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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
vervagabunden bis vervollkommlichkeit (Bd. 25, Sp. 2054 bis 2058)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) vervagabunden, v., vereinzelt: der abend gestern ward mit würfeln und karten vervagabundet Göthe IV 3, 11 W.
 
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verve, f.: frz. la verve, begeisterung aus lat. plur. verba worte, also eigentlich begeisterte rede Seiler kultur im spiegel d. lehnworts 4, 213; der könig, das glas in der hand, trat vor und sprach mit voller v. Laube 16, 139; es (die polka) war sein (Strausz) fach nicht, wie auch seinen galopps die rechte v. fehlt Fr. M. Böhme gesch. d. tanzes 1, 271.
 
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vervegetieren, v. , vereinzelt: drei menschenalter im viereckigsten zirkel der spieszbürgerlichkeit vervegetiert Nestroy 3, 211. — vervettern, v. , vereinzelt als verbum finitum:

vergesset lieber schon der fremden völker wörter,
die euer sprachen sich vervettert vieler örter,
an eides statt ihr euch hiemit versprechen sollt,
dasz ihr gut schlesisch teutsch hinwieder reden wollt
W. Scherfer geist- u. weltlicher ged. 1, 650.

öfter das part. prät.: der lehrstand verschwägerter und vervetterter theologengeschlechter Treitschke deutsche gesch. 3, 491; die fürsten Europas waren vervettert, aber den zank um die erbschaft muszten die völker bezahlen W. Schäfer 13 bücher d. deutsch. seele 279. — verviehen, v. , Campe verd.-wb.; intransitiv: er verviehet ganz und gar Stieler 2370; trans.: der faule, feile und feige genusz ..., das 'tischchen deck dich', wo liebenswidrigkeit und lieblosigkeit zum ziel gelangen kann, ohne mühe, zeit, anstrengung und wagnis: das setzt unter das tier und verviehet Fr. L. Jahn 2, 839 E.dazu verviehung Campe; vgl. auch schweiz. vervêchlen, durch halten von vieh verbrauchen id. 1, 652.
vervielen, v., mhd. verviln mhd. wb. 3, 314; Lexer 3, 288; mnd. vorvelen Schiller-Lübben 5, 487; in nd. mundarten: vervelen brem.-nieders. wb. 1, 368; ostfries. verväälen Stürenburg 316; hd. selten: nordböhm. Knothe Markersdorf 121.
1) in älterer zeit und mundartlich: zu viel sein, werden oder scheinen.
a) fast immer mit dem acc. der pers.
α) mhd. wie beviln unpersönlich mit dem gen. der sache:

got der vil wunderliche milte,
den richer gabe nie vorvilte
Brun v. Schonebeck 63;

und ab der rede dich vervilt buch Hiob 2739 K.;

der selben sach uns nit vorfelt Alsfelder passionsspiel 1242 Froning.


β) später mit sächlichem subject:

wen dieses lob vervielt,
der komm und höre dich
Fleming deutsche ged. 1, 123 L.;

der hohe wert des kauffes vervielete den käuffer Schottel haubtspr. 648; nordböhm. die reïde tout mich vfîln Knothe Markersdorf 121.
γ) den übergang vermitteln verbindungen mit es, das in älterer zeit als genitiv, später als nominativ aufzufassen ist:

mein heiliger engel Gabriel,
du solt dichs nicht lassen vervieln,
und mache dich gen Rom zu handt
Schernberg spiel v. fr. Jutten 30 Schröder;

wenn man zu lange schulden stehen läszt, vervielt es hernach die leute Steinbach 2, 894; mundartl. 't verväälde mi dr tolesst, ich langweilte mich zuletzt daselbst Stürenburg 316b.
b) vereinzelt mit dem dat. d. pers.: wie nun Donnes ... 600 talent ... forderte, dieses aber dem Caius vervielte Lohenstein Arminius 1, 248b.

