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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
tympf bis typisch (Bd. 22, Sp. 1957 bis 1960)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) tympf, m., polnische münze, s. timpf teil 11, 1, 1, sp. 501.
 
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typ, m., 'grundform, muster' s. u. DWB typus.
 
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typ, n., 'lichtbild' wohl zu älterem Daguerreotyp (s. Schulz-Basler dt. fremdwb. 1, 122 u. 2, 508) gebildete kurzform; vereinzelt als modewort bezeugt (s. typbild u. typen): das typ ist ähnlich, wenn man es länger ansieht, aber hübscher ist sie (frau Stolberg) doch wie das bild (6. 3. 1851) Bismarck br. a. s. braut 250 Bism.; ebda 248 auch typchen n.dazu: typbild, n., lichtbild, s. auch DWB typen: als ich eben an dich geschrieben und zu bett gegangen war, gab dein typbild, das über meinem bett hängt, ein geräusch (12. 1. 1846) Th. Storm br. a. s. braut 182 Storm.
 
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type, f. , unter einflusz des frz. type aufgekommene nebenform von typus (s. dort u. vgl. stereotyp[e] teil 10, 2, 2, sp. 2455), die wegen ihrer endung als femininum erscheint, s. Seiler entwicklg. d. dt. kultur i. spiegel d. dt. lehnworts 4 (1912) 510. type wird vor allem als terminus des buchdrucks üblich und scheidet sich damit auch bedeutungsmäszig von typus (Speranders glossierung typus vorbild, entwurf, merckmal, it. die buchdruckerschrift [1728] 764 steht vereinzelt), während schwed. typ, engl., ndl., norw.,

[Bd. 22, Sp. 1958]


dän. type ebenso wie frz. type den wortsinn von typ(us), m., und type, f., umfassen.
1) 'gegossener druckbuchstabe': mit deutschen typen gedruckt magazin d. neuest. engl. u. dt. moden (1793/94) 1, 458; wie nun die typen von Meisters lehrjahren erst auseinander genommen werden müssen, um die wanderjahre damit zu drucken A. v. Arnim s. w. (1846) 15, 268; Hüffer (verleger) hat ganz neue typen dazu (für den druck von Annettes werken) kommen lassen (1. 8. 1838) A. v. Droste-Hülshoff br. 1, 306 Schulte-K.; die typen ... sind vierseitige ... stäbchen aus schriftmetall Karmarsch-Heeren techn. wb. (1877) 2, 125; das buch ist mit vorzüglichen typen gedruckt d. grosze Duden, stilwb. d. dt. spr. (1934) 552 Basler; in poetischer wendung: der menschheit edelstes recht, das recht der freien rede und der freien type Kosegarten rede a. Napoleonstage (1809) 37.
2) '(gedruckter) buchstabe, letter': als ihn die augen schmerzten von den kleinen griechischen typen, begab er sich aus dem heidenthume in christliche gegenwart, schlosz das buch Holtei erz. schr. 6 (1861) 196; ich schlug blindlings auf, und auf der linken seite stand: 'die karyophyllazeen'; die typen stehen noch deutlich vor mir Fontane ges. w. (1920) II 2, 379.
3) umgangssprachlich gelegentlich statt typ(us) gebraucht: wer die Sachsen kennt, weisz, dasz man sich zwischen diesen beiden gegensätzlichen typen (sentimentaler und energischer typus) beständig hin und her bewegt; doch ist die Günther-type (die durch dr. Günther verkörperte energische art) viel häufiger, was ein glück ist Fontane ges. w. (1920) II 2, 101; so nehm'ich ihn (Toldy) denn als type (als vertreter einer besonderen bzw. absonderlichen art), folg' ihm liebevoll auch in seinen schwächen ders., ges. w. (1905) I 4, 147; (Wasserminna war) eine unverwüstliche Berliner type, herz und mund auf dem rechten fleck, wie aus meister Zilles skizzenbuch herausgeschnitten umschlagtext zu Paula Busch Wasserminna (1950). Eilenberger pennälerspr. 20 bucht type als bezeichnung für einen sonderbaren, eigenartigen menschen (vgl. auch ndl. een raar type een eegenaardig persoon Dale 2, 1807); im westl. Erzgebirge auch als anrede bezeugt: du type Müller-Fraureuth 2, 766.
 
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typen, vb., 'abbilden, photographieren', burschikose bildung des 19. jhs., s. Seiler entwicklg. d. dt. kultur i. spiegel d. dt. lehnworts 4 (1912) 270; Eilenberger pennälerspr. 20; Basler studentenspr. (1910) 18; Meyer d. richtige Berliner (1904) 121, sowie unter 2typ, n.; nur vereinzelt nachweisbar: sie (Elisabeth) habe sich einmal typen lassen und ... sei so häszlich wie ein 'pavian' geworden (3. 3. 1881) Bismarck br. a. s. braut 246 Bism.; vergisz nicht, dich ganz von der seite typen zu lassen (4. 8. 1846) Th. Storm br. a. s. braut 302 Storm.
 
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typenhaft, adj., 'einem typus (1) zugehörig, typisch' (1): das unveränderliche und typenhafte J. G. Kohl alpenreisen bei Sanders 2, 2 (1865) 1405; mit dem beisinn von 'formelhaft, unpersönlich': sie (Bernadette) sagt einmal zu (der nonne) Nathalie: 'man hat mir halt diese krankheit geschickt, weil man gar nichts andres mit mir anzufangen weisz ...' in diesen lächelnden worten steckt keine spur von typenhafter demut ... diese antwort kam nicht aus der demut, sondern aus einer noch selteneren tugend, aus der herbsten, der nüchternsten selbsteinschätzung Werfel Bernadette (1948) 451.
 
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typenmuster, n., als wiedergabe von engl. typesample in der kaufmannssprache aufgekommen, s. A. Schirmer wb. d. dt. kaufmannsspr. (1911) xli und 194 sowie Agnes Bain Stiven Englands einfl. a. d. dt. wortschatz, diss. Marburg 1936, 54 (daneben findet sich typ im sinne von 'sorte', s. ebda).
 
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typhon, m., 'wirbelsturm', über frz. typhon (s. König überseeische wörter im frz. [1939] 208 anm. 2, sowie Bloch-v. Wartburg dict. étym. de la langue française

[Bd. 22, Sp. 1959]


[1950] 626) bzw. lat. tȳphōn auf griech. τυφών 'wirbelsturm' zurückgehend, das zu einer idg. wurzel dheu- 'stieben, wirbeln' mit bh-erweiterung gehört, (s. Boisacq dict. étym. d. l. langue grecque 995 u. Walde-Pokorny 1, 840; über die in der antike mit typhon verbundenen mythologischen vorstellungen und deren orientalische quellen s. Zacher in: zfdph. 30 [1898] 289-301; Seippel d. typhonmythos, diss. Greifswald 1939, insbesondere kap. IX, und Otten vorderasiat. mythen als vorläufer griech. mythenbildg. in: forsch. u. fortschr. 25 [1949] 145-147): könfftige wind mag er (der meyer) an folgenden vorwarnungen erkennen ... wann der wind typhon (le vent typhon) genant, welcher die sturmwind zuerregen pfleget, heftig prauset vnd die lufft voll dicker, tunckeler wolcken ist Sebiz feldbau (1580) 43. typhon, das auch in die übrigen germ. dialekte gedrungen ist (ndl.-engl. typhon; norw.-schwed. tyfon), wird jedoch im dt. nicht geläufig; das in neuerer überlieferung gelegentlich auftretende typhon 'wirbelsturm in ostindischen bzw. chinesischen gewässern' (Heine s. w. 3, 481 Elster; Grabbe s. w. 4, 592 Bl.) ist wohl lediglich als orthographische variante des an die engl. form typhoon (s. Murray 10, 1, 559) anschlieszenden taifun (s. Kluge seemannsspr. [1911] 771; Lokotsch etym. wb. [1927] 157; sowie bei Dornseiff d. griech. wörter i. dt. [1950] 36) aufzufassen.
 
