Wörterbuchnetz
Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
überbekommen bis überbezahlen (Bd. 23, Sp. 138)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) überbekommen, v., wasser aufnehmen; vgl. Stenzel seemannsspr. 432; das schiff arbeitete heftig und bekam viel seewasser über Weserzeitg. 1859 nr. 1749. im heutigen sprachgebrauch für überdrüssig werden: ich bekomme die sache über.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
überbeschäftigt, adj., sehr beschäftigt: Richelieu ein überbeschäftigter mann Laube 5, 123; meine frau, die mit neuen rollen und proben überbeschäftigt ist Hebbel br. 5, 29. hierzu überbeschäftigung, f., Pückler briefwechs. 8, 135.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
überbescheiden, adj., sehr bescheiden, dürftig. nl. overbescheiden. so überbescheiden bin ich auch nicht, dasz ich mir meiner vorzüge nicht wohl bewuszt seyn sollte schrift. d. Göthegesellschaft 7, 285; seine (Grillparzers) materiell überbescheidene lebensstellung die quelle 3. jahrg. nr. 9, 2; überbescheiden musz oft hunger leiden Wander 5, 1779.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
überbesserung, f., mehrwert, überschusz des wertes, melioration Jablonski 805b; vgl. auch Scherz gloss. 1695a; ita in Suevia utile dominium emphyteutae vocitari solet: weil ad emphyteutam jeniges gehörig, so er über den canonem aus solchen lehengütern erbauet Besold thes. (1697) 950; wann überbesserung an dem pfandt befunden wurde Frankf. ref. 1, 45 § 18.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
überbesoldung, f., mehrbesoldung, überbezahlung: daraus kömpt eines jeden doppelsöldners überbesoldung Kirchhof milit. discipl. (1602) 83.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
überbestialisch, adj., das trinken ist ein überbestialisches und überviehisch laster Dannhawer catechismusmilch 2, 446; durch den unkeuschen und überbestialischen zwang Guarinonius grewel der verw. 1101.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
überbett, n., deckbett, coltra, boldrone Kramer (1678) 1066b.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
überbeugen, v., sich oder andere über etwas hin vor- oder zurückbeugen; trennbare verb., vgl. Kramer hochniederd. wb. (1719) 218a; die zweige überbeugen allg. haushalt.-lex. 1, 189b; er hat zu viel übergebeugt, redensart, womit die Deutschen die trunkenheit einer person andeuten Lichtenberg verm. schr. 3, 39; meist reflexiv:

sie beugte sich über zu schöpfen
Göthe 50, 245 Weim.;

so weit sich mein kopf auch rückwärts überbeugte Matthisson 4, 153; er hatte sich vorn übergebeugt Droste-Hülshoff 2, 274; ohne sich vorn überzubeugen Keller 5, 214. davon überbeugung, f.: überbeugung nach hinten Sömmerring bau d. menschl. körpers 2, 34.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
überbevölkern, v., so viel wie bevölkern oder übervölkern. dän.-norw. overbefolke, schwed. öfverbefolka. meist im part.: überbevölkert, nl. overbevolkt. verlassen sind die alten myrtenwälder, die einst so überbevölkert waren Heine 3, 433. hierzu überbevölkerung, f., zu dichte bevölkerung Pestalozzi 6, 96.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
überbewuszt, adj., zu selbstbewuszt, anmaszend: Moltke br. u. denkw. 1, 93. hierzu überbewusztheit, f., anmaszung: die überbewusztheit moderner köpfe Vischer vorträge u. abhandl. gesch. inhalts (1865) 377.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
überbezahlen, v., schwed. öfverbetala. 1) voll auszahlen. vgl. auch Schiller-Lübben 3, 253; wer da verkeufft, nichts borge noch bürgen anneme sondern las

[Bd. 23, Sp. 139]


ihm bar überbetzalen Luther 15, 303 Weim. heute veraltet. 2) mehr als den bedungenen oder normalen preis für etwas zahlen, z. b. das bild ist überbezahlt worden.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: