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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
versühne bis versumpern (Bd. 25, Sp. 1845 bis 1846)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) versühne, f., vereinzelt gebildetes subst. zu versühnen: hat sichs alles wieder zur versune geschickt Luther briefe 5, 603; vgl. unversühne und oben sp. 1350.
 
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versühnen, verb., ältere und heute alterthümliche form zu versöhnen s. sp. 1350ff.
 
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versühner, m., s. versöhner sp. 1354f.
 
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versühnig, adj., vgl. versöhnig, veraltet für versöhnlich sp. 1355.

[Bd. 25, Sp. 1846]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) versühnung, f., s. versöhnung sp. 1356. — dazu versühnungslehre, f.,
 
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-mittel, -werk, n., bei Stilling 5, 74; 4, 438; 439. —
 
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versühnungsopfer, n.: das in zwei-jährigen schafen bestehende versühnungsopfer zu schlachten A. U. v. Braunschweig Octavia 3, 1108. — vgl. versöhnungslehre, -mittel, -opfer, -werk sp. 1357.
 
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versulzen, verb. , obd. wort, von sulz 'salzbrühe, sülze, gallert' abgeleitet (s. d.). schwäb. Fischer 2, 1371; bair. Schmeller 2, 274.
1) in eigentlichem sinne 'mit salzbrühe einkochen': treibwürst, sultzwammen, .. eingemacht hauben und bücher, versultzt manigfalt Fischart Garg. 120 neudr.; schwäb. die speise versulzen 'schlecht kochen' Fischer.
2) österreich. versulzt, 'gallertartig': waldhang, der hinter dem vereisten und versulzten wasser aufstieg Rosegger schriften 5, 21; auf solchem eise, das jeden augenblick brechen konnte, stand der mann und schien in den versulzten tümpel zu schauen III 8, 327. schwäb. ihre (gebär-)mutter ist versulzt, und so ist sie gestorben Fischer.
3) reflex. bair.: eine grosze wunde versulzt sich, wenn sie sich unter ansetzung gallertartigen jungen fleisches schlieszt Schmeller.
 
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versumfang, m., 'ausdehnung, länge der verszeile': in ansehung des wollauts ist der versumfang eben so wenig gleichgültig Garve versbau 170; Voss krit. blätter 1, 521.
 
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versummen, verb., intrans.-perfective bildung, 'aufhören zu summen, sich summend entfernen, vertönen': bis die glocken versummen Campe; und das waffengedröhne des wortgefechts versummt war Rückert 11, 368. 'eine zeit summend verbringen': gestern war ein tag voll sonnenschein, die mückchen .. haben ihn vertanzt und versummt Bettine Günderode 1, 171.
 
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versumpern, verb., obd. bildung zu versimpeln (sp. 1326), abgeleitet von sumpen (sumper) vgl. Martin-Lienhart 2, 359b; die waisen, die da auf dem lande drauszen verlaufen und versumpern und endlich trottel oder lumpen werden Rosegger laszt uns von liebe reden 233. tirol. geld versumpern 'verthun' Schöpf 729.

 

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