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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
übelbegnügt bis übeldäuen (Bd. 23, Sp. 33 bis 34)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) übelbegnügt, adj.: gott hat geboten, das man die übeltähter ungestrafft nicht lassen solte. was für ein hochschädliches exempel der nachfolge würde allen frevelhafften u. übelbegnügten wagehälsen gereicht, wenn solche untahten keinen henker fühlen solten? Butschky Pathmos 852.
 
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übelbehagen, n., unbehagen: in ihrem (der Liefländer barone) übrigens sehr guten deutsch lernte ich ein studentenwort für das übelbehagen nach einem rausche, das nicht übel paszt: 'katzenjammer' brief vom jahre 1805 in zs. f. d. wortforsch. 1, 77; einmal zuvor war, auszer etwa leichten kopf- und zahnschmerzen, jedes andre übelbehagen mir ganz unbekannt Bräker 1, 56.
 
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übelbeleumundet, adj., von schlechtem rufe s. o. th. 1 sp. 1447.
 
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übelbelohnt, adj., Antiochus ... kauffte daher seinem übelbelohnten stadthalter Theodotus die städte Seleucia und Ptolomais ab Lohenstein Arminius 1, 864b; dieses ist ... ein traum, der ... sich von klugen, ... auf übelbelohnte verdienste und dergleichen mehr geschickt auslegen (läszt) Ph. Hafner 1, 34; ein spottlied auf die bauern und ihren im jahr 1525 übelbelohnten aufruhr steht in Falkenstein Herder 25, 320.
 
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übelberaten, adj., onvoorzigtig, onbescheiden Kramer d. holl. wb. (1787) 464c; die übelberathene seele Bodmer Noah 318; unglücklich, übelberathen, von tausend teufeln besessen Göthe 45, 26 Weim.; sie (die Sorbonne) verwarf die meinung, dasz man einem könig den gehorsam versagen könne, weil er von dem papst noch nicht anerkannt sei, als eine ausstreuung bösgesinnter und übelberathener leute Ranke 38, 165; eben weil sie (die religion) bindet, erzieht, ... ist sie göttlichen urprungs, oder sie wäre eine einbildung übelberathener narren P. de Lagarde 85. verengt: übelberatene tochter a daughter ill-matched Ludwig teutsch.-engl. wb. (1765) 1779.
 
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übelberedt, adj., ich hätte es auch widerredet, aber ich dorffte meiner übelberedten zunge diese verrichtung nit auftragen Birken ostländ. lorbeerhäyn 95.

[Bd. 23, Sp. 34]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) übelberitten, adj., es ist ... ein gemein sprichwort: vbelberitten, will allweg da vornen sein Boltz Terenz deutsch (1539) A 2a.
 
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übelberüchtigt, adj., diffamatus Steinbach (1734) 2, 291; die in een kwaaden naam, een kwaad blaadje staat Kramer d. holl.-wb. (1787) 464c; übelberüchtigter mann, a man ill spoken of Ludwig teutsch.-engl. wb. (1765) 1779; solte der eine übelberüchtigte sternsehers-tochter heuraten wollen? A. U. v. Braunschweig Octavia 2, 443; hier auch die form übelberucht z. b. 1, 392; nach dieser idiosynkrasie habe ich mir einen ... abweichenden charakter jener ... übelberüchtigten philosophen gemacht Jacobi 1, 373; herr trotzkopf ... geräth ... des abends in ein übelberüchtigtes haus Gottsched crit. dichtkunst (1751) 163. prädicativ: die latinische küste war wie Tyrrhenien wegen seeräuberey übelberüchtigt Niebuhr röm. gesch. 2, 240.
 
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übelberufen, adj., qui male audit Steinbach (1734) 2, 308; das hinlänglich übelberufene wesen des in andern stadttheilen üppig wuchernden Berlinerthums kannte er nicht Gutzkow werke 1, 22; meist bei personen: helle entrüstung erregte es, als der übelberufene Hassenpflug ... als rat beim obertribunal versorgt wurde Prutz preusz. gesch. 4, 203.
 
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übelbezeiglich, adj., flagitiose, pessime agens; gegensatz wolbez.: studiosus, benignus, industrius Stieler (1691) 2609.
 
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übeldäuen, v., ein magen zu weilen übeldeyet, deswegen aber nicht unterläßt, die speise zu behalten Harsdörffer sekret. 1, Uuu 5b.

 

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