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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
übereinklingen bis übereinlaufen (Bd. 23, Sp. 182 bis 187)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) übereinklingen, v. gleich oder ähnlich klingen, assonieren, harmonieren: der übereinklingende ausdruck der erstern musz uns nie verleiten, auch die letztern für einerlei zu halten Lessing 6, 432, 1; beide ansichten

[Bd. 23, Sp. 183]


... wollen nicht recht mit unseren ... lebensgefühlen übereinklingen Heine 7, 296; dasz die personen bald in lang ausgeschriebenen, bald in gebrochenen übereinklingenden zeilen sprachen, war mir unerklärlich jahrb. d. Grillparzergesellschaft 3, 153. — dazu subst. übereinklang, m.: der reim ist übereinklang verschiedener wörter Bürger 341b Bohtz.
 
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übereinkommen, v. , seltener übereinskommen, das in der älteren sprache mit übereinkommen bei einzelnen schriftstellern (z. b. Aventin, Joh. Knebel, Luther, Sebiz, M. C. Schütz, Chemnitz, Megiserus, Schupp, M. J. Schmidt) frei wechselt, seit dem 19. jahrh. nur mehr mundartlich gebraucht wird (vgl. Frischbier 2, 418a; Hügel 169a; Staub-Tobler 1, 284; Follmann 262a), in der schriftsprache ungewöhnlich: also kam man übereins, einen krebs zu nehmen Grimm deutsche sagen 1, 193. über die umlautformen du kömmst, er kömmt (überein) s. o. th. 5 sp. 1629; ebendort auch über die doppelform des part. praet. (überein-)kommen (z. b. Aventin 1, 268, 6; Kirchhof wendunmuth 1, 290; Sebiz feldbau 3; Chemnitz schwed. krieg 1, 137, 2; Tschudi 1, 23 u. wbb. bis ins 18. jahrh., so noch Ludwig teutsch-engl. wb. 1785) und (überein-)gekommen, die seit dem 18. jahrh. herrschende form. die bindung mit haben für sein bleibt zu allen zeiten ungewöhnlich: also hat graf Ulrich mit seinen sünen ... überainskomen, dasz Knebel chron. v. Kaisheim 108; ähnlich Sebiz feldbau 3.
bedeutung und gebrauch:
1) zusammenfallen, sich decken: man mag osten längst derselben oede laufen, bisz dasz das Baak und das Prick von Uthön übereinskommen Manson seebuch 6; in übertragenem sinne ganz allgemein: convenire Diefenbach 148c, zusammenstimmen Emmelius sylva Tij; congruere Schönsleder prompt. B 3b; consentire Hederich 2399. vgl. auch de Vreese woordenboek 11, 676 f.
a) wie kommen dann Christus und Belial uberein? oder was theils hat der glaubig mit dem unglaubigen? Hutten opera 2, 129. es mus die zung und das hertz ubereinkomen, so gehet es recht zu Luther 19, 317 Weim.; hie sihistu, das Paulus und Lucas schier von wort zu wort ubereynkommen 8, 507 Weim.; es kommen vielmehr über ein unter sich die einbildung und der traum, dann sie beyde haben zu schaffen mit unnützen schatten und bildern der dingen Nigrinus von zäuberern, hexen etc. (1592) 120; die personalbeschreibung traf nicht sehr genau zu, aber figur, alter, farbe der haare kamen doch so leidlich überein Holtei erzähl. schr. 10, 201.
b) mit jemandem oder mit etwas übereinkommen, harmonieren: gesetze, wilche ... mit dem naturlichen rechte uwereyn quamen Wigand Gerstenberg chron. 12 Diemar; hie sol man mercken die ordnung ..., die mit der ersten und reinen kirchen gebrauch überein kompt Rätel chron. d. herzogt. Schlesien (1607) 385; politische gütigkeit kompt mit der theologischen tugend der lieb übereins Schupp schr. 754; mit unsrem urtheilen ist es bewandt, wie mit unsern uhren. keine kömmt mit der andern just überein Bodmer samml. crit. poet. schr. 1, 51; die symphonien, die zwischen den aufzügen vorkommen, müssen theils mit dem schlusse des vorhergehenden aufzuges, theils aber mit dem anfange des folgenden aufzuges übereinkommen Lessing 9, 291; der merker gab fleiszig acht, ob das lied sowohl mit dem inhalte der schrift als auch mit Luthers reiner sprache übereinkomme Gervinus gesch. d. deutsch. dicht. 2, 248.
ähnlich sein, gleich sein: die heutige ordnung derselben (der buchstaben) kömt gänzlich überein mit der ordnung der lateinischen lettern Bellin hochd. rechtschrbg. (1657) 2; die unterredung eines alten juristen mit seinem sohn kommen ... ziemlich mit den Rabnerischen satyren überein Nicolai literaturbr. 10, 197; die farben des spectrums erscheinen entweder, in sofern sie mit der farbe des papiers übereinkommen, mächtiger und schöner, oder, in sofern sie der farbe des papiers widersprechen, unscheinbarer und undeutlicher Göthe II 2, 206 Weim.
temporal zum ausdrucke zeitlichen zusammenfalls: es ist nicht wahr, dasz die blüte der wissenschaften mit dem verfall der sitten übereinkomme Haller tagebuch 1, 112.

[Bd. 23, Sp. 184]



c) in etwas übereinkommen: ja sie kompt darzu noch in vilen stucken mit des Mahomets Alcoran und der türckischen religion überein Fischart binenkorb (1588) 53b; (das relativum) kömmet mit dem vorhergehenden selbstendigen nenworte überein in gleichem geschlechte und gleicher zahl Gueintz deutsch. sprachlehre entwurf (1641) 99; darin kommen die zeugnisse der alten alle überein, das Sophokles ... zum feldherrn sei ernennet worden Lessing 8, 357; kleine städte kommen in gewissen hauptzügen alle mit einander überein Zimmermann ü. d. einsamkeit 3, 260; daher kann es auch nicht fehlen, dasz er (der realist) mit dem ächten idealisten in dem endlichen resultat übereinkommen wird Schiller 10, 522; das ripuarische gesetzbuch kommt in absicht seines inhaltes und des styles mit der lex salica fast durchgängig überein Eichhorn deutsche staats- u. rechtsgesch.3 (1821) 1, 117.
d) seltener an etwas übereinkommen: es kömmt dieses (thier) an gestalt und grösze mit dem marder ziemlich überein Göchhausen notabilia venatoris (1741) 58; ein groszes portal, mit dem das gebäude an grösze nicht übereinkömmt Ramler einl. in die schön. wissensch. 3, 226.
e) part. präs. übereinkommend adjectivisch und adverbiell: concordante, correspondente Kramer (1678) 1067; congruenter Hederich a. a. o.; versuch einer begrifflichen abgrenzung gegen angemessen, anpassend, gemäsz bei Heynatz syn. 1, 149a; mit den sachen übereinkommende worte Leibniz deutsche schr. 2, 387; der mit den grundsätzen des christenthums nicht übereinkommenden meinungen anitzo zu schweigen Triller poet. betracht. (1750) 1, 394.
2) verengt: einig werden. schon mhd., vgl. mhd. wb. 1, 902a; mit einem einig und zufrieden werden Stör 496a; dorften nit zam kumen, das si sich der sach veraint hieten und uberains wären kumen Aventin 1, 268, 6; die substantialpuncten des instruments, worin man ... schier leichter und ehe als in den curialien und tituln übereins kommen Chemnitz schwed. krieg 4, 1, 76a;

zwei hund an einem bein'
kommen selten überein Reinsberg-Düringsfeld 2, 756;

wir habens allbereit vernommen,
das ihr nicht uber ein könt kommen
Hayneccius Hans Pfriem (1582) 38 neudr.


