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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
übelbelohnt bis übeldenkend (Bd. 23, Sp. 33 bis 34)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) übelbelohnt, adj., Antiochus ... kauffte daher seinem übelbelohnten stadthalter Theodotus die städte Seleucia und Ptolomais ab Lohenstein Arminius 1, 864b; dieses ist ... ein traum, der ... sich von klugen, ... auf übelbelohnte verdienste und dergleichen mehr geschickt auslegen (läszt) Ph. Hafner 1, 34; ein spottlied auf die bauern und ihren im jahr 1525 übelbelohnten aufruhr steht in Falkenstein Herder 25, 320.
 
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übelberaten, adj., onvoorzigtig, onbescheiden Kramer d. holl. wb. (1787) 464c; die übelberathene seele Bodmer Noah 318; unglücklich, übelberathen, von tausend teufeln besessen Göthe 45, 26 Weim.; sie (die Sorbonne) verwarf die meinung, dasz man einem könig den gehorsam versagen könne, weil er von dem papst noch nicht anerkannt sei, als eine ausstreuung bösgesinnter und übelberathener leute Ranke 38, 165; eben weil sie (die religion) bindet, erzieht, ... ist sie göttlichen urprungs, oder sie wäre eine einbildung übelberathener narren P. de Lagarde 85. verengt: übelberatene tochter a daughter ill-matched Ludwig teutsch.-engl. wb. (1765) 1779.
 
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übelberedt, adj., ich hätte es auch widerredet, aber ich dorffte meiner übelberedten zunge diese verrichtung nit auftragen Birken ostländ. lorbeerhäyn 95.

[Bd. 23, Sp. 34]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) übelberitten, adj., es ist ... ein gemein sprichwort: vbelberitten, will allweg da vornen sein Boltz Terenz deutsch (1539) A 2a.
 
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übelberüchtigt, adj., diffamatus Steinbach (1734) 2, 291; die in een kwaaden naam, een kwaad blaadje staat Kramer d. holl.-wb. (1787) 464c; übelberüchtigter mann, a man ill spoken of Ludwig teutsch.-engl. wb. (1765) 1779; solte der eine übelberüchtigte sternsehers-tochter heuraten wollen? A. U. v. Braunschweig Octavia 2, 443; hier auch die form übelberucht z. b. 1, 392; nach dieser idiosynkrasie habe ich mir einen ... abweichenden charakter jener ... übelberüchtigten philosophen gemacht Jacobi 1, 373; herr trotzkopf ... geräth ... des abends in ein übelberüchtigtes haus Gottsched crit. dichtkunst (1751) 163. prädicativ: die latinische küste war wie Tyrrhenien wegen seeräuberey übelberüchtigt Niebuhr röm. gesch. 2, 240.
 
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übelberufen, adj., qui male audit Steinbach (1734) 2, 308; das hinlänglich übelberufene wesen des in andern stadttheilen üppig wuchernden Berlinerthums kannte er nicht Gutzkow werke 1, 22; meist bei personen: helle entrüstung erregte es, als der übelberufene Hassenpflug ... als rat beim obertribunal versorgt wurde Prutz preusz. gesch. 4, 203.
 
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übelbezeiglich, adj., flagitiose, pessime agens; gegensatz wolbez.: studiosus, benignus, industrius Stieler (1691) 2609.
 
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übeldäuen, v., ein magen zu weilen übeldeyet, deswegen aber nicht unterläßt, die speise zu behalten Harsdörffer sekret. 1, Uuu 5b.
 
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übeldäuig, adj.: er (der schnabelfisch) hat ein zartes, wohlschmeckendes fleisch, fast dem lachse und forellen gleich, ist aber dabey übeldauig und blehhaftig Chomel ökon. lex. 8, 935.
 
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übeldäuung, f., dyspepsia Chomel 8, 2191; so ists ein zeichen, das wegen vbeldawung desz magens solche rote dempff auffwerts ins haupt steigen Paracelsus chirurg. schr. 743c.
 
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übeldenkend, adj., malevolus: die übeldenkenden schurken sind geflüchtet Zschokke 2, 96;

sie könnte doch
in übeldenkenden gefährlichen
verdacht erregen
Herder 25, 291.

 

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