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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
verwallen bis verwaltlich (Bd. 25, Sp. 2096 bis 2104)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) verwallen, v., mhd. wb. 3, 471; mnl. Verwijs-Verdam 9, 269. transitiv zu wallen I A 6: v. erhitzen Schmid schw. wb. 515; reflexiv Fischer schw. wb. 2, 1399 (veraltet). zu I B 1, vergieszen; von thränen:

nu heten ouch ûz verwallen
sîn ougen an den stunden
ursprinc daz si funden
Wolfram Willehalm 69, 24.

intransitiv zu wallen I B 2 c:

komm, kind, und lasz dein blut verwallen
Lenau sämtl. w. 446 B.;

die pulse schlagen, jagen und fragen nach dir so treu, so heisz und verlangend und müssen einsam verhallen und verwallen Lenau und d. familie Löwenthal 493 C. zu wallen I B 6, zuwachsen, verheilen; von wunden: als dann so heyle mit dem gummipflaster zu, biss verwalle am fleisch Paracelsus opera (1616) 1, 668 H.; von einschnitten und verletzungen an bäumen: schweiz. Stalder 2, 432; reflexiv: die abgehackten est am stam sich widerumben desto bas v. mugen steirisch von 1588 bei Unger-Khull 228a (vgl. verwallung). zu wallen I C 5—6: unten in thälern standen finstere rauchsäulen auf heiszen quellen und verwallten oben in glanz Jean Paul 15/18, 523 H.;

das blau verwallt in dunst
gr. Löben ged. 29;

kupfer soll als glocke hallen,
donnernd fordern kampf und krieg,
und als letzter klang verwallen
soll der freudenjubel — sieg
Max Waldau blätter im winde 73;

von visionären erscheinungen:

umsonst! sie verflieszen
wie nebel der frühe:
umsonst! sie verwallen
wie düfte des mais
Matthison schriften (1825) 1, 62.

zu wallen II, sich verirren: swenne denne der sünder alsô sich von got hât verwallôt Grieshaber predigten d. 13. jahrh.s 2, 79; daz er sich denne in der welte verwallot 1, 66;

es was ain ungehecztes tier,
hett sich verwalt in minr rifier
Hermann v. Sachsenheim Mörin 4670 M.

zu wall, m., erdaufschüttung: sich gegen allen anfall verbollwerken und verwallen Fr. L. Jahn 2, 250 E.
 
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verwallung, f., zu wallen I B 6: so soltu nach beschehener ordnung persicariam praeparatam täglich brauchen, bisz die v. zu gleicher haut schieszen Paracelsus chirurg. bücher (1618) 244a Huser; manchmal auch muszt ich meinen finger an die glückliche v. auf seinen augenknoten legen, wohin mein unglücklicher steinwurf getroffen hatte Stelzhamer ausgew. dicht. 4, 79. von bäumen: von verwallungs- oder verzweigungsfehlern Ratzeburg waldverderbnis 1, 23,
 
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-knollen 2, 74,
 
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-prozesz 1, 98,
 
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-versuch 2, 282,
 
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-wulst 2, 182. zu wall, erdaufschüttung: v. ... der Warthebrücher allgem. d. bibl. 82, 218; innere verwallungen (binnendeiche,

[Bd. 25, Sp. 2097]


nothdeiche) Thaer landwirtsch. 3, 168; die mit einer doppelreihe von verwallungen und dornhecken eingezäunte wüste Fr. L. Jahn 2, 222 E.
 
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verwälschen, verwelschen, v., transitiv:

die reine teutsche sprach mit ihren satten worten
ward dergestalt vermischt, verwelscht, vermumt
Harsdörfer gesprächspiele 4, 440;

just die östreichische regierung ... war es, welche in diesem deutschen lande entdeutscht und verwälscht hat Kürnberger siegelringe 52. intransitiv: jene kreise ..., die im begriff schienen, zu ... verwelschen Mommsen reden u. aufs. 61. am gewöhnlichsten das part. prät.: verwelscht teutsch Harsdörfer gesprächspiele 4, 441; verwelschte kleider Schottel haubtspr. 647; mit ... verwälschten namen G. Keller 1, 206; den verwälschten könig (Friedrich d. grosze) E. Schmidt charakteristiken 1, 147.
 