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typhös, adj. , ndl. typheus, engl. typhous, norw. tyfos, schwed. tyfös.
1) '(nach wesen und herkunft) dem typhus zugehörig': manche arten der letzteren (der bösartigen geschwülste), die typhöse, die scrophulöse ... bilden ein streitiges grenzgebiet Sömmerring bau d. menschl. körpers 8, 1 (1845) 229; da erkrankte ich an einem typhösen fieber Holtei erz. schr. 37 (1866) 229; ich wuszte, dasz sie an einem typhösen fieber erkrankt war (11. 8. 1908) Rilke br. 1907 -14 (1938) 37.
2) 'typhuskrank': Schönlein hat auf die mikroskopischen krystalle in den excrementen typhöser aufmerksam gemacht und glaubte, sie zur diagnose des typhus benutzen zu können Sömmerring bau d. menschl. körpers 6 (1841) 7.
 
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typhus, m., latinisierte form des griech. τῦφος (zur idg. wurzel dheu-bh 'stieben, rauchen' gehörig, s. u. typhon; urspr. 'qualm, rauch', dann 'umnebelung der sinne, albernheit', bereits bei Hippokrates als bezeichnung einer krankheit, der blödsinnskrankheit, s. Seiler entwicklg. d. dt. kultur i. spiegel d. dt. lehnworts 3 [1910] 402 u. Dornseiff d. griech. wörter i. dt. [1950] 58), die im 19. jh. als medizinischer terminus üblich geworden u. auch in die anderen germ. sprachen (ndl.-engl. typhus, norw.-schwed.-dän. tyfus) sowie ins romanische (frz. typhus, port. typho, it.-span. tifo) und slavische (poln. tyfus, russ. tif, bulg. tifus) entlehnt worden ist. — 'bezeichnung verschiedener fieberhafter infektionskrankheiten, die gewöhnlich mit schweren störungen des bewusztseins verlaufen, typhus schlechtweg gewöhnlich t. abdominalis unterleibstyphus ...' (H. Volkmann med. terminologie [1948] 978): da die seuche ... nichts anderes als ein gewöhnlicher typhus gewesen zu seyn scheint Niebuhr röm. gesch. (1811) 3, 477; im typhus und anderen krankheiten des unterleibes ..., sieht man lauter weit offene bälge (von drüsen) Sömmerring bau d. menschl. körpers 5 (1844) 84; mein literarischer freund professor Emil Kuh, der immer halsleiden hatte, ist jüngst unverhofft am typhus gestorben (6. 1. 1877) G. Keller br. u. tageb. 3, 192 Erm.; typhus, gelbes fieber, selbst cholera, jeder krankheitsverlauf braucht seine zeit Werfel geschw. v. Neapel (1931) 339; wir haben (im lazarett) flecktyphus und einfachen typhus A. Zweig einsetzung e. königs (1950) 122. vereinzelt auch metaphorisch, in der allgemeineren bedeutung 'seuche' gebraucht: unser (Annettes u. d. fürstbischofs von Diepenbrock) gemeinschaftliches vaterland ist bisher gottlob frei vom allgemeinen typhus der demoralisation (1845) A. v. Droste-Hülshoff br. 2, 400 Schulte-K.dazu: typhuskrank, adj., substantiviert: Scherer fand kohlensaures

[Bd. 22, Sp. 1960]


ammoniak in dem aus der ader gelassenen blute eines typhuskranken Sömmerring bau d. menschl. körpers 8, 1 (1845) 56; im november (1813) hatten wir (in Weimar) fünfhundert typhuskranke — bei einer population von sechstausend seelen Th. Mann Lotte in Weimar (1946) 216.
 
