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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
übereinanderkommen bis übereinanderschieben (Bd. 23, Sp. 179 bis 180)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) übereinanderkommen, v. 1) in streit gerathen: im landt zu Meiszen, ... kamen zwei bösze weiber zusammen und übereinander, die zanckten mit einander Lindener katzipori 112; was kann ich dafür, dasz er meinetweg mit dem bauer übereinandergekommen ist? Rosegger 13, 229; vgl. auch Hügel Wien. dial. 169a. 2) übereinkommen einig werden, landschaftlich: i' bin mit ihm weg'n den g'schäft scho' überanand kumma Hügel a. a. o. 3) entsprechen, übereinstimmen: der willkom, den wir ihnen anthuen, komt mit ihrem wesen übereinander Lindenborn

[Bd. 23, Sp. 180]


Diogenes (1742) 1, 253. —
 
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übereinanderkrümmen;v.: sein bruder ... krümmet hände und füsse übereinander Zimmermann ü. d. einsamkeit 1, 13. —
 
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übereinanderlagern, v. und übereinanderlagerung, f.: das verhältnisz ihrer (der muskeln) neben- und übereinanderlagerung Sömmerring v. bau d. menschl. körpers 3, 1, 125. —
 
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übereinanderlegen, v., coaggerare Nieremberger (1753) Aaaaaa 3b; die garben soll man dicht und ordentlich übereinander legen Hohberg georgica curiosa 1, 127. wer hat über den ganzen körper hinab schuppe an schuppe gereiht und übereinandergelegt? Hebel 2, 23, 17; (eine mauer, welche) aus irregulär ohne cement übereinandergelegten quadersteinen besteht Ritter erdkunde 1, 617. substantivierter inf.: beide muskeln zusammen bewirken ... das gekreuzte übereinanderlegen der oberen extremitäten Sömmerring v. bau d. menschl. körpers 3, 1, 224. in gleicher bedeutung übereinanderlegung, f.: Brunn kl. schr. 2, 144. —
 
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übereinanderleimen, v.: übereinandergeleimte streifen Justi Winckelmann 21, 178. —
 
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übereinanderliegen, v. 1) in verticaler schichtung liegen: eine reihe kubisch zugehauener feldsteine und zwei reihen ziegel wechseln. bis zum bogen liegen 13 lagen übereinander Moltke schr. u. denkw. 1, 127; jeder flügel (der thür) ist hier in eine reihe übereinanderliegender felder eingeteilt Grimm Michelangelo 1, 28; dann kam sie (die bibliothek) auf das schlosz Nöthnitz, in zwei grosze übereinandergelegene salons Justi Winckelmann 1, 204. 2) in unordnung, gedrängt, gehäuft liegen: da ligt man übereinander wie das unvernünftig vich Montanus schwankbücher 55; also das in einem geringen städtlein bis in neunhundert pferde nothwendig übereinander liegen müssen Chemnitz schwed. krieg 2, 60; kranke lagen ... im stroh übereinander Arndt werke 1, 158. —
 
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übereinanderpacken, v.: zusammenpacken, gehäuft packen: man schleppte uns in eine tieffe grube, packte uns übereinander und beschwerte uns mit steinen Simplicissimus 514 neudr.; speckseiten, die dicht übereinandergepackt an der gartentür gelegen hatten Fontane I 6, 376. —
 
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übereinanderpressen, v., zusammenpressen: die übereinandergepreszten menschenmassen Gaudy 22, 35. —
 
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übereinanderschichten, v., schichtenweise übereinanderlegen: die italienischen hirten ... wohnen ... in kleinen hütten, die ihre hand aus übereinandergeschichteten steinplatten gebaut hat Zschokke 1, 79; während an der anderen (wand) übereinandergeschichtete fäszer lagen Fontane I 6, 306. öfters mit dem nebenbegriff des unübersichtlichen: Berlin, das war ein haufen steine zusammengeworfen und übereinandergeschichtet in's riesenhafte Polenz Grabenhäger 2, 66. substantivierter inf.: bei diesem übereinanderschichten kommen die häute wenig mit der brühe in berührung Muspratt chemie 3, 1286. —
 
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übereinanderschichtung, f., häufung, vermischung: die harmonie wächst ... als ... säule aus der ... übereinanderschichtung verwandter tonstoffe R. Wagner 3, 86; das äthiopische, das durch die übereinanderschichtung so vielerlei racen sehr corrumpirt sein muszte Ritter erdkunde 12, 48. —
 
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übereinanderschieben, v., aufeinanderschieben: übereinander geschobene ... steinlagen Mommsen röm. gesch. 1, 216. bildlich: schöben sich die umstände nicht so wunderlich übereinander, so hättet ihr mich so bald nicht wieder gesehen Göthe IV 16, 387 Weim.; in Deutschland, Frankreich, England haben sich celtische, germanische, romanische, slavische bestandtheile vielfach übereinandergeschoben D. Strausz schr. 6, 175. substantivierter inf.: ein hin und herwogen, ein zusammen und übereinanderschieben O. Ludwig 2, 13. —

 

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