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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
übelgestaltheit bis übelhaftigkeit (Bd. 23, Sp. 37 bis 38)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) übelgestaltheit, f.: übelgestaltheit des körpers, krankheiten ... sollten alle ansprüche aufs verheyrathen vernichten allg. deutsche bibliothek 41, 371.
 
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übelgestimmt, adj.: sie (die erfindung) dient zu weiter nichts, als dasz man ... mit einer übelgestimmten flöte zur noth dasjenige verrichten könnte, wozu sonst zwo ... flöten ... nötig wären Quantz anweisung 28; ist doch Hochteutschland fast in einer vorsätzlichen schlummerung so fahrläsig bei seiner alten übelgestimbten leyren gebliben Rompler v. Löwenhalt reimgetichte Oooijb; der metaphorische gebrauch führt weiter zu verbindungen wie 'übelgestimmte gesellschaft', 'übelgestimmter humor' u. ä.: mit einem schon etwas betretenen und übelgestimmten gemüte Gentz 4, 101.
 
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übelgethat, f., vbelgetat fascinum oder zaubernusze voc. theut. (1482) hh Vb.
 
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übelgethue, n., äbbeljetûe lautes jammern Kleemann nord-thüring. idiot. 3a; s. oben übel 8 c.
 
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übelgewachsen, adj.: so wanderte der 14 jährige Mendelssohn in Berlin ein, ein übelgewachsener ... judenknabe M. Mendelssohn 1, 7; man wird von einem übelgewachsenen und miszgestalten körper nicht sagen, dasz er schön sey, wenn gleich ein einzelner kleiner theil einige proportion hätte Wieland 2, 274; und ich glaube nicht, dasz man einen übelgewachsenen menschen im hochlande findet Böttiger kl. schr. 3, 42.
 
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übelgezogen, adj.: ein andermahl hatte ich das unglück von dem herrn Grobian, einem übelgezogenen menschen, auf einer hochzeit zum tantze aufgefordert zu werden vernünft. tadlerinnen 1, 235; seine eleven waren meistentheils übelgezogene jungen Laukhard leb. u. schicks. 1, 28; leute, die die übelgezogensten kinder haben, lehren und schreiben über die beste kinderzucht Zschokke 13, 274; scherzhaft als rufname: da giengen sie durch den ersten vnd andern saal auff einen langen gang, von dannen in eine grosze rundel, vnd als er sie

[Bd. 23, Sp. 38]


noch andere stegen hinauff führen wolt, sprach der furirer Fortstampff zu dem hofmeister Vbelgezogen Fischart Garg. 205 neudr.
 
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übelglaube, f.: ob zwar nicht wenig vnverständige leute gefunden werden, welche dafür halten, der soldaten-stand sey ein gottloser verdampter stand, so richten sie doch mit solchem ihrem vbel-glauben anderst nichts ausz, als dasz sie aller welt ihren vnverstand zu erkennen geben Moscherosch ges. (1665) 2, 547.
 
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übelgönnen, v. u. subst. n., dasz ander vbel ist dasz vbelgönnen vnd wünschen Guarinonius grewel d. verwüst. (1610) 354; vgl. ovelgünnen, miszgönnen Stürenburg 170.
 
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übelgönner, m., a malevolent, ill willed or spitefull fellow Ludwig teutsch-engl. wb. 1779; een haater, benyder, een vyand Kramer d.-holl. wb. 465a; das man auch den schein oder verdacht zu fliehen habe, sonderlich da man mit listigen übelgönnern allenthalben umfangen ist Butschky Pathmos 722; lobwürdig bey feind und übelgönnern J. B. Schupp schrift. 753.
 
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übelhaftig, adj., vbelhafftiger oder poszhafftiger, maliciosus voc. theut. (1482) hh VIIIa.
 
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übelhaftigkeit, f., vbelhafftigkeit, poszhafftigkeit, maliciositas voc. theut. (1482) hh VIIIa.

 

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