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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
übelgethue bis übelhauser (Bd. 23, Sp. 37 bis 38)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) übelgethue, n., äbbeljetûe lautes jammern Kleemann nord-thüring. idiot. 3a; s. oben übel 8 c.
 
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übelgewachsen, adj.: so wanderte der 14 jährige Mendelssohn in Berlin ein, ein übelgewachsener ... judenknabe M. Mendelssohn 1, 7; man wird von einem übelgewachsenen und miszgestalten körper nicht sagen, dasz er schön sey, wenn gleich ein einzelner kleiner theil einige proportion hätte Wieland 2, 274; und ich glaube nicht, dasz man einen übelgewachsenen menschen im hochlande findet Böttiger kl. schr. 3, 42.
 
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übelgezogen, adj.: ein andermahl hatte ich das unglück von dem herrn Grobian, einem übelgezogenen menschen, auf einer hochzeit zum tantze aufgefordert zu werden vernünft. tadlerinnen 1, 235; seine eleven waren meistentheils übelgezogene jungen Laukhard leb. u. schicks. 1, 28; leute, die die übelgezogensten kinder haben, lehren und schreiben über die beste kinderzucht Zschokke 13, 274; scherzhaft als rufname: da giengen sie durch den ersten vnd andern saal auff einen langen gang, von dannen in eine grosze rundel, vnd als er sie

[Bd. 23, Sp. 38]


noch andere stegen hinauff führen wolt, sprach der furirer Fortstampff zu dem hofmeister Vbelgezogen Fischart Garg. 205 neudr.
 
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übelglaube, f.: ob zwar nicht wenig vnverständige leute gefunden werden, welche dafür halten, der soldaten-stand sey ein gottloser verdampter stand, so richten sie doch mit solchem ihrem vbel-glauben anderst nichts ausz, als dasz sie aller welt ihren vnverstand zu erkennen geben Moscherosch ges. (1665) 2, 547.
 
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übelgönnen, v. u. subst. n., dasz ander vbel ist dasz vbelgönnen vnd wünschen Guarinonius grewel d. verwüst. (1610) 354; vgl. ovelgünnen, miszgönnen Stürenburg 170.
 
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übelgönner, m., a malevolent, ill willed or spitefull fellow Ludwig teutsch-engl. wb. 1779; een haater, benyder, een vyand Kramer d.-holl. wb. 465a; das man auch den schein oder verdacht zu fliehen habe, sonderlich da man mit listigen übelgönnern allenthalben umfangen ist Butschky Pathmos 722; lobwürdig bey feind und übelgönnern J. B. Schupp schrift. 753.
 
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übelhaftig, adj., vbelhafftiger oder poszhafftiger, maliciosus voc. theut. (1482) hh VIIIa.
 
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übelhaftigkeit, f., vbelhafftigkeit, poszhafftigkeit, maliciositas voc. theut. (1482) hh VIIIa.
 
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übelhaltung, f., male tractatio Kirsch (1723) 297b; zu übel halten 'grausam behandeln' z. b.: dein same der wirt elende in eim fremden land vnd si werden sy übelhalten 400 iar cod. tepl. apostelgesch. 7, 6 var.; oder als gegensatz von DWB wohlverhalten: so wirdt das menschlich leben allgemach ... erlängert und zu seinem alten ziel durch wolhalten gebraucht werden, so wol als es durch übelhalten darvon geschoben worden Guarinonius grewel der verw. 52.
 
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übelhandlung, f., elogium Diefenbach gloss. 199a; zu übelhandeln obtrectare 391a vgl. auch:

lasz mich, mein Jesu, wandeln,
wie ich dir zugesagt,
damit kein ubelhandeln
mich künfftig mehr verklagt
Schmolcke trost- u. geistr. schr. 1, 227.


 
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übelhauser, m., übelhûser, schlechter haushälter Staub-Tobler 2, 1744; zu übel hausen s. oben übel 4 c. der vater war ein übelhauser Pestalozzi 2, 245.

 

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