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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zirkelgang bis zirkelhohl (Bd. 31, Sp. 1603 bis 1604)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zirkelgang, m. 1) 'das herumgehen im kreise':

zu zeiten in aim zirckelgang
hört man sie (die waldfrauen) singen ihr gesang
Hans Sachs 17, 493 lit. ver.;

diesen zirckelgang und das wieder zu sich selber kommen dieser nur einzigen natur, haben die alten also ausgeleget, als wann zwo verwandlungen vorgiengen Knorr v. Rosenroth pseudodoxia (1680) 121;

das licht
der sonne und die strahlenlose nacht
läszt sie in gleichem zirkelgange wechseln
Schiller 6, 144 G.;

[Bd. 31, Sp. 1604]


Fontane ges. w. (1905) I 2, 439. 2) konkret; 'im kreise verlaufender weg': alle vier flächen der zirkelgänge (der öfen) sollten frey seyn allg. dt. bibl. (1765) 112, 137; so kamen sie bis an das wassertor und bogen in denselben zirkelgang ein, auf dem sie gekommen waren Fontane ges. w. (1905) I 2, 389. —
 
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-gängig, adj.: welche (bewegung) wieder in sich selbst gehet, das ist circkelgängig Knorr v. Rosenroth pseudodoxia (1680) 224. —
 
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-gasse, f., 'kreisförmig in sich selbst zurücklaufende gasse': auch mag man solche heuser dargegen vber stellen, die ein zirckel gassen machen A. Dürer vnderr. z. befest. d. stett (1527) E 3a. —
 
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-geld, n., städtische abgabe, verwendet für die unterhaltung des zirklerdienstes (vgl. zirkler sp. 1616: is were czirkelgeld ader geschosz, das sal der hauptman vorsurgen urk.-buch d. st. Freiberg i. S. 3, 404.
 
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zirkelgesang, m., 'kanon' (vgl. zirkellied, zirkelmelodie, zirkelkanon): die sogenannten canones heiszen wir billig circkelgesänge oder kreismelodien, weil sie gleichsam in die runde gesungen oder gespielet werden. mit ihrem kunstworte werden sie fugae perpetuae ... betitelt Mattheson vollk. capellmeister (1739) 393; 332; ein zirkelgesang ... wird in der gestalt eines zirkels geschrieben Scheibe crit. musicus (1745) 97. —
 
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-gesims, n., gesims in der form eines kreisbogens, im gegensatz zum dreieckgesims: hierauf sucht man zu den drey punkten ... ein centrum, woraus das ganze zirkelgesims des frontons gezogen werden kann Krünitz öcon. encycl. 18 (1779) 404. —
 
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-gleich, adj., 'mit der kreisform sich deckend': je grösser aber der kleinere diameter ist, je stumpffer und zirckulgleicher wird auch das oval Cario neue hall- u. thonkunst (1684) 75; von der zirkelgleichen bewegung abweichen Kant w. 8, 271 Hart.
 
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-haft, adj., 'kreisförmig, im kreise verlaufend': die andere art der bewegung sey zirkelhaft Leibniz dt. schr. (1838) 2, 333; Stieler stammb. (1691) 2649. —
 
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-haufen, m., 'erzhaufen, welche nach einer stange auf dem erzplatze so aufgestapelt werden, dasz ein jeder zirkelhaufen ein gleiches gewicht an erz enthalte' Richter berg- u. hüttenlex. 2 (1805) 877. —
 
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-hering, m., 'hering aus einer mit einem kreis (sortenkennzeichen) gestempelten tonne'; doch vgl. zirckelhäring arenghe marcate col cerchio Kramer teutsch-it. 1 (1700) 627a; Campe 5 (1811) 874b. —
 
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-hohl, adj., 'kreisförmig ausgehöhlt': das zirkelhohle blatt Lavater physiogn. fragm. (1775) 4, 239.

 

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