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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zippeln bis zipper (Bd. 31, Sp. 1563 bis 1564)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zippeln, vb., weinen Schütze Holstein 4, 383; Mensing schlesw.-holst. 5, 760; siebeln weinen, empfindsam sein, zärtlich tun 4, 484; zippeln weinen, von kindern Frischbier pr. 2, 495a; dazu zippelträhnken, vb., 'ein wenig weinen, einige angemaszete thränen fallen lassen' Richey Hamburg 2352; vgl. 3ziepeln, 3ziepen (sp. 1133); 1zippeln beruht entweder auf selbständiger lautnachahmung oder ist gleich dem (ebenfalls lautnachahmenden) folgenden.
 
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zippeln, vb., tröpfeln, leise regnen, neben sippeln Leithäuser Barmen 31; vgl. auch sippen (teil 10, 1, sp. 1227); zibelen in dünnen strahlen strömen oder flieszen Stalder schweiz. id. 2, 470; sicher gleich zipfeln 1 c: zippelt und trippelt nicht mit heller und partecken; wolt yhr geben, so gebt redlich, greifft drein, als wolt yhrs ausstrewen Luther 19, 334 W.; yhe mehr du bittest, yhe lieber er dich höret; schütte nur reyn und alles eraus, tröpffle und zipple nicht ebda 578. —
 
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zippeln, vb., auf den fuszspitzen gehen, trippeln, das nd. tippeln der kundensprache (vgl. 1zipfen 4): der gang der jüngern frauenzimmer ist zippelnd F. Jakobs personalien (1840) 201. —
 
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zippeln, vb., ablautend zu zappeln: da liegt einer! gewiszlich ein besoffener. he, kamerad, hats dich erwischt? zippelt und zappelt und

[Bd. 31, Sp. 1564]


kann nimmer auf! Rosegger schr. (1895) I 13, 371. —
 
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zippeln, vb., md. für züpfeln: zippeln, fortzippeln fortlocken (Ostthüringen) Hertel 265; zippeln melken Jungandreas schles. zeitwortbildung 76. —
 
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zippeln, vb., necken, sich mit einem herumbalgen: müssen übel geziplet und geplagt werden (1642) bei Fischer schwäb. 6, 1238; vgl. 3zippern.
 
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zippen, vb., zu zipp (s. d.). 1) den laut zipp hören lassen Damköhler Nordharz 231b; weil der hahn (fasanenhahn) starck, das huhn aber nur etliche mal zippet Döbel jägerpractica (1754) 1, 47; diese laute, zippende töne, sind keineswegs zeichen von hunger Brehm tierl. 4, 25 P.-L. 2) sehr zurückhaltend und verschämt thun Hennig pr. wb. (1785) 312; geziert, prüde sein Frischbier pr. 2, 495a; zeppen aus feigheit sich zurückziehen Sallmann Estland (1880) 29b.
 
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zippenbeere, f., vogelbeere, ebereschenbeere, sorbus aucuparia Campe 5, 873b; gemeine eberesche (sorbus aucuparia L.), eischbeer, ... schneisen-, dohnen- und zippenbeer Metzger pflanzenkde (1841) 721; zippen- oder meischbeere Rossmässler d. wald (1863) 501; futter der zippe zippdrossel. dazu das kompositum: zippenbeerbaum Bechstein forstbotanik (1815) 474.
 
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zipper, f., buntgestreifte katze, auch bisweilen jede katze Kehrein Nassau 1, 454; Schmidt Westerwald 340; Crecelius 2, 935; zibber Pfister nachtr. 344; s. zieperkatze (sp. 1134), sowie 3zipperig und 6zippern. —
 
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zipper, f., zittergras, briza media, auch dim. zipperle Fischer schwäb. 6, 1237; vgl. Marzell wb. d. dt. pflanzennamen 1, 664. —
 
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zipper, m., membrum virile; dim. zipperle, n., membrum puerile Martin-Lienhart 2, 910a. —

 

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