Wörterbuchnetz
Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zirbeldrüse bis zirben (Bd. 31, Sp. 1574 bis 1577)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zirbeldrüse, f., glandula pinealis, eine an der hirnbasis gelegene, etwa erbsengrosze drüse; nach ihrer ähnlichkeit mit dem zapfen der zirbelkiefer benannt, gelegentlich verkürzt zu zirbel (s. 4zirbel). der früheste beleg bei Hyrtl kunstworte d. anatomie 45: die glandula pinealis präsentirt sich als dannenzäpplin im Remmelinus (1632) und als zirberdrüslein im Bartholin (1677). Descartes hatte die zirbeldrüse als sitz der seele angenommen; vgl. Noel Chomel öcon.-physic. lex. (1750) 4, 784 und: in der zirbeldrüse, in die Cartesius unsere seele einsperret Schönaich ästhetik. i. e. nusz (1754) 40; von der zirbeldrüse des Cartesius Schelling w. (1856) I 5, 51. deshalb findet das wort seit dem 18. jh. häufig eingang in die literatur: aus diesen ihren (der ärzte) versuchen hat man ... geschlossen, dasz der sitz der seele in der zirbeldrüse ... seyn mag Schwabe belust. (1741) 8, 328; des verstandes castell ist die zirbeldrüse des kopfes Weisse lustsp. (1783) 1, 73; wir würden es für verleumdungen halten, wenn wir seine regierung nicht mit handlungen bezeichnet sähen, wovon der entwurf nur in der zirbeldrüse eines Imans oder in der fantasie einer schwarzaugigen Tschirkassierin entstehen konnte Wieland w. (1794) 6, 19; welche (verschiedene substanzen von körper und geist) nur in einem punkte, nämlich in der sogenannten zirbeldrüse des gehirns, einander vereinigen du Bois-Reymond grenzen d. naturerkennens (1873) 22. überhaupt gilt die zirbeldrüse als empfindlichstes organ: und hauche den aromatischen dampf schöpferisch in meine nase bis in die zirbeldrüse hinauf br., d. neueste lit. betr. (1759) 4, 219 Nicolai;

man übet hier auf freyer wiese
bald das gesicht, bald den geschmack;
oft schallt hier bis zur zirbeldrüse
ein auserlesner dudelsack
Hagedorn poet. w. (1769) 3, 179.

aber es melden sich auch kritische stimmen: sollte ... etwas durch zirbeldrüse ... erklärt werden, so stehe man immer an und läugne Herder 8, 192 S. die steine in der zirbeldrüse sind der sog. hirnsand: das gehirn etwas weich und die zirbeldrüse ohne steine (beim tiefsinn) allg. dt. bibl. (1765) 58, 97; die hühner verschlucken steine, wenn sie verdauen wollen. die seele scheint bey verdauung der gedanken etwas ähnliches nöthig zu finden, indem sie bekanntlich immer steine in der zirbeldrüse hat Lichtenberg verm. schr. (1800) 2, 369; dennoch wird mein mitleiden gegen den wunden schelm durch ganz andre dinge als durch seine harte, steinige zirbeldrüse der seele erregt Jean Paul w. 1, 169 Hempel.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
zirbelfichte, f., zirbelkiefer: waldung von zirbelfichten Ritter erdkde (1822) 2, 520; zirbelfichte oder -föhre Metzger pflanzenkde (1841) 289; in den herbstmonaten geht er (der bär) den zirbelnüssen nach, soll auch ... die zirbelfichten besteigen Brehm tierl. 2, 219 P.-L.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
zirbelholz, n., holz der pinus cembra: zirbelholz Pichler marksteine (1874) 228; täfelung aus zirbenholz Steub drei sommer in Tirol (1895) 2, 117; jetzt zündete Hiron den kleinen vorrath von zerbenholz an, den er sich gebrochen hatte Rosegger schr. (1895) II 3, 78; (ein edler hengst) wird nachgeschnitzt aus dem feinen, harten ... zirmholz ebda I 6, 374; eine schüssel von zirmholz Pichler allerlei gesch. a. Tirol (1897) 1, 163; zirnenholz schweiz. id. 2, 1264. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
zirbelkiefer, f., pinus cembra: ein verzeichniss der fremden holzarten, die bey ... Ilsenburg gepflanzt werden, ... zirbelkiefer ausgenommen allg. dt. bibl. (1765) 63, 345; in den Alpenländern war öfters eine besondere schonung der lärche und zirbelkiefer geboten wegen ihren hohen gebrauchswertes Schwappach hdb. d. forst- u. jagdgesch. (1886) 1, 158; zwei weitere nadelhölzer, die zirbelkiefer (pinus cembra) und die lärche (larix europaea), hat man als 'asiatisches geschwisterpaar' bezeichnet Wimmer gesch. d. dt. bodens (1905) 223. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
zirbelkrähe, f., nucifraga caryocatactes Brehm tierl. 4, 467 P.-L.; so genannt, weil sie gerne zirbelnüsse friszt.

