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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
verulken bis verunarten (Bd. 25, Sp. 2024 bis 2025)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) verulken, v., 'spott mit jemandem treiben' Müller-Fraureuth 2, 594; Bruns volkswörter d. prov. Sachsen2 72; René-Delcourt 172; ganz junge bildung, nicht bei Adelung, Campe, Sanders: nun war es kein verbrechen mehr, dramen zu schreiben, und wer mich damit verulkte, der sollte sich nur in acht nehmen Sudermann bilderbuch meiner jugend 227. —
 
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verulmen, v., s. verolmen. —
 
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verumbruchen, v., bergmännischer ausdruck: einen bruch, einen bau v., einen umbruch darum treiben Veith bergwb. 541; 'einen umbruch herstellen' Lueger lex. d. ges. technik 7, 765. —
 
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verumgelten, v., s. verungelten.
 
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verumständigung, f., das eintreten von schwierigen umständen: nicht ohne hemmnisse und verumständigungen Scherr Blücher 4, 356. —
 
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verumständlichen, v., Campe; complicieren: der lügner ... bestätigt, verstärckt, vergröszert, verumständlichet noch mit neuen lügen die erste Lavater verm. schr. 2, 336. das part. prät. adverbial wie umständlich, ausführlich, eingehend: wie gern sagte ich hievon möglichst verumständlicht alles, was ich denke Hermes Sophiens reise (1778) 6, 22. —
 
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verumständung, f.
a) vereinzelt das machen von umständen: aus allen verklausulierungen und besonderen verumständungen heraus, unter denen

[Bd. 25, Sp. 2025]


die vormaligen landstände, ..., die steuerbewilligung überhaupt ausübten Hegel 16, 245.
b) vorzugsweise in Schweizer schriftdeutsch, aber in den Schweizer mundartwörterbüchern nicht verzeichnet, das eintreten oder vorhandensein von umständen, die einen fall oder eine lage beeinflussen: ohne die thatsachen und ihre verumständungen zu kennen Haller restaur. d. staatswiss. 2, 201: ein tag, an welchem wegen besonderer verumständungen nicht gedroschen wurde Gotthelf ges. schr. 6, 6; in erwägung aller mildernden verumständungen Berner bund 16. juli 1904; die näheren v. des falles 6. aug. 1904.
 
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verunachten, v., levipendere Diefenbach; versnoden, levipendere, vilipendere voc. 1482 k k 1a; dasz er ... gottes leichnam verunachtet Schütz hist. rer. pruss. 3, A a 4c. —
 
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verunähnlichen, v.: so gar seind sie durch die aussprache und schreibahrt zugleich verdunkelt und verunähnliget Zesen rosenmând (1651) 167; weder ähnlich noch unähnlich, weder ein verähnlichtes noch ein verunähnlichtes Schleiermacher Platons werke 2, 159. —
 
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verunantwortlich, adj., unverantwortlich: aber disz halte ich für verunantwortlich, dasz wir ... Lohenstein Arminius 2, 22b.
 
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verunarten, v., transitiv, zu unart machen: dadurch also unsere teutsche wörter (durch eingeschobene ausländische brocken) zu unwörtern, die teutsche sprache sprachlos, der teutsche geist erfrömdet, die rechte art verunartet, verstaltet und in eine gantz andere form gegossen wird Schottel haubtspr. 167; ähnlich Neumark palmbaum 4. öfter intransitiv, entarten, ausarten: eine lobschrift, worein die zuschriften nach ietziger schmeichlerischer weltart in gemein verunarten Ryssel von dem seelenfrieden, widmung; ein jeder mensch, er wäre denn gar in ein wildes thier verunartet 96; das wahrscheinliche, ohne welches das wunderbare seine kraft zu ergetzen verliehret, und in das abentheurliche verunartet Breitinger crit. dichtkunst 1, 211.

 

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