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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
übeldeutung bis übelgebärder (Bd. 23, Sp. 34 bis 35)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) übeldeutung, f., säet einer zanck, verachtung, übeldeutung, das nehmen alle gottlosen menschen ein J. Böhme 4, 139.
 
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übelduft, m.:

oft weicht ihr übelduft nur übelduft'gen pflanzen
Fr. Rückert 8, 279.


 
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übelduftig, adj., s. DWB übelduft.
 
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übelfahrt, f., zu wohlfahrt gebildet, ohne sich in der sprache festsetzen zu können: übelfahrt der gottlosen, impiorum pessima fortuna Stieler (1691) 404; alle wolvnd vbelfart zu got vnd auf dem glück stunde Arch. z. Weimar (1526) bei Diefenbach-Wülcker 879; aller grund, des menschens wol- oder vbelfart stet awf seinem freyen willen Berth. v. Chiemsee theologey 290; daraus zebesorgen ist, jmm swantz gegenwirtiger übelfart möcht in teütschlanden überbeleyben ain aberglaub oder ketzerey. oder sonnst ain grosse plag ebd. 5.

[Bd. 23, Sp. 35]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) übelfarb, adj., miszfärbig, häszlich:

auch ander sein gt friund
kamen mit mair Betzen dar,
Diethrich der übelfar,
Cnrat der plattenkopf
Hätzlerin liederbuch 259.


 
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übelfeil, adj., als gegensatz zu wohlfeil in der Schweiz und im Elsasz gebräuchlich: in schlimmer lage, krank, elend Alem. 2, 171; Staub-Tobler 1, 773; Martin-Lienhart 1, 108.
 
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übelfertig, adj., zum bösen geneigt:

der schalk erweist sich übelfertig
Göthe 15, 51 (Faust II).


 
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übelfreise, f., vbelfrayse, periculum Diefenbach gloss. 426c.
 
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übelgäbig, adj., unbequem Staub-Tobler 2, 63.
 
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übelgang, m.: auch (curiert) der Ebenus die vbelgäng im leib, der Thurbir die flüssegäng, der Juniperus allein das blut Paracelsus opera 2, 42a.
 
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übelgebärder, m., ein übelgebehrder, vitium in gestu capiens Stieler (1691) 79 zu übelgebehrden, verbehrden in gestu nimium esse ebd.

 

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