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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
übellehrer bis übelnachreder (Bd. 23, Sp. 41)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) übellehrer, m., Stieler (1691) 1129 zu übellehren alqm. depravare mala disciplina ebd.
 
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übelmächtig, adj.: des römpte sich seins schalkhaftigen gewalts der übelmechtig pfalzgraf herzog Ernst 236, 30 Bartsch.
 
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übelmeinend, adj. u. adv., niet wel meenend Kramer d.-holl. wb. (1787) 465a; in nachdrücklichen adressen verlangten die offiziere die entfernung ... übelmeinender persönlichkeiten Ranke 4, 71.
 
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übelmeinlich, adv., gehäszig: handelt — nichts übelmaynlich und böszwilligklich Melanchthon hauptartikel 76.
 
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übelmögend, adj., von übelmögen, invalescere Diefenbach gloss. 306b; mit den unten folgenden ableitungen auf den südwesten Deutschlands beschränkt. übelmöged Staub-Tobler 4, 12; alters halb gantz vbelmögend aevo confectus Maaler (1561) 441b; imbecillus, infirmus, invalidus Dentzler clavis linguae lat. 293b; Bajazet, an jetzo alt vnd vbelmögend Stumpf Schwytzerchron. (1606) 20a; der bischof von Konstanz ... mahnte zur alten liebe. das hohe alter und die salbungsvolle beredsamkeit des übelmögenden kranken herrn rührte die häupter und gemeinen der eidgenossenschaft Zschokke 25, 262.
 
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übelmögenheit, f., unvermögen, verengt: impotentia generandi; die erst schell (der alten narren) ist, sich bekümmeren wegen der vbelmögenheit. dann es werden etliche alten gefunden, die sein dermassen in wollüsten verharrt, das sie ein grosses bedauren darob tragen, wann sie den selbigen nicht mehr wie in der jugend mögen nachkommen Höniger narrensch. (1574) 15b.
 
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übelmögig, adj., arbeitsunfähig Martin-Lienhart 1, 657 und Staub-Tobler 4, 112; die alte Vrene werde so übelmögig und komme nicht überall nach Meyer-Merian Mareili (1892) 27.
 
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übelmüszig, adj.: deren handlung ich dem fleysz der gaistlichen leser untergebe, dann die übelmiessige sophisten will ich nit haben Melanchthon hauptartikel 75.
 
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übelmütig, adj., malivolus Diefenbach gloss. 344b.
 
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übeln, v. :
1) übelen, pro quo dicimus verübelen, male aliquid interpretari Stieler (1691) 1375; und habe ich demnach der jüdischen prinzessin Drusilla nicht übeln können, was sie dem Antiochus angesonnen A. U. v. Braunschweig Octavia 2, 336; vgl. auch Staub-Tobler 1, 56.
2) übel thun, jammern Weinhold schles. wb. 102.
3) übler werden: het's an eim ort g'güetet, se het's am andere g'üblet Staub-Tobler a. a. o.
4) refl., sich übeln = sich verschlimmern, böser werden es übelet sich mit dem kranken, morbus ingravescit Dentzler clavis linguae lat. 293b; Martin-Lienhart 1, 8 und Staub-Tobler a. a. o.; davon sich nachmaln alle sachen hefftig ubelten und gefahrlicher wurden, bisz jm endlich löcher in den arm fielen Fel. Würtz practica der wundartzn. (1612) 52; dann es hatt von einem kleinen schaden angehebt und sich also geublet ebd. 271.
5) unpersönlich 'nichts gutes ahnen': s' hat mir geübelt Crecelius oberhess. wb. 2, 830.
 
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übelnachreder, m., verleumder: doch wird es (das buch) on tadeler vnd vbelnachreder nicht bleiben Nigrinus von zäuberern vorr. 4b..

 

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