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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
tyrannischerweise bis tyriacksmann (Bd. 22, Sp. 1993 bis 1997)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) tyrannischerweise, adv., s. unter tyrannisch 1 c und 2 c α.
 
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tyrannischkeit, f., tyrannei, mndl. tyrannicheyt Verwijs-Verdam 8, 371; abstraktum zu tyrannisch (die schreibung -ig erklärt sich wohl aus dem zusammenfall des -ig und -i[s]ch im norddt. sprachgebiet, s. Wilmanns dt. gr. 2, 491 u. vgl. mndl. tyrannich neben tyrannighe Verwijs-Verdam 8, 370). — vereinzelt in älterer nordostdt. sprache für 'tyrannei': mit was tyrannigkeit des genanten hohmeiers ... die eingesessene dieser lande vberweldiget vnd bedranget Schütz hist. rer. prussic. (1592) 300b (buch VI).
 
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tyrannischlich, adv., mndl. tyrannichlick Verwijs-Verdam 8, 370 s. v. tirannich (vgl. auch ä. dän. tyranlig, tyranniskelig Kalkar 507 f. u. me. tyrantly, tyranlie Murray 10, 1, 563); zu tyrannisch (1 c bzw. 2 c) mit verstärkendem adverbialsuffix gebildet (wohl nach analogie der geläufigen suffixverbindung -ig-lich, s. Wilmanns dt. gr. 2, 489). — 'in der art eines tyrannen, despotisch': tyrannischlich handeln Seb. Münster cosmogr. (1564) 330; tyranniglich handeln ebda 1157; und die iren gewalt, nicht allein czu allerlei unbillichen beschwehrungen der frommen ... sondern auch czu vorgissungen unschuldigen blutes tyrannicklich misbrauchen Mich. Friedwald apweichunge d. lande Preusen [!] (1578) A 2a; mit der suffixgestalt -lichen (s. Wilmanns dt. gr. 2, 477 u. vgl. adv. tyrannischen s. v. tyrannisch): tyranniglichen ermordet Burkard Waldis (1551) bei Gombert bem. u. erg. (1878) 15.
 
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tyrannisieren, vb. , entlehnung aus frz. tyranniser mit dem geläufigen lehnsuffix -ieren, die auch in den anderen germ. sprachen üblich geworden ist (ndl. tiraniseeren, norw.-dän. tyrannisere, schwed. tyrannisera; im engl. mit engerem anschlusz an die frz. form: tyrannize). seit dem 16. jh. bezeugt (ä. orthographische varianten: thyranisieren H. Sachs 1, 224 lit. ver.; tyrannisiren H. Sachs s. u. 1 b; Chr. Weise polit. redner [1677] 64; Göthe s. u. 2 a; Rosegger u. Pückler s. u. 2 c; tyrannisirn Luther 34, 1, 569 W.; C. Huberinus [1557] s. u. 1 d; tyrannisyrn C. Hedi ochron. germ. [1530] m 5b; thirannisiren H. Sachs s. u. 1 a; tirannisiren Luther 34, 1, 569 W.; Schubart w. 8, 217 Strausz; gelegentlichvielleicht mit anlehnung an lat. tyrannizare — auch tyrannizieren Pauli schimpf u. ernst 126 Österley; M. Zell christl. verantw. (1523) V 1a; die partiz. kurzform tyrannierent (1521) Judas Nazarei vom alten u. neuen gott 53 ndr. steht vereinzelt, vgl. jedoch ä. dän. tyrannere Kalkar 4, 507).
1) 'despotisch (als tyrann) herrschen'; in verschiedener anwendung (s. auch dt. wortgesch. 2 [1943] 20 Maurer-Stroh).
a) 'despotisch regieren, willkürlich u. gewalttätig herrschen':