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verwalten, v. , seit dem 12. jahrh. belegt, s. mhd. wb. 3, 474; Lexer 3, 293; mnd. vorwelden, vorwalden Schiller-Lübben 5, 499; in den wbb. seit frühnhd. zeit allgemein, z. b. Er. Alberus (1540) AA 3a; Frisius 25a; 37b; 68a; 409b; 849a; 1064b; 1341a u. ö.; Maaler 437a; Hulsius-Ravellus (1616) 360a; Stieler stammb. 2424; Steinbach, Adelung, Campe. mundartlich lebendig, z. b. schweiz. Bühler Davos 1, 318; schwäb. Fischer 2, 1399; bair. Schmeller-Fr. 2, 909; lux. ma. 468; obersächs. Müller-Fraureuth 2, 618; nordfries. Jensen 118.
im mhd. stark flectiert (s. DWB walten I 2, th. 13, sp. 1371), frühnhd. noch das prät. verwielt J. v. Watt 1, 352, öfter das part. prät. verwalten H. Sachs 2, 343 K.; Zwingli d. schr. 1, 197; 262; Ayrer dramen 1, 269 K.
I. mehrere gebrauchsarten sind heute veraltet.
1) fast nur im mhd. findet sich reflexiver gebrauch.
a) sich v. sich bewegen, sich rühren können:

in sînem bûche ez (das ungetüm) sî (die seelen) behielt,
unz sich ir deheiniu niht verwielt
Alber Tundalus 1022 Wagner;

(das kleid war) niderthalben alsô wît,
daz er sich möhte bî der zît
dar inne wol verwalten
Konrad v. Würzburg Trojanerkrieg 2977;

einen grôzen hac er (der riese) dâ gesluoc
umb meister Hildebranden,
daz er sich nit verwalten kund jüng. Sigenot 152 Schöner.


b) mit dem genitiv, macht über etwas haben, etwas bethätigen können:

niweht verwielt er sich sîner rede,
er was in grôzer unhuge
Lamprecht Alexander 1295 K.;

ähnlich sich verwaltern:

si kunde sich verwalteren
gebedes unde andechte Elisabeth 3028.


c) zustande bringen, zu etwas imstande sein; mit präposit. verbindung:

ze strîtes âventiure
kan er sich wol verwalten
Konrad v. Würzburg Trojanerkrieg 39093;

mit abhängigem satz:

ich han ainen alten
man, der kan sich verwalten,
das ich niener ritt
Laszberg liedersaal 3, 9.


d) frühnhd. vereinzelt sich v., sich hüten, sich in acht nehmen: das sich ieglicher vom teufel und weltlichen versuchungen v. sol Carlstadt auszlegung (1519) 9a.
2) ganz vereinzelt ist intransit. v. mit dem genitiv:

so daz er moht des libes niht verwalten jüng. Titurel 1355, 5.


3) leisten, zustandebringen: ich vollende, richt ausz, verwalt Erasmus Alberus nov. dict. genus 54b;

ir ensoilt it neit wale mogen verwalden,
dat ir Colne moicht behalden
Gotfrid Hagen in chron. d. d. städte 12, 187;

den unkost wil ich dir verwalten
H. Sachs 8, 334 K.;

[Bd. 25, Sp. 2098]



derhalben last uns zsammen halten,
so knnen wir gar viel verwalten
Fischart 2, 420 H.;

wan dein ellendes volck von noth, verfolgung, schand
zu freyhen und erhalten
ein werck ist, das allein die allmacht deiner hand
(nach deiner lieb zusag) kan, will und wirt verwalten
Weckherlin 1, 360 F.;

vereinzelt in neuerer zeit:

verwaltet gleich mein arm
das meiste dieses ungestümen krieges
Bürger s. w. 144 B. (Il. 1, 234).


4) ausführen, betreiben, doch sind diese wendungen vielleicht eher zu II 3 c δ zu stellen:

mit weiszheit kan allein der all sein thun verwalten,
der seinem geitz und lust den zigel recht kan halten
Weckherlin 2, 431 F.;

begehrest du, mein schatz, ob ich nicht buhl, zu wissen?
wisz, dasz ich ja mit dir mein buhlen stehts verwalt 2, 343;

wan ich zu morgens frh
mit bt und lobgesang for deine fsze kn,
fang ich dann nachmals an, wasz anders zu verwalten,
so lasz doch meinen sinn in andacht nicht erkalten!
Rompler v. Löwenhalt 1. gebüsch 34.


5) spätmhd. und frühnhd. der substantiv. inf. v. wirken, bewirken, streben: daz des menschen heil nit lit an sinem v., es lit an dinem milten begnǎden Seuse deutsche schr. 554 B.; die lyblichen glider on v. des houpts nüt vermögend Zwingli deutsche schr. 1, 154;

das namen die gesellen an,
dasz sie also mit mszig gahn
das gelt verdienen ohn verwalten
Fischart 2, 138 H.