einig sein, einer meinung sein Schwartzenbach syn (1571) 8b; assentiri alicui Schönsleder a. a. o.; übel übereinkommen. zweiträchtig, uneins sein, disconvenire Maaler 442a; daryn komen sie uber eyns, das ym sacrament schlecht brod und weyn sey, aber warumb und was grund das so seyn musse, sind sie gar uneyns Luther 19, 120 Weim.; dise alle kommen in dem wol überein, dasz sie helfen unser königreich zwyträchtig zu machen Fischart discours (1589) B 2b;

jetzunder wollen wir es mit der that probiren,
wem dieses rosz und dam' am meisten wird gebühren,
wiewol ich gantz mit dir in dem komm überein,
dasz kein ding in der welt so schön, als sie, kan sein
D. v. d. Werder rasender Roland (1636) 26;

darin kommen wir alle überein, dasz der mensch das thun solle, was wir alle gut nennen Göthe I 37, 249 Weim.; unser ganzes wissen läuft endlich, wie alle weltweisen übereinkommen, auf eine conventionelle täuschung hinaus Schiller 4, 52; alle kamen darin überein, dasz in den zügen seines (des fremden) antlitzes etwas verworrenes liege E. Th. A. Hoffmann 11, 104 Grisebach.
3) aus 2 entwickelt: eine vereinbarung treffen, einen beschlusz fassen; inire Diefenbach 299a; pacisci Dasypodius dict. N i i i j; tädingen Maaler a. a. o.; pactionem facere Emmelius a. a. o.; si seyn überainskommen inter eos convenit Schönsleder a. a. o.; Dentzler 294b; vgl. auch Diefenbach-Wülcker 879; khoment über ain mit uns, das uns der gelt, den wir ... ehmaln gehabt haben, von in widerkhert wirdt quelle (a. 1337) bei Lori bergrecht 10; wir bruder Borghardt von Wobeke treszeler sin oberein komen mit Niclus Glywitz burgere zu Dirssow und haben im vormit das wasser vier jar Marienb. treszlerb. 44, 14; da kamen die kunig über ein das Maximus tzu orient faren solt der heiligen leben,

[Bd. 23, Sp. 185]


sommerteil (1472) 9b; wir Deutsche sollten wenigstens unter uns übereinkommen, wie wir arabische und persische worte schreiben Herder 20, 306; der capellmeister ... kommt mit ihnen bei zeiten überein wie die tempi's genommen werden sollen Göthe IV 28, 16 Weim.; wir kamen überein uns nicht von einander zu trennen Schiller 4, 197: man kam überein ... mit geistlichkeit und adel in verbindung zu treten Dahlmann gesch. d. franz. revolution (1845) 195;

morgens tags als die sonn herschein,
kam die geselschaft uberain
mittags zu Schletstatt auszuspannen
Fischart glückh. schiff 29 v. 1016 neudr.;

so würd meins dünkens nützlich sein,
dasz man in dem komm überein,
wie man doch die rebellisch leut ...
gütlich vertrage mit der kron
Opel-Cohn dreiszigjähr. krieg 364.


in der älteren sprache mit gen., vgl. mhd. wb. a. a. o.; bei welerlei pein ader busse sie des obereinquemen (a. 1444) lehnsurk. u. besitzurk. Schlesiens 2, 261; wir die landtlüt von Schwitz kündend ... dasz wir mit gutem rat und mit vollkommnem willen desz überein sind kommen Tschudi chron. Helv. 1, 189;

man musz aber dencken dabey,
ob nicht er und der vatter sein
seind dessen kommen über ein
Ayrer dramen 320.


in der neueren sprache über etwas: als ... die Lithuaner mit den Polacken über der wahl nicht freundlich überein köndten kommen Nigrinus von zäuberern etc. (1592) 128; sie kamen in dieser versammlung über die abschaffung der fremden sprachen überein Lenz 2, 330 Tieck; über jede neue auflage werden wir besonders übereinkommen jahrbuch der Grillparzergesellsch. 1, 199; part. prät. übereingekommen, vereinbart: durch übereingekommne, allgemein bekannte zeichen Klinger 6, 62.
4) aus 2 erwachsend: ins klare kommen, fertig werden mit etwas Staub-Tobler a. a. o.; euphem. für coire: das weib und mann sollen und müssen übereinkommen Nas das antipap. eins und hundert 3, 111a;

Dyna des Jacobs tochter fein,
kompt balt mit Sichem uberein.
vorleust irn jungfrawlichen krantz
Musculus hosenteuffel 5 neudr.


