bibl., anh. zu bd. 37—52 (1771) 160. —
 
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-korb, m.: citronenkorb heiszt an aufsätzen, plats de menage oder surtouts das obere stück, worin die citronen liegen Krünitz öcon. encycl. 8 (1776) 169. —
 
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-kraut, n., verschiedene, nach ihrem geruch benannte pflanzen. 1) melissa officinalis L., garten-, zitronenmelisse: citronenkraut Pancovius herbarium (1673) 256; citronenkraut ... nennen einige die officinelle melisse wegen ihres citronengeruchs Krünitz öcon. encycl. 8 (1776) 169; zitronenkruud (Münsterland) Focke in: abhandl. d. naturw. vereins z. Bremen 2, 262; zitronenchrut ... garten- oder citronenmelisse wird gegen bleichsucht angewendet schweiz. id. 3, 916; zitrounekraut balsammelisse luxemb. ma. 505a; zitronenkraut heiszt auch manchmal (z. b. in Niederbayern) die mit der melisse verwandte nepeta cataria L. var. citriodora Balb. (mitteilg. von Marzell). 2) artemisia abrotanum (vgl. Marzell wb. d. dt. pflanzenn. 1, 417), stabwurz, eberraute: auch wird eine art stabwurz ... citronenkraut genannt Krünitz öcon. encycl. 8 (1776) 169; stabwurz abrotanum hortense zitronekraut wegen des geruches Popowitsch versuch (1780) 556; zitron(en)kraut stabwurz, artemisia abrotanum Fischer schwäb. 6, 1245; zitronenchrut eberraute schweiz. id. 3, 916. 3) dracocephalum L. (vgl. Marzell wb. d. dt. pflanzenn. 2, 165): zitronenkraut dracocephalum, drachenkopf Krünitz öcon. encycl. 242 (1858) 32. 4) ungewisz, welche pflanze: wann man will, mag man

[Bd. 31, Sp. 1678]


die schelffen auch langlecht schneiden, wie das citronikraut Hohberg georg. cur. (1682) 1, 224; das citronenkraut, auch eine art thymian, dessen blätter einen geruch wie citronen haben, wird im gemeinen leben citronenkraut genannt Adelung 1 (1774) 1207; zitronenkruut wohlriechendes zitronenkraut Mensing schlesw.-holst. 5, 761. diminutiv: zitrunekrütche, n., wermut Rovenhagen Aachen 168. —
 
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-limonade, f.: ich bekam eine zitronenlimonade E. Wiechert wälder u. menschen (1936) 54. —
 
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-melisse, f., melissa officinalis, dass. wie DWB zitronenkraut 1: citronenmelisse Pritzel-Jessen volksn. d. pflanzen 234a; Mensing schlesw.-holst. 5, 761; Krünitz öcon. encycl. 242 (1858) 37. vereinzelt auch für nepeta cataria L. Holl pflanzenn. (1833) 189. —
 
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-öl, n.: zitronenöl ... wird auf Sizilien, sowie im südlichen teile von Kalabrien aus den fruchtschalen der zitrone oder limone (citrus limonum R.) gewonnen Merk warenlex. (51908) 545b; zitronenöl Kramer t.-ital. 2 (1702) 1469c; Lueger lex. d. ges. techn. (1894) 1, 151. —

 

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