II. allgemein in bedeutungen, die ältere wbb. mit administrare (Alberus, Frisius, Calepinus XI ling., Hulsius-Ravellus, Reyher, Dentzler, Steinbach), curare (Reyher, Steinbach), procurare (Frisius, Hulsius Ravellus, Garth, Dentzler), gubernare (Calepinus, Dentzler) umschreiben; regieren, ein reich innhaben und v. Calepinus; als synonyma werden versehen, versorgen, verwesen angegeben.
1) absolut:

also dasz er (Eulenspiegel) ward werd gehalten
vom bischof, der da thet verwalten
Fischart 2, 394 H.;

dasz alle beamten ihres eides entbunden werden und zunächst im auftrage Preuszens und Österreichs verwalten Moltke ges. schr. 4, 179. das part. präs. verwaltend wie regierend (th. 8, sp. 528): die der zeit verwaltende oberambtscancelley acta publica 1, 23 Palm; die verwaltenden und richterlichen behörden G. Keller 4, 200; die verwaltenden stadtgeschlechter Nitzsch deutsche studien 181. der substantivierte infinitiv: nimm nicht das amt von mir, ich bessre mein verwalten Schmolcke sämtl. trost- u. geistr. schr. 1, 404;

von den lieben heilgen frauen,
die dem herrn hier hausgehalten,
läszt ihr büchlein sie durchschauen,
ihr erwerben, ihr verwalten
Brentano ges. schr. 2, 537;

die kunst des regierens und verwaltens Bernhardt waldeigentum 2, 280.
2) nicht sehr häufig mit persönlichem object, leiten, führen: z denen, so daheim ir gsind verwaltend Zwingli d. schr. 1, 84;

sechs tausent viertzig und zweyhundert
waren in vier tayl auszgesundert,
Reynlender, Bayern, Francken und Schwaben.
dieser vier fürsten sie auch haben
als vier hauptleut im feld verwalten
H. Sachs 2, 343 K.

auch auf thiere bezogen: in denen stucken, so ir (der kuh) v., hten, speysen ... antrffend Herold-Forer Geszners thierbuch 116. von gott: Abraham von dem geist gottes gfrt, gewisen und verwalten ward Zwingli d. schr. 1, 262;

o allmechtiger herr und gote,
der du kanst mitten aus der note
die dein erretten und verwalten
Rebhuhn bei
Tittmann schauspiele a. d. 16. jahrh. 1, 82.

[Bd. 25, Sp. 2099]


in neuerer zeit nur in demselben sinne wie ein reich, ein gemeinwesen v. (s. u. 3 b β): die Hellenen, kräftig und regsam, in freiheit lebend und deshalb gut verwaltet A. v. Humboldt kosmos 2, 184.
3) sächliches object bezeichnet:
a) einen begriff, der in engster beziehung zu einer person steht: lasz in (gott) v. und wysen din leben, narung, rat Zwingli d. schr. 1, 207;

wenn der zorn anhebt und wütt
und will aufblasen das gemüth,
so soll ihn die vernunft aufhalten,
anplatzen, fahen und verwalten
Wille sittenlehre (1781) 104;

und sein geist verwaltet seine neigungen, verwahrt seine schwächen fürst Pückler briefw. u. tageb. 1, 118.
b) den gegenstand, der der verwaltung untersteht.
α) allgemeine begriffe:

weil er (der papst) die gantz welt thut verwalten
Fischart die gelehrten 477 Kurz;

die welt, der torheit königreich,
wird von ihr und der lieb erhalten;
sie beed die gantze welt verwalten
Weckherlin 2, 269 F.;

die ganze erde ist dein, dasz du sie verwaltest
Herder 26, 317 S.;

herre, welcher durch deine vorsichtikait
verrichtest unt verwaltest alle dinge
Schede psalmen 158 ndr.;

dich gott, der du allein was war, ist, wirt, verwaltest
Weckherlin 1, 411 F.:

der zufall verwalte alles Immermann 2, 170 B.
β) ein land, einen staat, ein gemeinwesen: anno 841 kam der erst Lotharius, der erst geborn älter sun Ludovici, an das reich; das verwalt er 15 jar Seb. Franck chron. Germ. (1538) 81b; ein edelmann het ein flecken oder dorf under im z verwalten Montanus schwankbücher 287 B.; der nobile, der im namen der republik diese insel verwaltete Schiller 4, 150 G.; kein staat ist mehr als fabrik verwaltet worden als Preuszen seit Friedrich Wilhelm des ersten tode Novalis 2, 157 M.; heut zu tage kann der fähigste landrath seinen kreis nicht v. ohne einen intelligenten kreissekretär Bismarck ged. u. erinn. 1, 236 volksausg.
γ) bestimmte zweige des öffentlichen lebens, staatliche und kirchliche einrichtungen, behörden, institute:

wê wie sol ich verwalten
unde wol behalten
gotes tempel?
Walther v. Rheinau 201, 41;

das ... frummen rechten christen ... die kirchen zu v., versorgen ... ein zugang geben werd Hutten 1, 398 B.;

obercanzler ist Mercur, Pluto münz und schatz verwaltet
S. v. Birken ostländ. lorbeerhäyn 352;