 
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übereinkommen, n.
1) congruentia Steinbach 1, 903; in der älteren sprache häufiger als in der neueren: gleycherweysz als der gütte laut des gesangs in dem übereinkümmen vil stymmen stünde Schwartzenberg teutsch Cicero (1535) 48b; viel angemessener wirkt das übereinkommen des begriffs mit dem laut nach dunklem verwandtschaftsgefühl W. Humboldt ges. schr. 5, 423.
2) pactio Alberus (1540) K k i jb; vertrag, vergleichung Stör 496a; allgemein: ew. wohledlen sind mir auch noch den letzten meiner briefe schuldig, den sie mir nach unserm übereinkommen sogleich hätten zurückschicken sollen Tieck schr. 6, 239; die höhe der bodmereiprämie ist ohne beschränkung dem übereinkommen der parteien überlassen handelsgesetzbuch § 681, 1; die mäszigen verpflichtungen des Reichenbacher übereinkommens Häusser deutsche geschichte (1854) 1, 340, 1; übereinkommen mit jemandem treffen Krünitz 192, 218; mit dem papste war kein übereinkommen zu treffen Grimm Michelangelo 1, 177; formelhaft: nach freiem übereinkommen, z. b. Steub drei sommer 1, 199; stillschweigendes übereinkommen, z. b. Bürger 182b Bohtz u. a.
 
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übereinkömmlich, adj. vereinbart, herkömmlich: übereinkömmliche sitte ... setzen hier (der erforschung eines menschen) schranken Varnhagen v. Ense tageb. (1861) 1, 17; er nahm ... bald wahr, dasz hier mehr ein berechneter austausch gewisser übereinkömmlicher redensarten als das bekenntnisz eines festen glaubens und erwartens zu walten schien Immermann 6, 148.
 
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übereinkommnis, n., vereinzelt, z. b. bei Wieland auch fem.; vertrag, abmachung: die ausztrückliche vergleichung und übereinkomnisz mit dem Satan Prätorius blockesberges verr. 398; endlich hat man sie (die Hermessäulen) ... durch ein allgemeines übereinkommnisz wegtilgen

[Bd. 23, Sp. 186]


wollen Herder 6, 409; den 17. oktober war wie durch gemeinschaftliches übereinkommnisz rasttag Arndt schr. f. u. an s. l. Deutschen 2, 201. verengt für convenienz: wohlanständigkeit ..., die ebenso wenig von bloszem übereinkommnisz der gesellschaft ahhängt, als schönheit und liebe Herder 22, 141; verstösze gegen übereinkommnisse der gesellschaft Jahn 1, 25.
 
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übereinkommung, f.
1) zu übereinkommen 1 (s. d.): übereinstimmung, zusammentreffen: übereinkommung von pflicht und vortheil Garve anmerkungen zu Cicero de off. (1783) 3, 224.
2) zu übereinkommen 2 und 3 (s. d.): vergleichung, convention, accord Frisch dict. (1719) 566; auch plural: übereinkommungen Chomel 8, 2193; nach ubereynkommung aller sachen namen die zween ritter ir ackerfart gegen einander ... für Amadis 1, 148.
 
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übereinkunft, f.
1) concordia, concerto Kramer (1678) 1068a; harmonie, convenance, correspondance Frisch dict. (1719) 566; gleichheit Spanutius (1720) 202; congruentia Steinbach 1, 904; Adelung 4, 749; sollte nicht dieser namen ... einen neuen beweis von der übereinkunft der alten sprache dieses volkes und ihrer ähnlichkeit mit dem deutschen abgeben? neuest. aus d. anmuthigen gelehrsamkeit 6, 283; übereinkunft und unterschied der ... christlichen societäten mit den jüdischen allgem. deutsche bibl. anhang zu band 37—52, 1305; seine (gottes) gegenwart empfinden nur wir durch die zwischen uns und diesem wesen festgesetzte übereinkunft und ähnlichkeit Zimmermann ü. d. einsamkeit 4, 385; hier stoszen wir auf ähnliche und gleiche thiersagen, oft in deutlicher, unabweisbarer übereinkunft J. Grimm Reinhart Fuchs vorrede 293; in inniger übereinkunft mit natur und gottheit Bettine dies buch gehört d. könig 1, 205.
2) concordat, vergleich, vertrag Kinderling reinigk. d. deutsch. spr. (1795) 241; seit dem 18. jahrh. allgemein: schon seit geraumer zeit ist zwischen der direction ... und mir eine art von stillschweigender übereinkunft Göthe IV 22, 70 Weim.; Braccio verlangte ... dasz ihm der übereinkunft gemäsz Capua als eigentum abgetreten würde Platen 3, 69; willkürlich trieb er wider die übereinkunft zwei preuszische reiterregimenter ... nach Ruszland Arndt schr. f. u. an s. l. Deutschen 1, 329; ein ... mann, der in der religion nur eine gegenseitige übereinkunft der menschen sah, sich nicht zu morden Gutzkow ritter vom geist 1, 363; andere ... bezahlten nach freiwilliger übereinkunft Raumer gesch. d. Hohenst. (1823) 6, 247; vielmehr war schon in den praeliminarien der übereinkunft festgesetzt, dasz Ranke 1, 230; eine ü. stiften, treffen, brechen: die religion aber ist es, die zwischen den foderungen der vernunft und dem anliegen der sinnlichkeit eine aussöhnung, eine übereinkunft zu stiften sucht Schiller 10, 136; die seelen haben keine allgemeine übereinkunft über sprache, stil, regeln und formen getroffen Bode Mich. Montaignes ged. u. mein. 2, 361; sie hatte ... die übereinkunft getroffen, dasz er ihr zweihundert thaler dafür geben ... solle Droste-Hülshoff briefe an Schücking 151; die französische politik ... hatte die übereinkunft, der es Neapel und Lothringen verdankte, gleich nach Karls VI. tode gebrochen Moltke ges. schr. u. denkwürdigkeiten 2, 204; in der rechtsprosa: die scheidung durch übereinkunft Savigny v. beruf uns. zeit für gesetzgebg. u. recht (1814) 64; in dem vertrage, in der übereinkunft liegt allerdings das recht, die leistung zu verlangen Hegel werke 8, 125. konvention: Raphael schnitt alle bande der übereinkunft und der meinung entzwei Schiller 4, 36; der cyniker, der ... alle regeln verachtet welche übereinkunft und gegenseitige gefälligkeit ... vorgeschrieben haben Knigge umgang m. menschen (1796) 1, 6, 24; die dramatische täuschung wird zur reinen übereinkunft Rich. Wagner 9, 163. composita: übereinkunftsgeld, n.,
 
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-münze, f., für conventionsgeld, -münze Campe ergänzungswb. 225b; vgl. hiezu Heynatz antibarb. 2, 488. —
 
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-kunftsausdruck, m.: eine rede ist um so poetischer, je weniger sie konventions-, übereinkunftsausdrücke ... hat O. Ludwig 5, 161. —
 
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-künftlich, adj., seit dem ende des 18. jahrh. für conventionell, jedoch wenig gebraucht. Campe ergänzungswb. 225b; verachte nicht alles, was

[Bd. 23, Sp. 187]


blosz conventionellen (übereinkünftlichen) werth hat Knigge umg. m. menschen 3, 60; conventionelle naivität, übereinkünftliche unbefangenheit sollte ich nach der sprachbereinigung sagen Hegner ges. schr. 1, 238; zierliche, oft geschniegelte darstellung eines übereinkünftlichen lebens Gentz schr. 4, 332.
 
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übereinlaufen, v. uno et eodem modo currere Schottel haubtspr. 164 abschn. 18; Stieler 1088;

nu ist der discant fur sich gezogen,
du must aber noch viel weiter frogen
wie sie nu alle viere ym hauffen
mit dem stymmen recht übereyn lauffen
Agricola musica instrumentalis deutsch 98.

 

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