[Bd. 22, Sp. 1994]


wo ein thirann gleich ungeirt
mit gwalt ein zeyt thirannisirt,
eim volck zufügt angst, wee und schmertz,
nimbt im doch gott entlich das hertz
H. Sachs 2, 136 lit. ver.;

dieweil dieser hohmeister seines gefallens tyrannisierte, bescherete doch der liebe allmechtige ... den bedruckten vnterthanen zimliche nahrung Schütz hist. rer. prussic. (1592) r 2a (buch 2); ward ... erstochen anno MCCCLXXII als er tyrannisiert hat 23 jaar Stumpf Schwytzerchron. (1606) 14b. häufig mit präpositionaler ergänzung, lokal:

Cambises ...
inn Persia tyrannisiert
H. Sachs 2, 95 lit. ver.;

in den zeiten was bey dem wald Libanum ein grosse mechtige statt, Enos genant, darin woneten die hlden vnd risen, vnd herscheten oder tyrannisierten über die gantze weldt, von vndergang bisz z auffgang der sonnen Seb. Münster cosmogr. (1550) 41a; Alba in den Niederlanden tyrannisirt hat Schupp schr. (1663) 57; mit persönlichem präpositionalobjekt:

ein gottloser, wo der regiert,
ubr ein arm volck tyrannisirt,
der ist ein grimmer löw gefehr
H. Sachs 19, 354 lit. ver.;

Vittoldus, ein hertzog in der Littaw, tyrannisierte dermassen vber seine arme vnterthanen, dasz er jhrer viel nötigete, sich selbs zu erhencken Heyden Plinius (1584) 163; aber nichts desto weniger wider die christen grausamlich tyrannizieret und gewtet W. Bütner epitome historiar. (1596) 85a.
b) '(als eroberer) grausam wüten, verwüsten': und wie jtzt die Türcken grausamlich tyrannisiret haben Luther 28, 687 W.; welche jhm ins land gefallen, und darinnen dermassen tyrannisireten, das sichs ansehen liesz, sie wrden den knig daraus vertreiben M. Bapst v. Rochlitz krieges spiegel (1597) b 1a; dero herrschafft ... ist ... gerst, dem an der Donau tyrannisirenden erb-feind ... feuer zu kosten zu geben S. v. Birken verm. Donaustrand (1684) vorr. 3; vereinzelt auch auf tiere bezogen:

wann sie der göttliche weingart
zerrissen wer elender art
von den sewen und wilden thieren,
die also thetn tyrannisiren,
und den weinstock gottes zerbrechen
H. Sachs 18, 316 lit. ver.


c) 'despotisch walten', vom willkürlichen, gewalttätigen treiben des adels, der offiziere u. a. machthaber des gesellschaftlichen lebens: ist er (L. Opimius) der fürnemst under den edlen gewesen, so wider den gemeinen mann tyrannisiert hat Polydorius Sallust (1565) 73a; wie ... hauptmnner tyrannisierten vnd die leüt vber türckische tyranney plagten Nas eins vnd hundert (1567) 4, 140b;

zu welchen schlimmen bossen schnell
mich (den zur hölle verdammten junker) brachte meine Jesabel,
die mir stets in die ohren blies
vnd mich tyrannisirn hies
Ringwald christl. warnung (1589) g 2b;

oft halfen sie einander gegen ... eines tyrannisirenden brgers drckende gewalt J. v. Müller s. w. (1810) 1, 49.
d) metaphorisch, insbesondere vom walten des teufels, todes und glückes: so wirdt ein zeit sein werden, da er (der tod) nit mehr uber uns zu gebieten, zu herrschen und zu tyrannisirn haben wirdt C. Huberinus mancherlei form zu predigen (1557) 112a; drumb musz man mit den Jesuwidern den Endechrist nicht in Vtopia vnd Schlauraffenland suchen, noch sich träumen lassen, er sey noch nicht an den tag kommen, sondern wissen, dasz er schon lang tyrannisiret vnd viel verführet habe Mich. Walther erläuterung d. proph. Daniel (1645) 2, 47; überall tyrannisirt das glück Bode Montaigne (1798) 4, 592; gelegentlich auch sonst: der fast allgemeine schlechte geschmack in gärten, der wie jede andre mode tyrannisirt, thürmt vor seinen (des gartenkünstlers) entwürfen neue hindernisse auf Hirschfeld anm. üb. d. landhäuser u. d. gartenkunst (1773) 127; man verachtet jeden menschen, wenn er im