sie (die juden) v. die finanzen Heine 1, 467 E.; der fiscal verwaltet die polizei J. G. Forster sämtl. schr. 1, 78; ein rest vom kultus der erdgöttin, welchen jede hausmutter als hauspriesterin zu v. hatte F. M. Böhme gesch. d. tanzes 10; in dem ... von herrn von M. verwalteten kultusministerium Bennigsen d. nationallib. partei 69; herr pastor, ... ich kann de missionskasse nicht meh verwalten G. Hauptmann Rose Bernd (1904) 144.
δ) besitzthum, gut, vermögen: das hausz v. Luther 34, 2, 246 W.; Vosz Odyssee 108 B.; da war ... die fünfte (von frauen in einer wiedertäufergemeinschaft) kellerin, die sechste hatte das weisze zeug zu v. Grimmelshausen Simplicissimus 441 ndr.; die weise ökonomie, womit er seine einkünfte verwaltete Pfeffel prosaische versuche 5, 169; die fähigkeit ..., ihr vermögen unabhängig zu v. Eichhorn staats- u. rechtsgesch.3 2, 535; der gute H. ist durchaus nicht imstande, seine güter selbst zu v. Bauernfeld ges. schr. 5, 200. häufig von gruben: aber doch mag er nicht mehr dann zwo gruben, die von gold oder silber reich seind, zu v. auf sich nemmen Ph. Bech Agricolas bergwerckbuch 73; Minerophilus bergwerckslex. 691; Jacobsson technol. wb. 8, 85. sehr oft

[Bd. 25, Sp. 2100]


in dem ausgesprochenen sinne, dasz das verwaltete nicht eigenthum, sondern zur verwaltung anvertraut ist: procuro, administrationem rerum alienarum gero, v., versorgen oder versehen Calepinus XI ling. 1160b; ebenmszige vollmacht (der ehefrau), das seine zu v. und zu gebrauchen Fischart Garg. 93 ndr.; mit öffentlichem gelde, das er zu v. hatte Gerstenberg recensionen i. d. hamburgischen neuen zeitung 368 lit.-denkm.; es ist eine administration hier, welche die ehemaligen kirchgüter verwaltet Göthe III 2, 94 W.; er ... verwaltete das kapital seiner curandin so gewissenhaft als den kirchenschatz Musäus volksmärchen 1, 53 H.;

der mensch verwaltet nur, was ihm die götter
verliehn, und, wenn sie wollen, wieder nehmen
Schiller 6, 141 G.;

die junge excellenz verwaltete die königlichen gärten Gutzkow ritter vom geiste 1, 21; bis die ... meier allmählich selber wenn auch nicht rechtliche eigentümer, so doch faktische besitzer der von ihnen verwalteten höfe wurden Wimmer gesch. d. deutschen bodens 61.
ε) geistige werthe: solche gebot sollen durch zwai schwert, der ains gaistlichem und das ander weltlichem stand von dem almechtigen verlihen, sein gehandhabt und verwalten neü laienspiegel (Straszbg. 1518), vorrede;

gott liesz di Jden wunder schauwen,
disz brots figur vom hymel tauwen,
und durch ghefelt (s. IV 1, 2, 2335) brot der alten
ist dise warhait lang verwalten
Schwarzenberg teutsch Cicero 155a;

lasz doch, o du werther gast,
gottes segen, den du hast
und verwaltst nach deinem willen,
mich an leib und seele füllen
P. Gerhard bei
Fischer-Tümpel kirchenlied 3, 311;

weil du meine geheimnüs verwaltest schausp. d. engl. comöd. 123 Creiz.;

indem sie schand, gewalt und list
strafen, und das recht recht verwalten
Weckherlin 1, 282 F.;

so ferne mier den rkken
des himmels gunst wird halten
und mein glk so verwalten
Zesen vermehrter Helikon 2, 60;

wie ein solches vermächtnisz (kenntnis von den thaten groszer männer) erst abgefasset, und wie es nachher verwaltet werde Abbt verm. w. 1, 5;

wer sein talent so treu verwaltet,
des wirken bleibt ihm nie veraltet
Göthe 13, 2, 238 W.;

damit ein volk lebendig sich gestalte,
das, von der form des kalten miethlings frei,
der väter sitten und gesetz verwalte
v. Stägemann kriegsgesänge 63;

die sänger verwalteten das gut der lieder Jac. Grimm kl. schr. 6, 154; die religion, die nach wie vor verwaltet werden müsse G. Keller 5, 294.
ζ) seltener einen concreten gegenstand v., nur vereinzelt in der bedeutung macht darüber haben: das ein jeder planet durch sein kraft und wirkung ein metall zu v. hett Mathesius Sarepta (1571) 30a. häufiger eine function ausüben, die sich an den gegenstand knüpft: er ... wolte ... ihnen eine weil die sonn und derselben wagen v. und führen lassen Dannhauer catechismusmilch 1, 346; die zweite violine strich er nur in den ersten monaten seines hierseins, dann verwaltete er für eine kurze zeit ausnahmsweise den flügel Chrysander Händel 1, 128;

doch am altar, in holder einfalt steht,
voll milde, liebe, demut und geduld
der herr in seiner schönheit, brod und wein,
die heilgen zeichen seines opfertods
verwaltend mit beseligender hand
Waiblinger gedichte aus Italien 103 G.