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typisch, adj. , charakteristisch, vorbildlich; ableitung des 18. jhs. von typus, die nach lat. typicus, griech. τυπικός mit dem dt. suffix -isch gebildet wurde, s. Henzen dt. wortbildg. (1947) 204 u. vgl. ndl. typisch, norw.-dän.-schwed. typisk, sowie das an frz. typique bzw. lat. typicus anschlieszende engl. typic, typical.
1) 'einem typus (1) gemäsz, für die vertreter einer art charakteristisch, bezeichnend': die idee des schönen, womit das typische der gesichter und zum theil der tracht sich in widerstreit befindet Welcker alte denkm. (1849) 1, 60; in gleicher weise ist die baumlosigkeit ... als ein typisches merkmal der tundra überhaupt anzunehmen A. v. Middendorff sibir. reise, bei Nehring tundren u. steppen (1890) 8; Denain ist eine langgestreckte arbeiterstadt und zeigt das typische gepräge der nordfranzösischen industriesiedlungen qu. v. j. 1917; ihre (der pathologischen fälle) typischen formen hatten ... sein beklommenes nachdenken erregt Wassermann Etzel Andergast (1931) 305; jede jugendzeit kennt ihre tragischen possen, ihre maszlosigkeit, ihren überschwang und ihre sehnsucht, die sich an dingen oder personen berauscht, die unerreichbar sind ... diese typischen phasen kehren schlieszlich in jedem leben wieder E. Langgässer unauslöschl. siegel (1946) 411; die aufgabe der poetik ist es, im einzelnen werk ... die allgemeinen, typischen und objektiven elemente aufzuspüren, die über seine geschichtliche einmaligkeit hinausweisen und es in gröszere ordnungszusammenhänge einfügen Martini in: dt. philol. i. aufrisz 1 (1952) sp. 216 Stammler; prädikativ: 'typisch', sagte Ollenhauer. 'ganz typisch. davon aufhören, was wir alles angestellt haben. und dann darüber schimpfen, dasz uns die Russen immer blosz kasch zu fressen geben ...' Erich Loest jungen, d. übrig blieben (1950) 222; häufig findet sich eine präpos. ergänzung mit für: ihre (der eltern des verfassers) lebensform scheint mir dermaszen typisch für das sogenannte 'gute jüdische bürgertum', ... dasz ich mit dem bericht ihres gemächlichen und lautlosen daseins eigentlich etwas unpersönliches erzähle Stefan Zweig welt v. gestern (1947) 21; es war der geruch, der für soldatenstuben so typisch ist Erich Loest jungen, d. übrig blieben (1950) 13.
adverbiell, im sinne von 'dem typus (der für die vertreter einer art charakteristischen form) entsprechend': (das riechbein) zeigt auch nie irgend eine auffallende ähnlichkeit mit einem typisch gebauten wirbelbeine Sömmerring bau d. menschl. körpers 7 (1842) 393; bei andern minder typisch durchgebildeten gegenständen Brunn kl. schr. (1898) 3, 67; eine typisch deutsche eigenschaft ... die gründlichkeit Klemperer l. t. i. (1949) 88; bei aller sympathie, die man ihm (dem Hanauer pfarrer in Grimmelshausens 'Simplicissimus') entgegenbringt, musz man ihn einen typisch menschlichen vertreter seiner religion nennen J. H. Scholte in: zfda. 82 (1950) 3, 276.
2) einen typus (2) darstellend, vorbildlich, s. Fischer Göthe-wortschatz (1929) 900.
a) 'symbolisch, sinnbildlich' (s. DWB typus 2 a und vgl. vortypisch 'vordeutend' teil 12, 2, sp. 1802): die sämmtlichen wunder Jesu stehen bei Johannes als symbolische facta, als typische denksäulen da Herder 19, 266 S.; typisch tipico, figurativo Jagemann diz. 2 (1803) 1188; typische (mit der methode der allegorischentypologischenschriftauslegung arbeitende) theologie théologie typique Mozin wb. 4 (1856) 879; adverbiell: was man ein paar jahrtausende lang mit der bibel vorgenommen hat ... man hat sie, dogmatisch, exegetisch, typisch, mystisch, prophetisch erklärt Nicolai Seb. Nothanker (1773) 3, 65.
b) 'als charakteristischer vertreter bzw. muster alle wesenszüge eines typus (1) zeigend'.

