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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zirkelgasse bis zirk(e)lich(t)instrument (Bd. 31, Sp. 1604)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version)  -gasse, f., 'kreisförmig in sich selbst zurücklaufende gasse': auch mag man solche heuser dargegen vber stellen, die ein zirckel gassen machen A. Dürer vnderr. z. befest. d. stett (1527) E 3a. —
 
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-geld, n., städtische abgabe, verwendet für die unterhaltung des zirklerdienstes (vgl. zirkler sp. 1616: is were czirkelgeld ader geschosz, das sal der hauptman vorsurgen urk.-buch d. st. Freiberg i. S. 3, 404.
 
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zirkelgesang, m., 'kanon' (vgl. zirkellied, zirkelmelodie, zirkelkanon): die sogenannten canones heiszen wir billig circkelgesänge oder kreismelodien, weil sie gleichsam in die runde gesungen oder gespielet werden. mit ihrem kunstworte werden sie fugae perpetuae ... betitelt Mattheson vollk. capellmeister (1739) 393; 332; ein zirkelgesang ... wird in der gestalt eines zirkels geschrieben Scheibe crit. musicus (1745) 97. —
 
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-gesims, n., gesims in der form eines kreisbogens, im gegensatz zum dreieckgesims: hierauf sucht man zu den drey punkten ... ein centrum, woraus das ganze zirkelgesims des frontons gezogen werden kann Krünitz öcon. encycl. 18 (1779) 404. —
 
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-gleich, adj., 'mit der kreisform sich deckend': je grösser aber der kleinere diameter ist, je stumpffer und zirckulgleicher wird auch das oval Cario neue hall- u. thonkunst (1684) 75; von der zirkelgleichen bewegung abweichen Kant w. 8, 271 Hart.
 
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-haft, adj., 'kreisförmig, im kreise verlaufend': die andere art der bewegung sey zirkelhaft Leibniz dt. schr. (1838) 2, 333; Stieler stammb. (1691) 2649. —
 
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-haufen, m., 'erzhaufen, welche nach einer stange auf dem erzplatze so aufgestapelt werden, dasz ein jeder zirkelhaufen ein gleiches gewicht an erz enthalte' Richter berg- u. hüttenlex. 2 (1805) 877. —
 
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-hering, m., 'hering aus einer mit einem kreis (sortenkennzeichen) gestempelten tonne'; doch vgl. zirckelhäring arenghe marcate col cerchio Kramer teutsch-it. 1 (1700) 627a; Campe 5 (1811) 874b. —
 
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-hohl, adj., 'kreisförmig ausgehöhlt': das zirkelhohle blatt Lavater physiogn. fragm. (1775) 4, 239.
 
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zirk(e)lich(t), adj., 'kreisförmig, kreisrund'; mhd. zirkeleht; frühnhd. cirkelecht, circulecht, cirkelechtich, cir(c)kelich, cirkelert, circkelick circularis, orbicularis Diefenbach gl. 121c; 399a; nov. gl. 92a; 273a: got ist als ein cirkellicher ring Seuse dt. schr. 178 Bihlm.; ob er (der acker) aber minder dann halben zircklig (minus quam semicirculus) wer, messen wir den bogen also Österreicher Columella (1491) 1, 295; welche vertheilung (verzweigung der luftröhre) allein bestehet aus halbzircklichten ringlein Knorr v. Rosenroth pseudodoxia (1680) 692; Stieler stammb. (1691) 2649. —
 
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-instrument, n. 1) der zirkel als geometrisches gerät (vgl. zirkelfigur): 'centrum circini, schenkel des zirkelinstruments, der bey beschreibung eines kreises ... stehen bleibt' Rode Vitruv (1800) 15 (gl.). 2) ein masz, mit welchem die schieferdecker die stelle messen, zu der sie einen passenden stein wählen wollen Krünitz öcon. encycl. 242 (1858) 18.

 

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