[Bd. 31, Sp. 1575]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zirbeln, vb., sich im kreise drehen, wirbeln; die idg. wurzel *derbh- (dazu ai. dbháti 'verknüpft, flicht zusammen, windet'; weitere idg. und germ. verwandte s. bei Walde-Pokorny 1, 808 und Pokorny idg. etym. wb. 212) setzt sich im germ. mit o-stufe fort in ags. tearflian sowie in dem reflexiv gebrauchten ahd. zerben 'sich drehen' mit dem prät. zarpta:

tho er (gott) deta thaz sih zarpta,ther himil sus io uuarpta
Otfrid II 1, 21;

Galilea, thaz ih quad,theist in frenkisgon rad,
thaz sih io umbi zerbitjoh emmizigen werbit.
ther se ist zessonti,sih selbon missihabenti,
stozot sih io in thratimit mihileru unstati.
thiu meinent, wio sih zerbitjoh thisu worolt werbit,
mit ungimachu thuruh notsih emmizigen stozot ebda III 7, 17.

die e-stufe erscheint im mhd. zirben (daraus entlehnt umbtzerven als eyn wagenrat off ander schijve v. d. Schueren theut. 256b Verdam, so zu lesen nach anz. f. dt. alt. 24, 152):

er (Parzival) spranc drûf (aufs rosz) âne stegereif
daz alumbe begunden zirben
sîn verhouwene schildes schirben
Wolfram v. Eschenbach Parzival 215, 23;

die schilte lagen uf dem kle mit schirben
man sach die wappenrockeob in an den esten hohe zirben jüng. Titurel 4706 Hahn.

dies verbum wird meist als schw. vb. angesetzt; grundform also *terbjan, was ohne parallelen ist. stammt zirben somit erst aus dem allerdings viel später belegten zirbeln (wie wirbeln, zwirbeln)? vgl. aber auch zwirben (aus zwirbeln oder nach zirben?). die belege entstammen den modernen maa. im westen des dt. sprachgebietes: zirblen daneben zirmlen wirbeln, im ring herum gehen Fischer schwäb. 6, 1239; zirbeln zwirbeln Stalder Schweiz 2, 475; im kreise herumgedreht werden Woeste-Nörrenberg 330b; in nd. form: westfäl. tirfeln 272a; tirvele kreiseln, ohrfeigen, straucheln, taumeln, überschlagen, wälzen, wirbeln Hönig Köln 181a; seck terweln, tirweln sich im kreise drehen Elberf. ma. 162b; tervəln Hasenclever Wermelskirchen 96. literarisch nur vereinzelt gebraucht:

nun wirbelts um, und immer dichter wirbelt,
wie schneegestöber vor den augen zirbelt
P. Ernst d. kaiserbuch (1928) 3, 1, 403. —

2zirbeln, vb., lautmalend: unnd begibt sich, damit so ein grawsams braschlen und sausen, dargegen in dem undersinckendenn zwirbel, so ein grosz seufftzen und zirblen Boner Justinus (1532) 19b; der querpfeif helles zirbeln (1769) bei Fischer schwäb. 6, 1239;

so horcht mein ohr; von ohngefähr
ertönt der vögel süszes zirbeln
und mischt sich in der bäche wirbeln
Jung-Stilling s. schr. (1835) 1, 235.


 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
zirbelnusz, f. , dim. -nüszlein, n., nux pinea; in älterer zeit und mundartl. auch zirber-, zirbas- u. ä. (aus -els-), zirlin-, zirl-, zürm-, zirn-, ziernusz.
1) der fruchtzapfen der pinus cembra; die ersten belege unbestimmt nur von pinus: 'pinus siluestris que pineas profert nucleis exilibus tamen dulcibus, scrobilia dicta zirbelnusz' Pinicianus prompt. (1516) B 1a;

auch führten sie (die stadt Augsburg) in irem wappen
ein zirbelnusz oder tannenzapfen (Augsburg 1541) städtechron. 34, 352;

nuces pineae artzepffen, zirbelnüsszlin Frisius dict. (1556) 888b; strobilus zirlinusz ebda 1248a; der fichtenbaum (trägt) zirbelnüszlein pinus (fert) strobilos Comenius jan. ling. (1638) 122; conus ... pro fructu pini ein zapff oder zirbelnusz Corvinus fons lat. (1646) 533; zirbelnusz oder hartzapffel und thannapffel une pomme de pin, nux pinea vel strobilus pineus Duez germ.-gall.-lat. (1664) 716; zirbelnusz nux pinea Stieler stammb. (1691) 1369; zirbelnusz a pine-nut or pine-apple Ludwig t.-engl. (1716) 2598; zirbelnusz der samenzapfen des zirbelbaums Adelung2 4, 1725. dazu das adj. zirbelnuszrund:

