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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zithern bis zithrinchen (Bd. 31, Sp. 1663 bis 1664)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zithern, vb., die zither spielen; cithern auff der cither schlagen, jouer du cistre, sonare di cetra Hulsius-Ravellus t.-frz.-it. (1616) 71; cittern ... cithara ludere Stoer all.-fr.-lat. (1663) 106; zittern ebda 635; zittern auf der zitter schlagen oder spielen Rädlein (1711) 1097a; später auch mundartl. und literarisch belegt: zéttera, zittera auf der zither spielen Tobler Appenzell 453b; zittern Stalder schweiz. id. 2, 476; der Hans zithert und singt Rosegger schr. (1895) I 6, 323; er zithert und ich singe qu. v. j. 1875 bei Sanders erg. wb. 678c.
 
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zithersaite, f.: zittersaiten fides ferreae et aeneae Stieler stammb. (1691) 1671; die dame erröthete auch, tändelte halb abgewendet auf den zithersaiten fort d. jahreszeiten (1811) 2, 25 Fouqué.
 
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-schall, m.:

so lange Cynthia
sich an dem steuerruder sah, ...
so lange war zum zitterschall
fast jeden tag bei hofe ball
Arist schilderungen f. d. frauenz. (1764) 20;

mit zitter- oder leierschall Herder 6, 372 S.
 
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-schlag, m.: Zesen helik. rosentahl (1669) 71;

seyd ihr minstrel, rief ich aus,
kommt ihr heut uns sehr gelegen,
denn von spiel und zitterschlägen
wiederhallt das ganze haus
Platen dramat. nachl. 170 lit.-denkm. —


 
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-schlagen, n.: Ayrer dramen 2685 Keller; dem(oiselle) Meyer wegen des zitherschlagens (1816) Göthe III 5, 293 W.
 
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-schlager, -schläger, m.: citherschläger qui ioue du cistre, sonator di cetra, m. Hulsius-Ravellus t.-frz.-it. (1616) 71; zitterschläger citharoedus Stieler stammb. (1691) 1811; zwey und zwantzig tausend zitterschlager Abr. a s. Clara etwas f. alle (1699) 1, 29; vor zeiten war ich auch ein zitherschläger Kotzebue s. dram. w. (1827) 34, 67. —

[Bd. 31, Sp. 1664]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version)  -spiel, n. 1) das spielen auf der zither: gesang und zitherspiel gehört zum leben des bergmanns Novalis schr. 4, 122 Minor; weit und breit ist der bauer berühmt durch sein zitherspiel K. Stieler w. 5, 79 Quenzel. 2) zither: mein herz ist wie ein zitherspiel, rührt man es viel, so tönt es viel G. Keller ges. w. (1889) 4, 143. —
 
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-spielen, vb.: die tochter seines zitherspielenden gönners D. Fr. Strausz ges. schr. (1876) 1, 172; Rückert ges. poet. w. (1867) 3, 30; Rosegger schr. (1895) I 1, 135. substantiviert: das singen und zitterspielen A. U. v. Braunschweig Octavia (1677) 3, 246; Fontane ges. w. (1905) I 6, 142. —
 
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-spieler, m., chitarista, chitarrino Kramer t.-ital. 2 (1702) 1469c: den ziterspieler Arion Francisci seelenlabende ruhpuncte (1678) 1, 671; dein Apollo aber ... macht ... den zitherspieler Wieland Lucian (1788) 2, 121; die ... possenreiszer, sänger und zitherspieler Görres ges. schr. (1854) 3, 362; der bekannteste und verbreitetste der wilden musikanten in den Alpen ist der zitherspieler Rosegger schr. (1895) I 5, 306. —
 
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-ton, m.:

was klingst du, sanfter zitherton?
Gottsched ged. (1751) 1, 161.


 
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zithrinchen, n., ein lautenähnliches musikinstrument, s. DWB zitherinchen.

 

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