[Bd. 22, Sp. 1995]


affekt ist ... weil die menschheit herabgesetzt ist, und die thierheit auf dem throne sitzt und tyrannisirt Hippel lebensl. (1778) 1, 262.
e) gelegentlich auch auf eine einzige willkürhandlung bezogen (vgl. tyrannei C), 'tyrannisch handeln': wan ich (der zur hölle verdammte fürst) schluge und tyrannisirte, wurde es eine tapfferkeit geheissen Moscherosch gesichte (1650) 1, 618; tyrannisieren crudeliter agere Dentzler clavis ling. lat. (1716) 293a.
2) 'despotisch beherrschen bzw. behandeln'.
a) 'gewalttätig beherrschen, despotisch unterdrücken':

das sie (d. obrigkeit) mit tugentreycher hand
ir unterthan weiszlich regier,
nicht gewaltsam tyrannisier
H. Sachs 9, 208 lit. ver.;

ist nit ... die arme gemeinde Christi mit weltlichen thummen starrkpffen besetzet: die ... als könige vnd fürsten daher gehen, vnd daz arme hufflein mit ehrsucht, geitz vnd neyd herschen vnd tyrannisiren? Moscherosch insomnis cura parentum 118 ndr.; dieser hochmthige mann ... tyrannisirte im namen des knigs das volk neue schausp. (1771) 43; wir (Niederländer) sind nicht gemacht, wie die Spanier, unser gewissen tyrannisiren zu lassen Göthe I 8, 180 W.; die stadt (Florenz) war reif, tyrannisirt zu werden Herman Grimm Michelangelo (1890) 2, 163.
b) 'grausam unterjochen, knechten': götter haben sey nur ein vorrecht der bessern Aegyptier: und das, um es (das volk Israel) mit so viel grösserm anscheine von billigkeit tyrannisieren zu dürfen Lessing 13, 417 L.-M.; die nazis bemächtigten sich des zeichens (V), deuteten es in 'Victoria' um und zwangen schamlos die schlimmer als Holland tyrannisierte Tschechoslowakei ... überall das prahlerische ... siegeszeichen vor augen zu haben Klemperer l. t. i. (1949) 227.
c) 'despotisch behandeln, schikanieren, quälen'; allgemein vom verhalten des mächtigeren gegenüber untergebenen, schutzbefohlenen oder schwächeren; in präpositionaler konstruktion bereits bei H. Sachs:

dargegen sol ein biderman
mit seym weib nicht tyrannisieren,
sonder sie mit vernunfft regieren 5, 258 lit. ver.;

er (der ehemann) tyrannisiret seine unschuldige Juliane auf das unwürdigste und hat recht seine lust sie zu quälen Lessing 9, 406 L.-M.; glaubst du, mutter, ich werde mich vom manne auch so tyrannisiren lassen wie du? Rosegger schr. I 15 (1903) 68; häufig vom verhalten der eltern:

tyrannisiret nicht, ihr mütter,
der töchter herz
Gotter ged. 1 (1787) 150;