c) das amt, das einer zu versehen, die stelle, die er zu bekleiden, die aufgabe, die er zu erfüllen hat.
α) ein amt v.: und er verwaltet das ampt eines kniges 5. Mose 33, 5;

[Bd. 25, Sp. 2101]


wer bey den Griechen nie in spielen hat gesiegt,
der hat kein ehrenampt ie zu verwalten kriegt
Lohenstein Sophonisbe (1680) widmung;

er verwaltete später ein gelehrtes amt auf dem festlande Kürnberger novellen 1, 52. auch in dem sinne 'eine aufgabe erfüllen', ohne dasz in wirklichkeit amtliche function vorliegt:

die holde liebe musz auch dieses amt verwalten,
dasz ihr erquickender und allzeit frischer geist
diesz ganze rund der welt dem untergang entreiszt
H. Bokemeyer bei
Weichmann poesie d. Niedersachsen 2, 96;

als ihm bürgemeister, O. de O., und G. N. der kayserlichen armee den weg zeigen sollten, verwalteten sie dieses amt mit solcher untreue S. Fr. Hahn staats-, reichs- u. kayserhistorie 3, 256; die frau ..., die ... nur mechanisch das amt der hausfrau am theetisch verwaltete Holtei erzähl. schr. 2, 85. wie seines amtes walten (s. th. 13, sp. 1378) auch auf einzelne handlungen innerhalb der amtspflichten bezüglich: sofort rief er den scharfrichter, sein amt zu verwalten Arnim 19, 447 Gr.
β) ähnliche wendungen:

deszgleichen klagen die papisten,
dasz die Suiter anders rüsten
ir mesz, wann sie die wllen halten
und auf ein sonder weisz verwalten
Fischart nachtrab 3272 Kurz;

soll ich der mönche fromme brüderschaft hieher
berufen, dasz sie nach der kirche altem brauch
das seelenamt verwalte ...?
Schiller 14, 119 G. (braut v. Messina 4, 8);

wen ir daz knt, so het ir den frummen Luther und seine junger lengst vermaledeit, und das er dem teuffel must ewig sein dinst verwalden Stanberger dialogus zw. e. prior, leienbruder u. bettler B 2b;

die könige von Polen und von Böhmen
seh ich zu meiner freude ihren dienst
in meiner näh verwalten
Grabbe 2, 196 Bl.;

und leeret, wie man soll hauszhalten
und weltlich regiment verwalten
Rollenhagen froschmeuseler (1595) A 2a;

viele, nachdem sie als beleidigte gattinnen die regierung an sich gerissen, haben diese regierung hernach mit allem männlichen stolze verwaltet Lessing 9, 310 M.; dem herrn J. L. wegen verwalteten secretariats mit 300 thaler zu recompensiren acta publ. 1, 19 Palm;

und, wie ich noch thun will, hab ich mit stehter trew
für dir, zwar durch dich, herr, meinen beruf verwaltet
Weckherlin 1, 387 F.;

die hausgeschäfte weisz sie so wohl zu v. die vernünft. tadlerinnen 1, 191; den diener, ... der mehrere jahre lang dieses geschäft verwaltet hat Göthe 49, 284 W.; die ältesten präsidenten des hofgerichts ..., welche diese stelle zwischen dem jahr 1235—1255 verwaltet haben allgem. d. bibl. 1, 2, 124; indem die durch herrn von R. bisher verwaltete stelle nicht wieder besetzt werden wird Göthe IV 22, 81 W.; er hat die lästige vormundschaft über dich sehr redlich und fleiszig verwaltet Stifter 3, 274.
γ) die stelle, den platz eines andern v.:

und wa die klt nichts will erhalten,
da soll die wrm ir statt verwalten
Fischart 3, 135 H.;

wer euch hört, der hat mich gehört,
ihr solt mein stat verwalten
Ringwaldt evangelia Q 3a;

das schrecken wollte nun der freude platz verwalten
Gottsched schaubühne 1, 11.