[Bd. 31, Sp. 1576]


allerhand küttenrunde, birenrunde, zirbelnuszrunde, allerhand kernrunde ... figuren Kepler opera omnia 5, 527 Frisch.
2) die samenkerne in den fruchtzapfen von pinus cembra und pinus pinea: nuclei pinei zirelnus in Alpibus Noricis (1517) Aventin s. w. 1, 408 bair. akad.; die pineenkernen darinn nennet man zierlinnuss Ryff confectbuch (1548) C 6b; an disem hohen baum (pinus cembra) wachsen die edele zirbernüszlein under den langen zapffen Bock kreuterbuch (1551) 420a; den zapffen darinn zirbelnüsz oder pinie wachsen Wirsung artzneyb. (1588) 328; zirbernüszlein Weismann lat.-germ. lex. (1673) 929; 'die früchte oder vielmehr die nüszlein, so in den conis, zirbeln, pinäpffeln oder pinzapffen verborgen liegen, werden nuces pineae, auch wol in den officinis absolute pineae, pinien, pineoln, pignoli, pinienkern, zirbel- und krafftnüszlein genennet' Pancovius herb. (1673) 310; es gibt derselben (der fichte) hauptsächlich zweyerley arten, die zahme und die wilde, pinus sativa und sylvestris. jene trägt gröszere und breitere zapffen als diese, fast den zapffen der weistannen gleich, worinnen, zwischen den schuppen einer bohnen grosz nüszlein enthalten sind, welche die bekannte pineolen, pinien, nuces pineae, pignons oder zürbelnüszlein sind Ehrhart pflanzenhist. (1753) 5, 110; zirbelnüsse die samenkerne des zirbelbaums, pinus cembra Campe 5, 874a; zirbelnusz frucht der sibirischen ceder (pinus cembra) der Alpen und Tirols. die nüsse haben eine harte schale um einen ölreichen kern Hübner zeitungslex. (1824) 4, 1025b; die zirbelnüsse, die frucht der arven oder zirbeln ... hat einen rötlichen, wohl- und süszschmeckenden kern, fast wie mandelnüsse sind J. Grimm dt. sagen 213 Steig; zirbesnüssel (Steiermark) Popowitsch versuch (1780) 639; Unger-Khull steir. 653a; zirbasnüszl Schöpf Tirol 829; ziarwasnissl Castelli ma. in Österr. 272; ein schelffen von zürmsnussen Guarinonius grewel d. verwüstung (1610) 377; pinea cirnus (14. jh.) voc. opt. 53a Wackernagel; hab 13 stüber umb holz geben, 2 stüber um zirnnüsz (1520) Dürer tageb. 74 L.; die nüszle so dieser baum im zapffen tregt, werdend ziernüszle genannt, oder zirnüszle Frisius dict. (1556) 1006a; rote zirnussen (1568) bei Fischer schwäb. 6, 3489; tsiærnissli Brun Obersaxen 70. geschätztes heil- und genuszmittel: so yemants im argwon were, das er bülsenkraut oder samen genossen hette, der drinck auff stund ... zyrbelnüszlin ... mit süszem wein Bock kreutterb. (1539) 1, 33b; nim frische zirbernüszlin, süsze mandelkern ..., jedes 3 oder 4 lot Gäbelkover artzneyb. (Eisleben 1595) 1, 102a; nimb honig, pfeffer unnd pineen oder zirbelnussen Seutter hippiatria (1599) 50; wie wir bei uns die zürel und haselnusz essen Rauwach bei Fischer schwäb. 6, 1239; du pignolat eingemachte zerbssnüszlein oder dannzapfenkerner Duez nomencl. (1652) 33; dieser eigenschafft (lust zum essen zu erwecken) sind auch die zirbelnüssel Hohberg georg. cur. (1682) 1, 625; die schmackhaften kerne oder zirbelnüsse werden gegen den husten gegessen Oken naturgesch. 3 (1841) 349.
3) der zirbelnuszbaum in verkürzender ausdrucksweise: der lärchenbaum, häufiger als sonst, die zirbelnusz, eine neue erscheinung, machten sogleich auf klimatischen einflusz dringend aufmerksam Göthe II 6, 119 W.; pinus cembra die zirbelnusz Hirschfeld theorie d. gartenkunst (1779) 4, 170; zürbelkiefer pinus cembra, deutsche namen: arve, zürbelnusz, zürbelnuszkiefer, zürbelfichte, zürbelnuszbaum, ziernuszbaum, zirzen, zürme, zürbe; arbe, arvelnuszbaum, cembrobaum, zürmbaum, zemberbaum, zirmnüsse, zirbel, zirbelsnüsse, zirrnüsse Behlen forst- u. jagdkde (1840) 6, 549; wir ... kamen ... aus der region des schreckens in die des grünen, zu zirbelnüssen und lärchenbäumen Steuf drei sommer in Tirol (1895) 1, 399. zirbelnusz- zusammengesetzt mit -baum, m. Hulsius-Ravellus (1616) 432a; Zehner nomencl. (1645) 205; Döbel jägerpractica (1754) 4, 31; Ritter erdkde (1822) 18, 195; Krünitz öcon. encycl. 242 (1858) 8. dim.: zürennüszlinbaum