die kinder (durch vereitelung der heirat) zu tyrannisieren (25. 2. 1860) G. Keller br. u. tageb. 2, 495 Erm.; des lehrers oder dienstherren: nur der (mein hofmeister) soll mich tyrannisieren und kommandieren und maltraitieren (15. 3. 1843) L. v. Gall in L. Schücking br. 222 Muschler; ich hatte meinen eigenen diener, den ich ... mit angeborenem beruf, den herrn zu spielen, quälte und tyrannisirte Holtei erz. schr. 2 (1861) 89; ihn (den schüler Buddenbrook) zu tyrannisieren Th. Mann Buddenbrooks (1952) 767; sowie vom unduldsamen, herrschsüchtigen verhalten seinen mitmenschen gegenüber: so liegt es in der natur solcher personen, als jungfer Deborah Wilkins, geringere leute zu misshandeln und zu tyrannisiren Bode Thom. Jones (1786) 1, 43; zwischen den älteren frauen, die ... die gesellschaft beherrschten und tyrannisirten, und zwischen dem grafen Eichengrün war ... der krieg erklärt Holtei erz. schr. 8 (1861) 213; als er sie (seine schwächeren kameraden) nicht tyrannisirte, wurden sie ihm gut und anhänglich ebda 19 (1862) 108; da (auf dem oberen bürgli) hause ich im obersten stockwerk mit meiner schwester Regula, welche allerlei unzulängliche versuche anstellt, mich zu tyrannisieren (19. 7. 1877) G. Keller leben, br. u. tageb. 3, 220 Erm.; gelegentlich im

[Bd. 22, Sp. 1996]


abgeschwächten sinne von 'belästigen, behelligen, plagen': niemand will mich mehr tyrannisiren, und ungehindert werden des leibes bedürfnisse befriedigt (1824) Pückler briefw. u. tageb. 6 (1874) 214.
d) metaphorisch in verschiedener an 2 a-c anschlieszender anwendung; 'unterjochen, unterdrücken', vom beherrschenden zwang menschlicher leidenschaft: freylich sind sie sklaven ... ihrer eignen begierlichkeit, von deren sie dann grausamlich tyrannisirt werden S. v. Birken ostländ. lorbeerhayn (1657) 35; da (wo leidenschaft herrscht) wird dann ... der natrliche trieb zur menschenliebe schrecklich tyrannisirt Jung-Stilling s. schr. (1835) 5, 285; geistiger wesenheiten: bei frauenzimmern ist dies wohl weniger treffend, weil sie gar zu sehr von der mode tyrannisiert werden Knigge rom. m. lebens (1781) 2, 26; tyrannisirt etwa die konvenienz die natur darum weniger Schiller 2, 342 G.; denn von dem gesetz ... was diese (die gesellschaft) tyrannisirte, hatte er sich losgemacht Alexis ruhe (1852) 1, 69; auch im sinne von 'quälen, plagen', so von krankheit und schmerz: der schnupfen tyrannisirt mich schon seit 8 tagen (26. 3. 1789) Schiller br. 2, 263 Jonas; mein eigenes ungemach war vergessen über dem schmerz, von dem ich dieses wesen (ein junges mädchen) tyrannisiert sah Ludwig ges. schr. (1891) 2, 431.
 
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tyrannisierung, f., nomen actionis zu tyrannisieren (vgl. schwed. tyrannisering), vereinzelt im frühen nhd. (zu tyrannisieren 1 b): ein patent ... in welchem er ihnen die tirannisierung, vergewaltigung, erpressete ... schatzung ... zu gemth fhrete Chemnitz schwed. krieg 1 (1648) 77.
 
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tyrasz, m., 'zum fangen von wildgeflügel bzw. saufang bestimmtes decknetz, s. teil 11, 1, 1, sp. 505 s. v. tirasz, sowie Dombrowski dt. waidmannsspr. (1939) 232; Lindner gesch. d. dt. weidwerks 2 (1940) 261 u. 309; und vgl. auch tyrassi(e)ren u. ndl. tiras; dän. tyras.
 
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tyraszhund, m., 'ein hund, der auf das fangen der vögel mit dem tyrasz abgerichtet, und dabey zu gebrauchen ist' Weber allg. ökon. lex. (1838) 603; s. u. tyrassieren.
 