[Bd. 25, Sp. 2055]



2) ebenso ungewöhnlich absolut, viel bedeuten, viel zu sagen haben:

ist es gut mit worten spielen?
schad und nutz kan nicht vervielen;
wer gewinnt, der wird betrogen;
wer verleuret, hat gelogen
Logau sinnged. 141 lit. v.: von
Lessing als zu 3 gehörig aufgefaszt.


3) v., multiplicare, amplificare, augere, cumulare; die furcht wird vervielet durch böse zeitung Stieler 2371; Campe verd.-wb. 665c; mnd. Schiller-Lübben; so vielmal sich ein antlitz in den stücken eines zerbrochenen spiegels ... vervielet Lohenstein Arminius 2, 580a; schon Lessing nicht mehr recht geläufig: er wünscht im Logau-wb. diese bestimmung: das wasser vermehrt sich; alle blumen vervielen sich, einige blumen vervielfältigen sich 7, 406 M.vervielung Stieler.
vervielfachen, v., erst im 18. jahrh. belegt, gleichbedeutend mit vervielfältigen, aber weniger gebräuchlich; Campe, nicht bei Adelung.
1) zahlenmäszig vermehren: so vervielfacht ... der sich ansiedelnde tropenbewohner durch pisangpflanzungen eine der herrlichsten und edelsten gestalten A. v. Humboldt ans. d. natur 1, 188; gerüchte sind wie polypen; das verwunden und zerstören vervielfacht sie Jean Paul 15/18, 424 H.; wie freute er sich, diesen schatz seines künftigen kindes am tage seiner verheirathung vervielfachen zu können Arnim 1, 319 Grimm. von mechanischer vervielfältigung: jeder der sich bemüht hatte, kunstreiche striche ins metall zu graben, mochte sie lieber durch abdruck vervielfacht sehen Göthe 44, 321 W.; man vervielfachte die papiere (das papiergeld) ins unendliche Gutzkow ges. w. 10, 15. reflexiv: ins unendliche vervielfachte sich dieses eine von Willem ausgegangene gedicht (Reinaert)! Gervinus gesch. d. d. dicht. (1853) 1, 149. besonders häufig ist das part. prät.:

dasz diesz teure fürstenpaar
noch ein oft vervielfacht jahr,
ja das spätste ziel erreiche
Brockes ird. vergn. in gott 4, 232;

vergehen sich mehre kinder oder geschwister, so wird nur die einfache, nicht die vervielfachte strafe erhoben Raumer gesch. d. Hohenstaufen 5, 108. durch fortpflanzung vermehrt:

wenn wir euch (die neuvermählten) fortgepflanzt und oft vervielfacht sehen
Weichmann poesie d. Niedersachsen 4, 220.

wiederholt: vervielfachte besuche Gaudy s. w. 20, 87; die vervielfachten Frankfurter lokalkomödien Gervinus gesch. d. d. dicht. (1853) 5, 487. von wiederholung und steigerung durch echo: die donner, die in diesen gethürmten felsgebürgen vervielfacht und schrecklich wiederhallen Herder 12, 69 S.;

vervielfacht durch den wiederhall
Pfeffel poet. vers. 7, 154.


2) in allgemeinerem sinne vermehren, steigern:

denn durch die wissenschaft
vermehrt sich, wie gedacht, des menschen lebenskraft:
diesz kann ihm nicht allein einst groszen nachruhm geben;
nein! er vervielfacht auch zugleich sein zeitlichs leben
Triller poet. betracht. 2, 121;

ein vervielfacheter muth des geistes Abbt verm. w. 1, 92; wie viel mehr die wissenschaftlichen anstrengungen ... zu vervielfachen sind Ritter erdkunde 2, 1046.
3) complicieren, mannigfaltiger machen: man hat ... vervielfachet und gegrübelt, wo die sache selbst federleicht, und recht verstanden, von folgen sehr schwanger ist Herder 6, 340 S.; ihre (der sprache) manigfaltigkeit eben ist bestimmt, den ideengang zu vervielfachen und zu beleben Jac. Grimm kl. schr. 1, 277. — vervielfachung, f. : so giebt es doch in jeder sprache ein besondres einheitsmasz der betonungsstärke, durch dessen v. und theilung jene gradmessung möglich wird W. v. Humboldt 4, 325; ungeheuere v. geschriebener worte (durch den druck) Zschokke sämtl. ausg. schr. 1, 150; v. seiner (des ackermanns) zahmen früchte und

