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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zitron(en)baum bis zitronen(en)geist (Bd. 31, Sp. 1675 bis 1676)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zitron(en)baum, m., citrus medica L. oder eine der arten (vgl. zitrone 2); citrus citronbaum oder pomerantzenbaum Frisius lat.-germ. (1556) 229a; citronenbaum citronnier, cedro arbore Hulsius-Ravellus dt.-frz.-it. (1616) 71; so man ein apffel auff ein citronenbaum impffet, so tregt der baum gar nahe das gantz jar öpffel M. Herr feldbau (1551) 123a; ein dach von citronbäumen A. U. v. Braunschweig

[Bd. 31, Sp. 1676]


Octavia (1677) 1, 885; wir sellen seyn, wie die citronenbäume in den warmen ländern, auf welchen, wenn etliche früchte zeitig sind, und abgebrochen werden, oder abfallen, andere unzeitige bleiben Scriver seelenschatz (1737) 1, 391a; besonders sind viele zitronenbäume an meinem zellenfenster schön Jean Paul w. 42/43, 130 Hempel; man kann sich keinen italienischen zitronenbaum mehr denken ohne eine Engländerin, die daran riecht H. Heine s. w. 3, 270 E. vereinzelt auch für die gattung citrus L., vgl. allg. haush.-lex. 1 (1749) 311a, s. auch zitronenholz 3. —
 
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-birne, f., 'eine sorte ziemlich groszer, länglicher, zitronengelber birnen, welche sehr süsz und saftig sind, im september reifen, sich aber nicht lange halten' Campe 5 (1811) 875b; zitronenbirne A. Weber obstbau am Überlinger see (1931) 40; zitrônenbir zitronenähnliche birne schweiz. id. 4, 1500; zitronbarne Müller-Fraureuth obersächs. 2, 709b; zitronenbirne Zschokke ausg. schr. (1824) 18, 79. —
 
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-drücker, m., kleines gerät zum ausquetschen der zitronen, vgl. DWB zitronenpresse. bildlich: eine residenzstadt ist die bärengrube der provinz und die garnwand der dörfer, der zitronendrükker derselben Jean Paul s. w. 64 (1838) 37 Reimer; ders., w. 48, 420 Hempel; ebda 7/10, 207. —
 
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-duft, m.: in zitronen- und orangendüften Jean Paul w. 15/18, 17 Hempel; H. Heine s. w. 3, 224 Elster; Rilke br. 2 (1950) 427. —
 
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-eis, n.: mit dem auftischen des zitroneneises Kluge Kortüm (1938) 615. —
 
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-falter, m., ein schmetterling, gonepteryx rhamni L., dass. wie DWB zitronenvogel 2 (s. d.): zitronenfalter Brehm tierl. 9, 376 P.-L.; Fischer schwäb. 6, 1245; und über farnkraut gaukelt nah und näher und wieder weiter ein zitronenfalter Liliencron s. w. (1896) 9, 112; die blitzgelben zitronenfalter H. Lauscher hinterl. schr. u. ged. (1933) 19 H. Hesse.
 
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zitron(en)farb, zitrinfarb, zitronenfarben, adj., zunächst in der form zitrinfarb (vgl. 3zitrin), später zitron(en)farb(en): citrinus, citrinon citrinfarb ... citronfarb M. Ruland lex. alchem. (1612) 243; zitronenfarb Kramer t.-ital. 2 (1702) 1469c; ains weisz, das ander rot, der dritt cittrinfarb hortus sanitatis (Ulm 1487) B 4; citronfarb Hohberg georg. cur. 1 (1682) 366; an dem ... gürtel ihrer am saume antik bordierten, zitronenfarbenen robe Th. Mann Lotte in Weimar (1946) 434. —
 
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-farbe, zitrinfarbe, f.: citrius color citronenfarb Emmelius nomencl. quadrilinguis (1592) 91; zitronfarbe Steinbach dt. wb. (1734) 1, 409; etlich haben zytrinfarben und weliche blmen cytrinfarben haben, sind die besten hortus sanitatis (1487) i 1; zitronenfarbe Blum spatziergänge (1774) 1, 157. —
 
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-farbig, zitronfärbig, zitrinfärbig, adj.: in eim citrinfärbigen seidenen tuch Fuglinus (1586) in: zs. f. dt. wortf. 15, 217; ist eine frucht, ... anbei etwas hoch citronfärbig an der schelffen Volkamer Nürnberg. hesperides (1708) 151; zitronenfarbig H. Heine s. w. 2, 83 E.; W. Raabe s. w. I 6, 161. —
 
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-fink, m., carduelis citrinella (Pallas), dass. wie zitrönlein 2 (s. d.), zitronenzeisig (s. d.): tritt ende mai oder anfangs juni noch schnee und kälte ein, so raffen sie viele junge citronenfinken weg Tschudi d. thierl. d. Alpen (1858) 307; der zitronfink ist ein gebirgsvogel, welcher die Westalpen und Kleinasien, in Deutschland ständig auch den Schwarzwald bewohnt Brehm tierl. 4, 301 P.-L.
 
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-geist, m., weingeist mit zitronenaroma; zur herstellung vgl. Prechtl technol. encycl. 9 (1838) 376: man feuchte ambergris, zimmet, würtznäglein, biesem mit rosenwasser und zitronengeist an und formire einen runden teig daraus Francisci d. eröffn. lusthaus (1676) 984. —

 

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