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tyrassi(e)ren, vb., ndl. tirasseeren, entlehnt aus frz. tirasser 'mit dem streichgarn jagen' (s. Gamillscheg etym. wb. d. frz. spr. 845); 'mit dem tyrasz etwas decken' (Heppe jäger [1779] 371): mein obrister ... name mich einmal mit, als er auszspatzierte feldhüner zu fangen mit dem tyras ...; dieweil aber der vorstehende hund so hitzig war, dasz er einzufallen pflegte, ehe man tyrassiren konte, deszwegen wir dann wenig fangen konten, da gab ich dem obristen den rath ... Grimmelshausen Simpl. 156 Scholte; bey dem frischen schnee werden die reb-hhner annoch mit dem weiten schneegarn tyrassiret Fleming vollk. teutsch. jäger (1719) 361; will man mit diesem apparate (deckgarn, tyrasz) rebhühner oder fasanen fangen, so läszt man den vorstehhund die rebhühner ... aufsuchen, und wenn er vor ihnen steht, so ruft oder pfeift man ihn ab, ... und zieht nun den tyrasz ... über die hühner ...; auf diese art kann man auch fasanen, wachteln und becassinen tyrassiren Hartig lex. f. jäger u. jagdfreunde (1861) 111. vereinzelt auch als terminus beim saufang: auch nennt man es tyrassiren, wenn man mehrere menschen ein saugarn im zirkel um eine gelagerte sau herum ziehen ... und die nachher aufgeschreckte sau in diesem garn fangen läszt Hartig forst- u. weidmannsspr. (1821) 178 (ähnlich bei Laube jagdbrevier [1841] 294); tyrassiren der sauen Hartig lex. f. jäger u. jagdfreunde (1861) 552.
 
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tyriack, m., nebenform zu theriak (s. teil 11, 1, 1, sp. 367, sowie teil 2, sp. 1373 s. v. dreiaker und Rosenqvist d. frz. einfl. auf d. mhd. spr. [1932] 237): nim ... den pfilonium vnd den tyriack mitt dem überigen wasser, vnd schütt sye dann zesamen daz es ein tranck werd Gersdorff wundarzney (1517) 51c; ehrenbreiss ... drey oder vier loht mit ein wenig tyriack vermischet vnd getruncken Bock kreutterbuch (1587) 77a; an eim volgenden jahrmarck kam

[Bd. 22, Sp. 1997]


noch ein ander frembder, wie man sie nennet, störger und tyriacksman, der rühmet grosz von seinem tyriack Kirchhof wendunmuth 2, 166 lit. ver.; nimm 3 loth gestossenen ingber oder pfeffer, ein halb loth tyriac, von 20 eyern das weisse Walther pferde- u. viehzucht (1658) 107. bildlich: szo hab ich eyn tyriack, nempe Christum Luther 17, 1, 72 W.; frlich seyn vnd alle sache gott befehlen ist ein guter tyriack vnd hertzstercke Petri d. Teutschen weiszh. (1605) Ee 2a.
 
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tyriackskrämer, m., vereinzelt statt theriakskrämer (s. teil 11, 1, 1, sp. 367 s. v. theriak und teil 2, sp. 1373 s. v. dreiaker): ein ander tyriacks- oder wurtzelkrämer ... gieng dahin, da eben der meister ... auff einem ... hengst haltende, sprach zu ihm Kirchhof wendunmuth 2, 165 lit. ver.; vnd die thiriackskremer vogel greiffen schmaltz fr eine ntze salbe verkauffen Rollenhagen indian. reisen (1603) 224; galgenleyter, tyriaxkrmer, schlangeklemmer Fischart aller prakt. groszm. 11 ndr.
 
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tyriacksmann, m., wie tyriackskrämer (s. dort): an eim volgenden jahrmarck kam noch ein ander frembder, wie man sie nennet, störger und tyriacksman Kirchhof wendunmuth 2, 166 lit. ver.; es ist nicht alles zucker im kram, was ein jeder tyriacksman auszrufft Petri d. Teutschen weiszh. (1605) Bb 4a;

[Bd. 22, Sp. 1998]


ein krämer und tyriacksmann,
der all kranckheit wol heylen kan
Jac. Ayrer dramen 4, 2540 lit. ver.

 

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