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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zippeln bis zipperflink (Bd. 31, Sp. 1564)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zippeln, vb., md. für züpfeln: zippeln, fortzippeln fortlocken (Ostthüringen) Hertel 265; zippeln melken Jungandreas schles. zeitwortbildung 76. —
 
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zippeln, vb., necken, sich mit einem herumbalgen: müssen übel geziplet und geplagt werden (1642) bei Fischer schwäb. 6, 1238; vgl. 3zippern.
 
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zippen, vb., zu zipp (s. d.). 1) den laut zipp hören lassen Damköhler Nordharz 231b; weil der hahn (fasanenhahn) starck, das huhn aber nur etliche mal zippet Döbel jägerpractica (1754) 1, 47; diese laute, zippende töne, sind keineswegs zeichen von hunger Brehm tierl. 4, 25 P.-L. 2) sehr zurückhaltend und verschämt thun Hennig pr. wb. (1785) 312; geziert, prüde sein Frischbier pr. 2, 495a; zeppen aus feigheit sich zurückziehen Sallmann Estland (1880) 29b.
 
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zippenbeere, f., vogelbeere, ebereschenbeere, sorbus aucuparia Campe 5, 873b; gemeine eberesche (sorbus aucuparia L.), eischbeer, ... schneisen-, dohnen- und zippenbeer Metzger pflanzenkde (1841) 721; zippen- oder meischbeere Rossmässler d. wald (1863) 501; futter der zippe zippdrossel. dazu das kompositum: zippenbeerbaum Bechstein forstbotanik (1815) 474.
 
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zipper, f., buntgestreifte katze, auch bisweilen jede katze Kehrein Nassau 1, 454; Schmidt Westerwald 340; Crecelius 2, 935; zibber Pfister nachtr. 344; s. zieperkatze (sp. 1134), sowie 3zipperig und 6zippern. —
 
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zipper, f., zittergras, briza media, auch dim. zipperle Fischer schwäb. 6, 1237; vgl. Marzell wb. d. dt. pflanzennamen 1, 664. —
 
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zipper, m., membrum virile; dim. zipperle, n., membrum puerile Martin-Lienhart 2, 910a. —
 
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zipper, m., gichtbrüchiger, der das zipperlein hat Fischer schwäb. 6, 1237; zipper morbo articulare Kramer t.-ital. 2 (1702) 1468b.
 
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zippereinlein, n., ängstliche, aufgeregte person Fischer schwäb. 6, 1237; 's zíppĕrìinli schwächliche oder arbeitsscheue weibsperson, die nichts aushalten kann und daraus kein hehl macht, oder gar sich rühmt, so schwere arbeit übersteige ihre zarten kräfte Seiler Basel 325; trüb sah es in Trinelis seele aus, und wollte es Stini klagen, so lachte dasselbe es aus und sagte, es sei ein zipperynli und möge nichts ertragen J. Gotthelf ges. schr. (1855) 10, 11.
 
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zipperfisch, m., gattung der zitterrochen: torpedo oder zipperfisch hat eine solche art, wenn man ihn anrührt, so macht er den menschen in seinen gliedern lahm G. Albrecht handwerckszunfft (1631) 43; mit dem vb. 2zippern gebildeter name.
 
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zipperflink, f., mollicula, delicatula Schmidt id. bernense 81.

 

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