δ) zuweilen eine handlung, ein geschehen, eine aufgabe v., die einem anvertraut ist, die man zu leiten, zu führen hat:

du mustest auch die zucht bey deinem printz verwalten,
die dich vor allen ehrt und dich verdienter macht
J. v. Besser schr. 1, 72 König;

möcht er doch der künste schutz ...
als ein musaget verwalten
Gottsched neueste ged. 55.

[Bd. 25, Sp. 2102]


in älterer zeit besonders einen krieg v.: quia duo consules obire tot simul bella nequirent mochtend nit so vil kriegs fertigen, füren, v. und eins mals auszrichten Frisius dict. (1566) 890b;

wie man einen krieg solt verwalten
H. Sachs 20, 309 G.;

in ihr (der tapferkeit), gleichsam in einem vösten schlosz
kan sein gemüht, mächtig, einig und grosz,
des lebens krieg sicher verwalten
und die belägrung frey auszhalten
Weckherlin 1, 195 F.;

nu geb euch (den anführern) gott verstand und stärk,
dasz ir dies defensionswerk ...
verwalten mögt als treue knecht
Opel-Cohn 30 jähr. krieg 41.


 
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verwalter, m. , in den älteren wbb. fast ebenso häufig wie das verbum, z. b. Alberus A A 3a; Frisius 2b; 37b; 68b; 146b; 421a; 918b; 1045a; Hulsius (1618) 261a; Stieler stammb. 2425; Steinbach, Adelung, Campe; wiedergegeben durch actor, administer, administrator, dioecetes, dispensator, gubernator, procurator, provisor, villicus; bayr. Schmeller-Fr. 2, 909; schwäb. Fischer 2, 1399; lux. ma. 468; samländ. Fischer 95; nordfries. Jensen 181.
1) weniger häufig ist, dasz der v. seine function aus eigener machtvollkommenheit oder eigenem besitzrecht ausübt: mit ... geystlichen gütern und prebenden, deren er (der papst) sich allersamen einen herrn und v. gemacht von wegen seines abgebettelten primats Sleidanus reden 41 B.; Juppiter ist ein anrichter und v. der krieg Hedio chron. Germ. 295a;

darnach geht an das vierdte alter (lebensalter),
Mars, der planet, ist sein verwalter
H. Sachs 4, 75 K.;

du (gott) bist der zeit verwalter
P. Fleming deutsche ged. 1, 11 L.;

singt dem schöpfer, dem erhalter,
der dinge heiligem verwalter!
E. M. Arndt 3, 256 R.-M.;

drum kann er (Blücher) verwalter des schlachtfeldes sein 4, 90;

Innocenz III. ..., ein königlicher repräsentant der alten hierarchie, ein v. und leiter ihrer kräfte Nitzsch deutsche stud. 65.
2) überwiegend auf grund fremder bevollmächtigung als beamter, beauftragter, stellvertreter, angestellter: was soll es heiszen, besitz und gut an die armen zu geben? löblicher ist sich für sie als v. betragen Göthe 24, 100 W.; also handelt er nicht um seinetwillen, sondern als v., der rechenschaft ablegen musz Alexis Roland v. Berlin (1840) 1, 277; daher oft dem herrn und besitzer gegenübergestellt:

der verwalter ...
sorgte klug und weislich
wenig fürn herrn und viel für sich
Kortum Jobsiade (1799) 1, 105.


a) der v. hat seine machtbefugnisse und pflichten von gott:

von ihm hat fürst und baur, von ihm hat herr und knecht,
sein land und seinen pflug, sein lehen und sein recht,
als ein statthalter und verwalter
Weckherlin 2, 184 F.;

(gott), der uns zu verwaltern aller dieser güter gesetzet hat A. G. Kästner verm. schr. 1, 23; von königen, fürsten: die v., welche der könig dahin (in verschiedene städte) setzen wollen Fischart discours (1589) H 4b; der diener seines monarchen, der zum v. gesetzt ist über ein ganzes land G. Freytag ges. w. 2, 203; durch sonstige öffentlich rechtliche oder privatrechtliche bestallung: eine ähnliche gesellschaftsverfassung mit gütergemeinschaft und gewählten verwaltern D. Fr. Strausz ges. schr. 3, 222; die verwaltung und die verrechnung der in der staatskasse liegenden öffentlichen gelder konnte nicht stattfinden, ohne dasz sowohl die v. selbst über die einnahme und ausgabe des schatzes ... rechnung legten Mommsen röm. staatsrecht 1, 88; einem von dem gericht zu bestellenden v. bgb. § 1052.