[Bd. 22, Sp. 1961]



α) 'art-echt' (s. DWB typus 2 b): der typische neger ... ist selbst unter negern eine seltene spielart Peschel völkerkde (1874) 497 anm. 2; in seiner erscheinung war er klein und fein, typischer Sachse Fontane ges. w. (1920) II 1, 133; die jungen mädchen in diesen ... hochthälern, wie in Alpbach, in Dux und manchen ähnlichen ... sind ..., was die züge betrifft, sehr typisch Steub drei sommer i. Tirol (1895) 111; daneben behaupten sich auf Seeland sowohl wie in Schweden und Norwegen auch noch manche angehörige der alten arktischen flora, sogar typische vertreter derselben Hoops waldbäume u. kulturpfl. i. germ. altert. (1905) 26; unter den tänzern war ein älterer herr mit groszer, schmaler nase, der typische aristokrat Renn adel i. untergang (1947) 356.
β) 'stilisiert' (s. DWB typus 2 c): auch von den übrigen personen ist keine ein Eisfelder porträt, sie sind sämtlich typische gestalten, von denen jede kleine stadt, fast jedes dorf individuelle verwirklichungen aufweisen kann O. Ludwig ges. schr. 2 (1891) 6; typische gestalten hervorzuheben und in sich gerundete lebensbilder zu zeichnen, schien mir ... als am zweckmäszigsten Rosegger schr. (1895) I 4, 4.
γ) 'mustergültig, beispielhaft, repräsentativ' (s. DWB typus 2 d): ich wuszte zwar schon aus ihrem (Ludmilla Assings) freundlichen munde manches bedeutsame über dies reiche ... frauenleben (der gräfin Elisa v. Ahlefeldt); aber dasz es in solchem grade typisch und poetisch und an die höchsten ereignisse anknüpfend sei, davon hatte ich freilich keine ahnung (5. 7. 1857) G. Keller br. u. tageb. 2, 451 Erm.; es kommt wohl daher, dasz ... seine (Göthes) dichtungen ... nur selbsterlebtes schildern, das aber zugleich so in die höhe des allgemein menschlichen, des idealen und typischen zu entrücken weisz, dasz demselben alle erdschwere abgethan ist D. Fr. Strausz ges. schr. 6 (1877) 207; das typische beispiel (für den christologischen mimus, der glauben, zeremonien und martyrium der Christen zur allg. belustigung darstellt) ist der mimus des Genesius P. v. Winterfeld dt. dichter d. lat. mittelalters (1922) 512; im Dulcitius (Hrotsvits) haben wir die typische märtyrerkomödie ebda; in den typischen krankheitsfällen beginnt der typhus nach einer inkubationszeit von 1-4, meist 3 wochen d. gr. Brockhaus 19 (1934) 217; (Bach schreibt zwei passionen,) welche textlich und formell von den typischen schöpfungen jener zeit ganz abhängig sind, die aber der geist, der darin lebt, verklärt und aus der vergänglichkeit zur unvergänglichkeit erhoben hat A. Schweitzer Bach (1948) 3. auch im sinne von 'als norm geltend, im allg. angestrebt': übrigens bezeichnet die hufe nur den idealen, typischen anteil des einzelnen am ganzen gemeindegrunde Wimmer gesch. d. dt. bodens (1905) 41.

 

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