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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
übereintreffung bis überempfindlich (Bd. 23, Sp. 192 bis 193)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version)  -treffung, f. convenientia Hederich (1729) 2400. overeenstemming Kramer deutsch-holl. wb. (1787) 466a; die übereintreffung der bezeichnungen und vergleichung der himmels- und erd-kugel Franckenberg gemma magica (1684) 64; die übereintreffung (der mondbahnen) mit der fläche der hauptkreise Kant 1, 268 Hartenstein.
 
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übereintreten, v. equipollere Diefenbach gloss. 206c; darumb sihestu, das die kirche gantz und gar in der bedeuttung mit der synagoge ubereyntrit Luther 8, 560 Weim.
 
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übereinzig, adj. 1) superfluus, überenzig (s. d.). 2) pluralis. wortbildung der grammatiker des 17. jahrh. zu einzig singularis. die zal ist eintzig und übereintzig Gueintz deutscher sprachlehre entwurf (1641) 26; in übereintziger zahl, in eintziger zahl Harsdörffer teutscher secretarius 1, G g g 5b; Butschky hochd. kanzelley 50.
 
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übereisen, v.
a) mit eis überziehen Hilpert (1845) 636a; nachtfröste, die den kleinen see ... dick übereisten Matthisson schr. 2, 217. in der sprache der küche: mit zuckereis überziehen, z. b.: wann nun solche (die küchlein) ein wenig erkaltet, so übereiset sie (var. bestreichet solche mit eis 916) Nürnberger kochb. (1734) 915. metaphorisch: wie war ich vor schauder übereist Arnim 2, 38;

da übereist ihn harsch ins herz der hohn
D. v. Liliencron 12, 128.


b) intransitiv: der flusz übereiset, the river is frozen over Hilpert a. a. o. c) part. in attributiver function: das weib ... ging langsam die übereiste strasze hinab Storm (1899) 4, 76; im scheine des gaslichtes glänzte das übereiste pflaster Raabe d. leute aus d. walde 1, 65; auf den übereisten zacken Barth aus d. nördl. Kalkalpen 505;

fern in Quebeks übereisten wäldern
Seume ged. (1804) 78.


 
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übereisen, n. 1) bec de corbeau Beil 613; an addition to the hind shoe of a lame horse Hilpert 636a. 2) prägeisen im gegensatz zum prägstock: so bleibt es wol darbei ..., das man ... stock und übereisen gebrauchet und müntz geschlagen habe Mathesius Sarepta (1571) 165a.
 
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übereitel, adj. u. adv. supervacuus Scherz gloss. 1700; Diefenbach 223a s. v. falangis; steigernd zu eitel: in übereitler frewd und trauren puch der himl. offenb. d. heil. Brigitta (1502) 4, 75 —
 
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übereitelkeit, f., D. v. Liliencron 3, 188.
 
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überelbisch, adj. transalbinus, wofür heute ostelbisch. Hederich (1729) 2400; die rückgabe der überelbischen länder M. J. Schmidt gesch. d. Deutschen (1778) 2, 603; überelbische colonisation Nitzsch deutsche studien (1879) 50; im überelbischen Sachsen Eichhorn deutsche staats- u. rechtsgesch.3 (1821) 1, 344.
 
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überelementisch, adj. überirdisch, geistig, im gegensatz zum körperlich-physischen: nun hat aber der mensch ein uberelementischen leib auch in ihm Paracelsus opera (1616) 2, 400 Huser; da man allezeit in solchem wachsen des lebens 1. eine elementische, ... und dann 2. eine überelementische und sternische kraft verstehet Böhme schr. (1620) 4, 62.
 
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übereltern, pl. groszeltern, ahnen. in der älteren rechtsprosa, s. Jablonski (1721) 805b; Krünitz 192, 220; vgl. hiezu übereltervater: der eltervater oder übereltervater des Adolphi Joh. Petersen chron. (1557) 75.

[Bd. 23, Sp. 193]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) überempfindlich, adj. u. adv. sehr oder zu empfindlich: der mensch darf nicht bei jeder leisesten unsanften berührung die fühlhörner einziehen, wie ein schüchternes überempfindliches käferlein E. Th. A. Hoffmann 8, 8 Grisebach; die katholische geistlichkeit ist in Wien jetzt überempfindlich Hebbel briefe 5, 67. hiezu überempfindlichkeit, f., gesteigerte empfindlichkeit gegen den reiz der fremdstoffe Rosenthal thierische immunität 135; sodann wie das adj. in weiterer verwendung: das zu wenig, das Grillparzer an willen besasz, tritt nun in noch grellere beleuchtung, wenn man seine überempfindlichkeit und übererregbarkeit gegenüber den eindrücken der auszenwelt ins auge faszt jahrb. d. Grillparzergesellschaft 4, 40.

 

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