[Bd. 25, Sp. 2103]



b) als berufsbezeichnung bedeutet v. in älterer zeit geradezu statthalter: v., statthalter, vicarius Dentzler; der künig ... schreyb einen brief z allen verwaltern Züricher bibel (1531) 3. Esdr. 4;

nun het Cambises ein statthalter
in Persia, einen verwalter
H. Sachs 2, 104 K.,

gouverneur, militärischer befehlshaber: dem kriegsherren oder seinen verwaltern und fürgesetzten obersten Fronsperger kriegsbuch 1, 22b; die in emptern, zu vorderst aber der oberst v. (soll) gegen sie (die leute in einer belagerten stadt) holdtselig geberden Kirchhof militaris disciplina 34, in neuerer zeit gewöhnlich einen landwirtschaftlichen beamten: oeconomus, ein hauszhalter, schaffner, verwalter Calepinus XI ling. 984a; 'v. heiszt insgemein ... ein jeder, welchem von einem andern ein gewisses geschäfte oder eine verrichtung ... anvertrauet worden, insbesondere aber ... eine des haushaltens und der landwirthschaft verständige person, so die aufsicht über ein oder mehr vorwercke und landgüter führet und das gantze hauswesen, so wohl in führung einer ordentlichen haushaltung auf denenselben, als in beschickung der äcker, wiesen und viehes etc. zu besorgen und zu verwalten hat' Noel Chomel 8, 2184; Zinck allgem. öcon. lex. 3001; Jacobsson technol. wb. 8, 84; Leopold hwb. d. ökonomie 519; wann man von eim v. zu vil fordert Sebiz feldbau 39; auch der lumpichte schreiber, pachtmann, v. reiben sich an pfarrer und den seinigen der wohlgeplagte priester (1695) 115;

sonst war er schreiber, vogt, präceptor und verwalter,
der zins und sporteln bald in die register trug
und bald den hünern rief und bald den junker schlug
Zachariä poet. schr. 2, 12;

wenn ich mich das ganze jahr auf meinen gütern herumgeplagt, mit den verwaltern gezankt Bauernfeld ges. schr. 3, 161. hierher auch die mehrzahl der zusammensetzungen: verwalterdienst Chr. Weise polit. redner (1677) 233; — -familie Stifter 5, 1, 359; — -fluch: herr E. stiesz einen derben v. über die ungeschicklichkeit des bauernvolkes aus Hauff s. w. 3, 262; — -leben: die elende plackerei des v.-s 3, 254; — -rechnung Gottschedin br. 2, 98 R.; -schaft: zweytens hat er mir versprochen, mir ehstens die v. auf seinen gütern zu geben C. F. Weisze lustspiele 2, 238; — -stelle Spielhagen 2, 463; — -wirthschaft Mommsen röm. gesch. 1, 35; — -wohnung v. Roon denkwürd. 2, 297; — verwaltersdienst Castelli s. w. 10, 233; — -frau Holtei erzähl. schr. 23, 66; — -leute 16, 36; — -sohn 23, 55; — -tochter Hafner ges. lustspiele 2, 31; Rosegger schr. 5, 100.
c) genitivverbindung bezeichnet:
α) den gegenstand, der dem v. untersteht:

wann solch ein unverständigs alter
untreu will sein des reichs verwalter
W. Spangenberg ausgew. dicht. 182;

den verwaltern seiner königreiche Hebbel 4, 102 W.; v. der niederöstreichischen feldhauptmannschaft Ranke s. w. 3, 145; von den verwaltern der römischen kilchen Äg. Tschudi chron. helv. 1, 25; desz closters v. Grimmelshausen Simplicissimus 184 ndr.; v. des zollamts zu B. Gryphius lustspiele 165 P.; v. meiner häuslichen geschäfte Meiszner Alcibiades 2, 159; v. der einkünfte des gymnasiums Nicolai reise d. Deutschl. u. d. Schweiz 1, 81, meines vermögens Pfeffel pros. vers. 5, 29, des gutes Schreyvogel ges. schr. 1, 73, der armenfonds Hegel 16, 332, des perronschen hauses Stifter 5, 1, 190, des gefängnisses Hans Grimm volk ohne raum 2, 478. auch häufig übertragen:

der (der wahrheit) sey unser hertz ein verwalter
mit zehen saiten auf dem psalter
H. Sachs 6, 272 K.;

v. der gerechtigkeit Lavater verm. schr. 2, 382, der weiszheit Lichtenberg nachlasz 38, der humanität Schelling werke 1/3, 526; (Boie) bekleidete das amt eines verwalters des deutschen Parnasses Gervinus gesch. d. d. dichtg. (1853) 5, 22; der papst behauptete, er sei v. der unerschöpflichen verdienste Christi G. Freytag 19, 36.

