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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zips bis zirbel (Bd. 31, Sp. 1571 bis 1572)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zips, m., hühnerkrankheit s. 2zipf, m.
 
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zipsen, vb., piepsen Wegeler Koblenz2 85; piepen Christa Trier 224a, s. 1ziep, 1ziepen, 1ziepsen, zipp 1, zippen 1. —
 
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zipsen, vb., schwach tröpfeln Christa Trier 224a, s. 5zippern. —
 
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zipsen, vb., ziehen, zupfen; er hat ihn gut gezipst bey den haaren gezogen, listig um sein geld gebracht Hennig pr. wb. 312; ebda eine form zupsen von zupfen; gleich 2ziepsen. —
 
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zipsen, vb., den zipf pips haben: das hünlein zipset (zipfet, zäpfet) quella gallinella hà la pipita, ein zipsend hun Kramer t.-ital. 2 (1702) 1468b; zipsen de pip, snot hebben Kramer-Moerbeek dt.-holl. wb. (1768) 435c; zipfen, zipsen avoir la pépie Schrader dt.-frz. wb. 2 (1784) 1682c; allgemeiner von menschen: zipsen spiritum aegre ducere, obstructo anhelitu esse, faucibus interprimi (d. h. mühsam atmen) Stieler stammb. (1691) 2634; gleich 2zipfen.
 
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zipsicht, adj., mit dem zips pips behaftet: ein zipsicht hun gallina pipitosa Kramer t.-ital. 2 (1702) 1468b; dat de pip heeft Kramer-Moerbeek dt.-holl. wb. (1768) 435c; von menschen: aegre valens, infirmus et anhelus Stieler stammb. (1691) 2634.
 
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zir, laut von vögeln; dazu zirren (s. d.); vom sperling:

so singen uns die vögelein
hollerei!
...
zir zir! passer
Uhland volkslieder (1844) 573;

von der drossel: Wackernagel voc. var. anim. (1869) 24; von der amsel: kohlschwarze amseln schwirrten durch das reisig und riefen: tack, tack! zir, zir, hast was bei dir? Rosegger schr. (1895) I 12, 187; vom finken:

a schneeweisze leinwat, an wundaschön'n fink (bringe ich)
der allaweil: zir zir zir reits herzue singt
Pailler weihnachtlieder u. krippenspiele (1881) 2, 137.


 
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zir(e), f., krätze, s. DWB zirei.
 
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zirbe, f., zirbelkiefer, pinus cembra, s. DWB zirben, m.
 
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zirbe, dass. wie zirei 'krätzmilbe'?: wer in dise selige sindflut getauchet wird, ... den nimmet gott ausz gnaden an, ... und machet in rein unnd schneeweisz, da er auch wie ein zirbe oder scharlachwürmlein, oder ein geederter und geredeter mit blut bespritzt were Mathesius Sarepta (1571) 121a.

[Bd. 31, Sp. 1572]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zirbel, m., wirbel; nur vereinzelt in jungen belegen als postverbales nomen actionis zu 1zirbeln: zirbel, m., wirbel auch zirmel wirbel, rausch Fischer schwäb. 6, 1238; in nd. lautung: tirwel, m., purzelbaum Hönig Köln 181a; dazu das adj. zirblig, zirmlig wirbelnd Fischer schwäb. 6, 1239.

 

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