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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
vertrauensleute bis vertrauensvotum (Bd. 25, Sp. 1958 bis 1959)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) vertrauensleute, -mann, -mensch, m.,
 
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-person, f.: Johann ohne land hatte .. aus jeder grafschaft vier vertrauensleute berufen Alten heer u. flotte 3, 373; ich werde verhören, der wachter protokolliert und der wirt als vertrauensmann sitzt bei Nestroy 5, 219; auszer den bairischen unterhändlern befand sich in Versailles als besonderer vertrauensmann des königs Ludwig der graf Holnstein Bismarck erinnerungen 2, 143; gerichtsverfassungsgesetz § 40 abs. 2; aber gibt es denn nicht vertrauensmenschen? geistliche? notare? advocaten? Gutzkow ritter 2, 148; sie .. war eine mit gutem mutterwitz begabte vertrauensperson im Rohan'schen hause Laube 15, 360. —
 
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vertrauensposten, m.: Cäsar (hatte) ihm den oberbefehl im diesseitigen Gallien übertragen, um diesen vertrauensposten in sichere hand zu geben Mommsen röm. geschichte 3, 360. —
 
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vertrauensreich, adj. adv.: sie .. schob .. den holzriegel auf, der .. die hausthüre sehr unschuldig und vertrauensreich verschlosz Goltz jugendleben 1, 52. —
 
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vertrauenssatz, m.: manche seiner dank- und vertrauenssätze schlingen sich wie episch wiederkehrend durch seine gesänge hin Gervinus geschichte d. d. dichtung 3, 354. —
 
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vertrauensselig, adj.,
 
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-seligkeit, f.: wie sie .. die empörendste komödie mit dem vertrauensseligen gatten gespielt habe Keller 5, 140; von der echt deutschen sünde vertrauensseliger gutmüthigkeit Treitschke aufsätze 1, 196; seine vertrauensseligkeit, womit er in die nächste zukunft sah Hoffmann v. Fallersleben mein leben 6, 27. —
 
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vertrauensstellung, f.: dasz man ... ihnen vertrauensstellungen von rang und bedeutung gegeben habe Ranke 16, 314. —
 
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vertrauensverrath, m.: der nach solchem vertrauensverrath die keckheit gehabt hätte, wieder öffentlich auf der strasze zu erscheinen Florencourt zustände in Deutschland (1840) 201. —
 
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vertrauensvoll, adj., adv., subst.:

denn diesz vertrauens-volle zeichen
gewährt dir ja dein gottes-hausz
Henrici ged. 3, 38;

aus dem bunten weltbeginnen
wende deinen holden blick
so vertrauensvoll nach innen
Göthe 4, 7 Weim.,

[Bd. 25, Sp. 1959]


uns vertrauensvolleren musz es scheinen Nietzsche 1, 498. —
 
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vertrauensvotum, n., geläufiger ausdruck im parlamentarischen leben, vgl. vertrauensbeweis, -zeichen, -zeugnis: das von einem landtag oder einer sonstigen körperschaft abgegebene urtheil, ob man zu einer bestimmten person vertrauen hege: bekanntlich war das frühere budget auf ein jahr abermals bewilligt, und dieses war, so zu sagen, ein vertrauensvotum Wilh. Grimm an Jacob, briefwechsel 1, 160; selbst die heutigen vertrauensvoten, die ich von der tribüne gehört habe, haben mich kalt gelassen Bismarck polit. reden 4, 178. —

 

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