[Bd. 25, Sp. 2104]



β) die person, in deren dienst der v. steht: eines edelmanns v. Chr. Weise d. drey klügsten leute 83; deines vaters v. F. M. Klinger 1, 104; Cassiodors v. oder hausmeister Jac. Grimm kl. schr. 3, 187. ebenso das possessivum: graf L. ..., der sin v. ber sin erbgut vorhar gewsen Äg. Tschudi chron. helv. 1, 9; er sah sich nur als ihren v. an O. Ludwig ges. schr. 1, 377. in älterer zeit bedeutet v. mit dem genitiv vielfach stellvertreter:

ich Pilate, ein statthalter,
des römischen kaysers ain verwalter passionsspiele a. Tirol 399 W.;

proconsul, eins burgermeisters v. oder statthalter Calepinus XI ling. 1159b. — verwalterin, f. Frisius 793a; 830a; 1064b; 1134b; Maaler 437b; Steinbach, Adelung. stellvertreterin: lange zeit hette die eul als ein v. des adlers unter den vögeln das regierampt ... getragen Kirchhof wendunmuth 1, 78 Ö. als berufsbezeichnung wie verwalter 2 b: v., schaffnerin, versorgerin Calepinus XI ling. 1160b; v., ausgeberin, beischlieszerin Leopold hwb. d. ökonomie 520a; Noel Chomel 8, 2184; v. ist bey einer meyerey und landwirthschaft höchstnöthig, welche der hofmeisterin oder käsemutter und den mägden vorgesetzt sey Jacobsson technol. wb. 8, 84. die frau des verwalters: Adam war der erste verwalter im paradeisz, sein kleid und der frau Eva als verwalterin kleid war ein schaffell Abraham a s. Clara Judas 3, 31; ihre tante, die frau v. Kurzmichel v. Ebner-Eschenbach ges. schr. 4, 17. mit genitiv: weil sie nicht domina absoluta, sondern nur vorsteherin und v. des gotteshauses war acta publ. 7, 263 Palm; die v. eines protestantischen stiftes Holtei erzähl. schr. 8, 119; ein v. der hochzeit auf der braut seiten, brautführerin Calepinus XI ling. 1170b. übertragen: jedes mädchen ist die v. der weiblichen mysterien Lichtenberg verm. schr. 2, 146; was sagen diese beiden höchsten richterinnen und verwalterinnen der dinge (gerechtigkeit und ehre)? E. M. Arndt schr. für u. an s. l. Deutschen 2, 80. — verwaltigen, verwältigen, v. , mhd. wb. 3, 477; Lexer 3, 293; Haltaus 1908; mnd. vorweldigen Schiller-Lübben 5, 499; mndl. verweldigen Verwijs-Verdam 9, 319. in der neueren sprache nicht mehr lebendig, die angabe bei Schmeller-Fr. 2, 909 stützt sich wohl nur auf ältere quellen. in nd. mundarten Dähnert 529a; Schambach 268b.
1) im mhd.: verwalten:

man vare alle kirstenriche durch,
so envint man neit deser (der kurfürsten) geliche,
zo verweldigen dat riche
Gotfrid Hagen in chron. d. d. städte 12, 4

überwältigen:

er fûr dannen in Sicilienlant
unde ferweltigôt alle die er dâ vant
Lamprecht Alexander 618.


2) frühnhd. vereinzelt abnöthigen, erzwingen: als Sextus ... Lucreciam heimlich on ihren willen notzwang, bekennet sie disze ihre verweltigt freündtschaft frei ihrem mann Seb. Franck zeytb. (1531) 114b. häufiger vergewaltigen, gewaltthätig behandeln, mit gewalt gegen einen verfahren: das wir ... hinfurt von den weltlichen oberkeiten der maszen nicht mehr bedrangt odder verwaltigt werden bei Luther 19, 271 W.; so was er auch ein so ernstlicher strafer ritterlicher unzucht, das er auch ettlich schar gantz verweltiget, absetzet Seb. Franck zeytb. (1531) 144b; und also die reichen die armen verwaltigen chron. Germ. (1538) 8a. — verwältigung, verwaltigung, f., verwaltung: an diesen orten werden die landvgt von den Ungarn grafen geheiszen, welchen die verwaltigung desz landes zustehet Pantaleon moscow. chron. 127a; wann er seines vaterssligen ampt und verwaltigung mg besitzen Höniger narrenschiff 183. gewalt, zwang, vergewaltigung: ich hab dem künig Carolo über verwältigung und unbillich vornemen des römischen bischofs, der mich gefangen geyn Rom fordert, geklagt bei Hutten 1, 404 B.; got freywilliklich ze dienen aus lieb, nit aus not der verweltigung, sonder aus not des rechtens und der billikait Berthold v. Chiemsee 351; so wir ... selbst solliche verwaltigung uf unserem ruggen getragen ... haben Joh. Keszler sabbata 18. — verwaltlich, adj. :

[Bd. 25, Sp. 2105]


hat man je gehrt, ... das einer nach seim tod kan knig, bischoff, verweser sein, das ist knigliche, bischofliche und verwaltliche macht erzeigen? Fischart offentlichs ausschreiben H 7a.

 

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