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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
verumgelten bis verundeutlichen (Bd. 25, Sp. 2024 bis 2025)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) verumgelten, v., s. verungelten.
 
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verumständigung, f., das eintreten von schwierigen umständen: nicht ohne hemmnisse und verumständigungen Scherr Blücher 4, 356. —
 
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verumständlichen, v., Campe; complicieren: der lügner ... bestätigt, verstärckt, vergröszert, verumständlichet noch mit neuen lügen die erste Lavater verm. schr. 2, 336. das part. prät. adverbial wie umständlich, ausführlich, eingehend: wie gern sagte ich hievon möglichst verumständlicht alles, was ich denke Hermes Sophiens reise (1778) 6, 22. —
 
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verumständung, f.
a) vereinzelt das machen von umständen: aus allen verklausulierungen und besonderen verumständungen heraus, unter denen

[Bd. 25, Sp. 2025]


die vormaligen landstände, ..., die steuerbewilligung überhaupt ausübten Hegel 16, 245.
b) vorzugsweise in Schweizer schriftdeutsch, aber in den Schweizer mundartwörterbüchern nicht verzeichnet, das eintreten oder vorhandensein von umständen, die einen fall oder eine lage beeinflussen: ohne die thatsachen und ihre verumständungen zu kennen Haller restaur. d. staatswiss. 2, 201: ein tag, an welchem wegen besonderer verumständungen nicht gedroschen wurde Gotthelf ges. schr. 6, 6; in erwägung aller mildernden verumständungen Berner bund 16. juli 1904; die näheren v. des falles 6. aug. 1904.
 
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verunachten, v., levipendere Diefenbach; versnoden, levipendere, vilipendere voc. 1482 k k 1a; dasz er ... gottes leichnam verunachtet Schütz hist. rer. pruss. 3, A a 4c. —
 
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verunähnlichen, v.: so gar seind sie durch die aussprache und schreibahrt zugleich verdunkelt und verunähnliget Zesen rosenmând (1651) 167; weder ähnlich noch unähnlich, weder ein verähnlichtes noch ein verunähnlichtes Schleiermacher Platons werke 2, 159. —
 
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verunantwortlich, adj., unverantwortlich: aber disz halte ich für verunantwortlich, dasz wir ... Lohenstein Arminius 2, 22b.
 
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verunarten, v., transitiv, zu unart machen: dadurch also unsere teutsche wörter (durch eingeschobene ausländische brocken) zu unwörtern, die teutsche sprache sprachlos, der teutsche geist erfrömdet, die rechte art verunartet, verstaltet und in eine gantz andere form gegossen wird Schottel haubtspr. 167; ähnlich Neumark palmbaum 4. öfter intransitiv, entarten, ausarten: eine lobschrift, worein die zuschriften nach ietziger schmeichlerischer weltart in gemein verunarten Ryssel von dem seelenfrieden, widmung; ein jeder mensch, er wäre denn gar in ein wildes thier verunartet 96; das wahrscheinliche, ohne welches das wunderbare seine kraft zu ergetzen verliehret, und in das abentheurliche verunartet Breitinger crit. dichtkunst 1, 211.
 
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verunbilligen, v., dissapprovare, non approvare Kramer 1, 112b; so haben doch die ... heydnische völcker ... dergleichen vermischung abhorrirt und verunbilliget Dannhawer catechismusmilch 3, 245; in welchem buch ... die schärfe unserer theologen sehr verunbilliget wird Löscher abgewiesener Demas 77. mit persönlichem dativ, einem etwas übel auslegen, verübeln: sol es doch niemant verunbillicht werden, der sollichs übel understat mit schriften, radt oder that z vorkommen Dietenberger das ander buch wider Martinum Luther A 1a; welches ihr uns verunbilliget, und solche wort (eines briefes) sehr frembde auffnemet Schütz hist. rer. pruss. 6, g 3a. —
 
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verundeuten, v., nur vereinzelt: der herr wolle mirs nicht misdeuten, verundeuten Kramer 1, 221a. —
 
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verundeutlichen, v., erst im 19. jahrh. belegt: mit nichtssagenden, oder selbst die gemeinsten und faszlichsten wahrheiten durch wortschwall verundeutlichenden floskeln Schopenhauer 4, 174 Gr.

 

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