[Bd. 25, Sp. 2056]


thiere Jac. Grimm kl. schr. 2, 382. — vervielfachungsgesetz, n. Sprengel chemie f. landwirthe 1, 760. — vervielfälten, v. , vereinzelt:

das heiszt die busze vervielfälten
Tieck 1, 135.


 
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vervielfältigen, v. , vereinzelt vervielfaltigen Grimmelshausen (s. u. 2), nach Singer zeitsch. f. d. wortf. 4, 132 'bildungslehnwort' für multiplicieren; seit dem 17. jahrh. belegt, seit dem 18 gebucht: Ludwig teutschengl. lex. 2183; Schwan nouv. dict. 2, 940; Adelung, Voigtel, Moritz 4, 285; Krünitz 218, 485; Campe, Paul. den mundarten fremd.
1) zahlenmäszig vermehren.
a) rechnerisch: dasz jedesmals in dem multipliciren oder v. herauskommet 3 Harsdörfer frauenzimmergesprechspiele 8, 37; die arithmetica ist eine wissenschaft, die ... anweiset, wie dieselben (die zahlen) ... zusammenzusetzen, von einander zu sondern, zu v. und einzutheilen v. Fleming teutsche soldat 16; (es) vervielfältigt sich die grundzahl mit der zahl der theile Mommsen röm. gesch. 1, 65.
b) eine einheit zur mehrheit machen: wenn jeder mensch im andern seinen bruder, sein vervielfältigtes selbst erkennt Wieland 2, 363 ak. ausg.; jetzt soll das ich vervielfältigt werden, es soll mehrere iche geben Fichte 2, 605. von mechanischer vervielfältigung: was für ein schwall von mittelmäszigem wird durch viele von ihnen (kupferstecher) vervielfältigt Sal. Gessner schr. 2, 173; gott segne kupfer, druck und jedes andere vervielfältigende mittel Göthe IV 27, 7 W. durch echo und spiegelung: ein fernes blasen von jagdhörnern, das der wiederhall seltsam vervielfältigte Fouqué altsächs. bildersaal 2, 662; wie ein bild durch die facetten eines glases vervielfältigt wird Schopenhauer 1, 211 Gr. reflexiv: so scheint die erhaltung der welt selbst für gott etwas sittliches in sich zu hegen, das sich durch die anzahl bewohnter welten vervielfältiget d. neueste a. d. anmuth. gelehrs. 9, 579; in Plato vervielfältigt sich der dämon des Sokrates zu den ideen Immermann 18, 169 H. bildlich: gewöhnlich pflegt ein makler drei, vier abendzeitungen mit dem coursbericht zu versehen. um überall die richtigkeit derselben zu vergleichen, musz er sich vervielfältigen Gutzkow ges. w. 8, 131.
c) eine mehrheit vermehren: gute feldobersten aber, ob sie gleich wenig völker haben, wissen dennoch solche geschwinde zu verstärken und vervilfältigen Butschky Pathmos 681; es ist auch ein sehr grosser unstand, wann man in dem dactylischen genere die reime so sehr (durch reimhäufung, binnenreime) vervielfältiget Morhof unterricht 1, 616; die officierstellen ... wurden ... ohne masz vervielfältigt Dahlmann franz. revol. 60; die politik ist kunst der gesellschaft, die gesellschaft ist vervielfältigte familie Laube 5, 309. reflexiv: der müsziggang füllete die schulen der philosophen und der redner, die sich vervielfältigten und sich ein gröszeres ansehen gaben Winckelmann s. w. 6, 8; die schüler haben sich mit unglaublicher schnelligkeit vervielfältigt Göthe 45, 202 W.; sich v. zuweilen ganz abgeblaszt, häufig sein: die wasserfälle v. sich aber so sehr in der Schweiz, dasz man zuletzt gleichgültig bei allen vorübergeht Pückler briefw. u. tageb. 2, 243; ebenso vervielfältigt, häufig, zahlreich: die uhren sind bei uns v. Göthe 25, 211 W.; die olivenfarbige manchesterjacke mit vervielfältigten seitentaschen Gaudy s. w. 13, 51.
2) vergröszern, steigern, auch ohne dasz dabei von zahlenmäsziger vermehrung die rede ist: massen alsdann ... die unversehene erlösung in ihrer äuszersten noth ihre alsdannige freud mir desto mehr vervielfaltigen würde Grimmelshausen 4, 532 Keller; da ... die wellen ... ihre wuth vervielfältigten Schnabel insel Felsenburg 47 Ullrich; die wiederholten beweise ihres andenkens ... vervielfältigen meinen danck und mein streben sie zu verdienen Marianne v. Eybenberg in schr. d. Götheges. 18, 118.
3) complicieren, mannigfaltiger machen: der faden unsres briefwechsels vervielfältigt sich so, dasz ich kaum mehr

[Bd. 25, Sp. 2057]


weisz, wo ich ihn angreifen soll, um ihn fortzuführen Herder 5, 176 S.; er (der aufseher der knaben) wird gerühmt, wenn er die spiele zu v. und zu beleben weisz Stolberg ges. w. 3, 190; bei gröszerer mannigfaltigkeit sinnlicher reizungen und bei sich vervielfältigender thätigkeit Schleiermacher Platon 6, 15. — vervielfältigung, f. , multiplication: die vier (entsteht) nicht aus der hinzufügung der zwei zur zwei, sondern aus ihrer v. mit sich selbst Schlegel Europa 2, 36. häufung, häufiger gebrauch: die v. derselben (der einsilbigen wörter) kan im teutschen nicht vermieden werden Morhof unterricht 1, 526. vermehrung: v. der instanzen Savigny v. beruf unserer zeit 130; v. der abgaben Gentz schr. 2, 27; verminderte ausdehnung der grundstücke und v. der eigenthümer Moltke ges. schr. 2, 157. fortpflanzung: so lange die blume lebte, arbeitete sie zu ihrem eigenen flor, wie zur v. ihres daseyns Herder 16, 566 S.; nun aber, gott der höchste hat die ehe eingesetzt zu einer zucht — und heiles frucht, — als mittel zu des bösen triebes gewältigung — und als weg zu eurer vervielfältigung Rückert 11, 409. reproduction: die v. von gegenständen findet in vielen künsten und gewerben statt Krünitz 218, 485; eine im wege der mechanischen v. hergestellte namensunterschrift bürgerl. gesetzb. § 793. auch das ergebnis des reproductionsverfahrens: hellenische vervielfältigungen eines und desselben weiblichen götterwesens Gerhard akad. abhandl. 2, 103. — hierher auch die meisten zusammensetzungen: vervielfältigungsakt Menz deutsche buchhändler 14; -glas Schopenhauer 2, 593 Gr.; -kunst C. A. Böttiger kl. schr. 2, 12; -produkt Menz 26; -recht hwb. d. staatswiss.2 5, 441; Menz 45; -unternehmer 19; -unternehmung 20; -verfahren 19; -vorgang 21. sonstiges: herrliche schallfortpflanzer, multiplicatoren (vervielfältigungsanstalten) und unvergleichliche resonanzböden C. A. Böttiger kl. schr. 1, 331; — ich kann diesen vervielfältigungsproszesz (der nordischen götter) immer nur als ein priesterliches machwerk ansehen v. Negelein germ. mythol. 30; — brennspiegel, um in der ferne die sonnenstrahlen zu concentriren, vervielfältigungsspiegel, wodurch dem feinde wenige truppen als eine grosze anzahl erschienen Göthe II 3, 163 W.; — es (dünkeln) könnte auch als ein vervielfältigungswort angesehen werden Kinderling reinigkeit d. d. spr. 373. — die adverbischen gattungs-, verdoppelungs- und vervielfältigungszahlen Adelung lehrgebäude 2, 45. — vervielseitigen, v. : die berührungspunkte ... haben sich vervielfältigt und vervielseitigt Heinr. König bei Sanders 3, 1073a. — vervierfachen, v. : die anfüherin des 19., also des jahrhunderts, das vermuthlich die zahl der planeten verdoppeln und die der trabanten und der metalle v. wird Lichtenberg verm. schr. 5, 391; 1824 (wurden) im interesse der ... klagenden landwirtschaft die wollzölle vervierfacht hwb. d. staatswiss.2 7, 892. — vervierfachung, f. , Jac. Grimm rechtsalterth.4 1, 301. — verviertheilen, v. , els. Martin-Lienhart 2, 676; schwäb. Fischer 2, 1398; den Homer brauchte man nur in die vorigen bänkelsängerlieder zu v. Alexis haus Düsterweg (1835) 1, 93. — verviertheilung, f. : was (hat) Judas (verschuldet)? die v. Dannhawer catechismusmilch 5, 931; man hat die abscheulichste todesstrafen erfunden, feuer, rad, ..., v., pfählung, einmauren usw. allg. d. bibl., anh. zu bd. 25—36, 2907. — vervögeln, v. , zu vogeln, vögeln 4 (th. 12, 2, sp. 432), ... uti rebus venereis, rem cum aliqua muliere habere, stupro coire Stieler 530; durch vögeln verderben, diffituere, der hat sein geld, sein verstand vervögelt Fischer schwäb. wb. 2, 1398; vogelhaft, voglerisch, vervogelt Kramer 2, 1206b; ein vervögelter mensch Fischer.vervogtbaren, v. , einem vogt (th. 12, 2, sp. 437ff.) unterwerfen: weil er ins schloss vervogtbart ist und unter dessen stab verpflicht Fizion chron. v. Reutlingen bei Fischer schwäb. wb. 2, 1398. — ebenso vervogten, v.: so söllen die selben freund schaffen die kind mit recht vervogtet Geiszler new. pract. rethoric (1498) 94a; reflexiv, sich einer vogtschaft unterwerfen: nachdem sich zu zeiten die bauersleute, ohne mittel in unsern landgerichten

[Bd. 25, Sp. 2058]


sitzend, auch uns unterworfen und gerichtbar sind, an andre obrigkeit begeben, vermunden, vervogten bayr. landtagshandl. 11, 534 Krenner; schweiz. id. 1, 710 (1533). — vervolksthümeln, v. : weder klassenmäszig gesteigert noch vervolkstümelt Kolbenheyer Ahalibama 93. — vervollen, v. , versinken, untergehen: her (ein lastschiff) vorvollete in der see, do wart nicht von geborgen (1400) handelsr. d. d. ordens 269 Sattler.vervöllen, v. , wie verfüllen (s. o. sp. 368):

Paetus, du und auch dein weib lebet stets in einem willen:
jedes wil das andre sehn ehstes in das grab vervöllen.
Logau sinnged. 296 lit. v.

vervollkommen, v. , s. vervollkommnen. — vervollkommenheit, f. : wie hier der gott Stupor die gemeinsten sachen in diesen ... briefen anstaunet, übersetzt, abschreibt, und ohne allen beitrag zur v. anpreiset Herder 3, 449 S.vervollkommlich, adj. , perfectible Schaffer deutsch-franz. wb. 2, 2, 543. — vervollkommlichkeit, f. , perfectibilité Schaffer; v., ein sehr unbehülfliches wort für perfectibilität Moritz gramm. wb. 4, 285; unbeschreiblich ist ... die v. des menschen Lavater physiogn. fragm. 2, 30.

 

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