[Bd. 31, Sp. 1577]


Seutter hippiatria (1599) 331; mit -kiefer, f. Schwan nouv. dict. 2 (1784) 1125b; Campe 5, 874a; Metzger pflanzenkde (1841) 289; Unger-Khull steir. 653a; Zschokke s. ausgew. schr. (1824) 1, 103.
4) wilde zirbelnusz staphylea pinnata (1756) bei Fischer schwäb. 6, 1239; wilde zirbelnüsse C. F. Reusz diction. botanic. 1 (1781) 341; Campe 5, 874a; wilde zirbelnüszlein Heufler botan. beitr. z. dt. sprachschatz (1852) 31.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
zirbelstrauch, m., zum strauch verkümmerter zirbelbaum: zirbenstrauch Rosegger schr. (1895) I 6, 412; zerbenstrauch ebda II 10, 90; nun eilte er davon, zwischen zirmsträuchern hin ebda I 3, 229; der alte ... war wie ein verknorpelter zirnstrauch auf der hohen alm, wo der sturmwind alles verkrüppelt ebda III 2, 95. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
zirbelwald, m., pineto, pigneto Kramer t.-ital. 2 (1702) 1468c; zirenwald Dentzler clavis ling. lat. (1716) 364b; zirnenwald pinetum Aler dict. (1727) 2, 2252a; zirbenwald Watzlik d. rückzug d. 300 (1936) 200.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
zirbelwind, m., wirbelwind: cirbilwint turbo est volubilitas ventorum (Schl. 1340) Konrad v. Heinrichau vocab. in: mitt. d. schles. ges. f. volksk. 13/14, 399b; fundgruben 1, 400a Hoffmann.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
zirben, zirm, m., f., zirbe, f., pinus cembra, zirbelkiefer; zirben, zirm vermutlich das substantivierte adj. zirben, abgelöst aus zirbenbaum; das fem. zirbe nach buche, eiche, linde u. a.; die zusammensetzungen s. oben zirbel-; belege: doch solle der lerchen, zirm, ahorn, eschen, ilbmen und anders holz, so zu zeugholz und sonderlich zu den perkwerchen ... zu brauchen sein, in albeg verschont werden (Salzburg 17. jh.) österr. weist. 1, 252; doch soll man die zürmb ohne erlaubnus der holzpürgen und der gmain weder zu prauch-, noch vielweniger zu prennholz nit nemben (Tirol 17. jh.) ebda 4, 311; zirbe (bair. hochland) Sendtner vegetationsverhältn. Süddeutschlands (1854) 530; im Oberengadin heiszt der baum: arve, in Tirol: zirme Schlechtendal flora v. Deutschland (1880) 2, 35; zirbm, zirb'l, f., die zirbelkiefer, pinus cembra Lexer Kärnten 266; zirm, zirbl, f. Schöpf Tirol 829; zirbm (Salzburg, Tirol) Schmeller-Frommann bair. 2, 1149; der zirm, zirn ebda 1151; er bereitete aus dürrem zirm brennholz Rosegger schr. (1895) I 2, 271; die schweren nach oben gerichteten zweige am starken geäst der zirbe Wimmer gesch. d. dt. bodens (1905) 224; frater Severin aber schnurrte schon wieder im schlaf wie die säge in einer dünnen zirbe Ganghofer klosterjäger (61893) 30. mit rundung i > ü: zürbe, zürbelnusz pinus cembra Nemnich wb. d. naturgesch. 672; zürbe, arbe ..., zirme Metzger pflanzenkde (1841) 289; mit senkung i > e: zwischen den zerben Rosegger schr. (1895) I 6, 379; zirbel, zirre ò zerre, zirn pino, pigno, lat. pinus Kramer t.-ital. 2 (1702) 1468c. vereinzelt auch von pinus montana: der zerm in Österreich, der zürm zu Innsbruck, name der liegenden alpenföhre, pinus alpina procumbens Popowitsch versuch (1780) 541; zerbe, f., zwergkiefer, pinus pumilio Unger-Khull steir. 648b; vgl. auch serpe 2, teil 10, 1, sp. 626.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: