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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
turngemeinde bis turnierdank (Bd. 22, Sp. 1881 bis 1885)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) turngemeinde, f., 'gemeinschaft der turner' (Zeidler d. dt. turnspr. bis 1819 [1942] 113): jeder turner gehört zur turngemeinde (7. 10. 1818) Fr. L. Jahn br. 101 Meyer; für eine feste verbandsform, im sinne von 'turnverein': die turngemeinde in Berlin versendet soeben ihren verwaltungsbericht, der über die grösze dieses ältesten turnvereins in Berlin und der mark umfassende auskunft gibt. die turngemeinde hatte ende 1907 eine mitgliederzahl von 1188 männern tägl. rundschau (1908) 139. —
 
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turngerät, n., übungsgerät der turner (s. auch die belege bei Zeidler d. dt. turnspr. bis 1819 [1942] 113): das bewegliche turnzeug und turngerät ... ist folgendes: alles ziehzeug, lange und kurze schwungseile, springschnüre nebst beuteln und bolzen, springstäbe, gere, sattelkissen, schock- und stoszkugeln Fr. L. Jahn d. dt. turnkunst (1816) in: w. 2, 1, 103 Euler; (eschenholz) wird ... zu turngeräthen benützt Karmarsch-Heeren techn. wb. (31876) 291; barren, ein von Fr. L. Jahn eingeführtes turngerät Lueger lex. d. ges. techn. (1894) 2, 24; im hofe eines beinahe unversehrten hauses stand ein sonderbares gerät ... irgendein turngerät A. Seghers d. toten bleiben jung (1950) 552. —
 
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turngewand, n., beim turnen getragenes gewand, vgl. DWB turnergewand: zwei paar schöne turngewänder bekomme ich R. Wesselhöft Carl Ludw. Sand (1821) 160. —
 
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turnhalle, f., wie älteres turnsaal (s. dort): ein turngebäude musz auszer der eigentlichen turnhalle ... noch einige zimmer zum turnunterricht ... enthalten O. Mothes ill. baulex. 4 (1884) 385; folgende nebenräume (erweisen) sich als nötig ...: ... zeichensaal ... turnhalle Lueger lex d. ges. techn. (1894) 7, 305; zur schaukeldiele werden in manchen turnhallen auch die sturmlaufbretter hergerichtet Kregenow-Samel gerätkde (1905) 52. —
 
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turnhof, m., zum turnen bestimmter hof: bereits redebräuchlich (sind): ... turnplatz, turnfeld, turnplan, turnhof, turnstelle, turnbahn Fr. L. Jahn d. dt. turnkunst (1816) in: w. 2, 1, 13 Euler; es begann nämlich in einer der ersten turnstunden, die wir hatten, auf dem turnhof einer meiner mitschüler ... mit steinen nach uns zu werfen Wiechert wälder u. menschen (1936) 105. —
 
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turnhose, f., kurze, beim turnen getragene hose: du hast dich so verjüngt, dasz du wieder ein schüler des alten Jahn geworden und die alte turnhose angezogen (30. 11. 1850) Heine br. a. Laube 56 Wolff; (drillich wird zu) hosen (stall-, turnhosen ...) ... verwendet v. Alten handb. f. heer u. flotte (1909) 3, 233.
 
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turnier, m. und n., ritterliches waffenspiel, (wett)— kampf, disput, tumult. die mask. formen finden sich bis ins 18. jh. (s. Paul dt. gr. 2 [1917] 143 u. vgl. Bodmer rache d. schwester 512: einen turnier ... reiten), seit dem frühen nhd. allmählich gegenüber dem neutrum zurücktretend: das ritterspil und turnir ... das Aventin s. w. 4, 1, 186 bayer. akad.; adelichs thurnier Sigm. v. Birken s. u. DWB A. — mhd. turnier, turnîr, turner, türnier mhd. wb. 3, 153; Lexer 2, 1584; H. Suolahti d. frz. einfl. a. d. dt. spr. i. 13. jh., mém. de la soc. néo-phil. de Helsingfors 8 (1929) 271 s. v. turnei; A. Rosenqvist d. frz. einfl. a. d.

[Bd. 22, Sp. 1882]


mhd. spr. i. d. 1. hälfte d. 14. jhs. (1932) 248; frühnhd. turner d. heil. leben (1471); Arigo s. u. A; Pauli Keisersbergs narrensch. (1520) 30a; turnier Montanus s. u. A; Frisius dict. (1556) 238; Calepinus dict. ling. VII (1579) 210 s. v. carcer; Schönsleder prompt. (1647) Kkk 5a; daneben finden sich gelegentlich formen mit offener qualität des stammvokals: tornier Nigrinus v. zäuberern, hexen (1592) 318; Warbeck d. schöne Magelone 4 Bolte; Spreng Äneis (1610) 99b und anlautender lenis: durnîr (15. jh., Nürnberg) städtechron. 2, 25. als orthographische varianten erscheinen in hss. u. drucken des älteren nhd. formen mit th- (thurnier H. Sachs s. u. A; Zehner nomencl. [1645] 101; Kind ged. [1817] 2, 108; auch mit postvok. stellung des h: tuhrnier Schottel teutsche haubtspr. [1663] 280; thornier Luther u. Emser 2, 138 Enders), auf -yr (turnyr Luther 19, 360 W.), -ir (turnir [15. jh., Nürnberg] städtechron. 2, 25; Heupoldus dict. [1620] 379; Kramer teutsch-ital. 2 [1702] 1163c; tornir voc. rer. [15. jh., md.] Diefenbach gl. 588b; thornir Luther [1538] s. u. DWB A) sowie mit ou-schrei-bung des stammvokals (tournier qu. v. 1748 s. u. A; Ranke w. 14 [1875] 111); mnd. tornêr Lübben - Walther hwb. 411; mndl. nur in der komposition tornierspel Verwijs-Verdam 8, 591 (als simplex findet sich die form tornooy), ebenso im schwed.: tornerspel (neben torney und tornering); dän. turneer. — im 14. jh. zu turnieren gebildet, drängt turnier die ältere entlehnungsform turnei (s. dort) nahezu völlig zurück und wird als bezeichnung eines sportlichen kampfspieles oder wettkampfes ein geläufiges wort der modernen schriftsprache (nur vereinzelt mundartlich bezeugt, s. bad. wb. 1, 613 sowie die hist. belege bei Fischer schwäb. 2, 504; Schmeller bair. 1, 622 u. Schöpf tirol. 777); die ursprüngliche bedeutung 'ritterliches kampfspiel' (A) hält sich in historischer darstellung.
A. ritterliches waffenspiel; zur sachgesch. vgl. A. Schultz d. höf. leben z. zeit d. minnes. 2 (21889) 106-150; ders., dt. leben i. 14. u. 15. jh. 2 (1892) 474ff.; C. Gurlitt dt. turniere, rüstungen u. plattner i. 16. jh., diss. Leipzig 1889 u. F. Niedner d. dt. turnier im 12. u. 13. jh. (1881): do ward ain turner genomen gegen Zúrich Elsbet Stagel d. leben d. schwestern zu Tösz 77 Vetter;

das diese fürsten alle vier
solten bhratschlagen ein thurnier,
ein adeliches ritterspil
H. Sachs 2, 343 lit. ver.;

also mus auch dem jungen adel seine exercitia zugelaszen sein, dan der thornir ist sehr hubsch (1538) Luther tischr. 3, 531 W.; triumflied über ihr. hochgräfl. gd. ... gehalten adelichs thurnier und ritterspiel Sigm. v. Birken ostländ. lorbeerhayn (1657) 372;

mir schlug das herz, ich athmete turnier
Göthe I 15, 1, 262 W. (s. auch ebda 49, 38);

und turnier' und ritterspiele,
wie niemals noch Europa sie erblickt,
sind ausgeschrieben
Grabbe w. 2, 270 Blumenthal;

dort hatten die letzten ritter und die späteren feudalen herren ihre turniere abgehalten Renn adel im untergang (1947) 281. meist wird turnier speziell für das kampfspiel zu pferd gebraucht: da rait er erst inn den turner mit seinem woppen d. hl. leben i. d. winterteil (1471) 80b; unnd als offt er im turnier was, alweg sein begegenden mit sampt dem rosz z boden rennet Montanus schwankb. 185 lit. ver.; alle junge edelleute in Rom ihre geschicklichkeit bei den turniren zu pferd solten sehen lassen A. U. v. Braunschweig Octavia (1677) 2, 69; und als lanzenkampf, stechspiel (s. teil 10, 2, 1, sp. 1284): turnir ... hastiludium voc. inc. teut. (Straszburg, ca. 1495) y 2b; bey dem gestech oder turnier Schweigger reyszbeschr. (1619) 81; wie einer, der mit eingelegter lantzen in einem turnier seinem mann begegnet Grimmelshausen 2, 27 Keller;

und, um ein turnier zu stechen, war die kleine schaar genug
Schönaich Heinr. d. Vogler (1757) 26;

[Bd. 22, Sp. 1883]


aber turnier bezeichnet auch den waffengang zu fusz: domit sy der sach möchten eyns werden ob in in [!] den turner zereitten wär oder nicht Arigo decameron 297 lit. ver.; wie der mandlich held Teurdank mit dem andern ritter ein turnier zu fusz tet und in überwand Teuerdank 258 Goedeke; turnier zu fuss tournois à pied, decursio pedestris Widerhold dict. (1669) 345a (vgl. auch: cartel für ein fusz-turnier Weckherlin ged. 2, 455 Fischer) sowie den schwertkampf:

stechen lert uns riten
creftichleichen mit dem sper.
dar zuo so hilf der turner
daz swert vil ritterleichen füeren
Heinr. Wittenweiler ring 911 Wieszner;

in vielen fällen steht es für beides (stechen zu pferd und schwertkampf zu fusz): etliche thurnier mit spiessen vnd schwerdtern volksbuch vom doct. Faust 14 Petsch; tournier 'ein ritterkampf mit schwertern und lantzen' verzeichng. d. gebräuchlichsten lat., frz. u. ital. wörter (1748) 178.
B. in verschiedener, den bedeutungen des verbs entsprechender anwendung auszerhalb der ritterlich-höfischen sphäre.
1) kampf, vgl. turnieren B 2: ach wie mancher starcker topff vnd stoltzer kopff ist inn dem kampff oder thurnier zu boden gestossen Joh. Mathesius Sarepta (1571) 203a; in welchem rosengarten der Berner viel helden erschlug in einem turnier Prätorius blockesberges verrichtung (1668) 25;

nun zieht's zum heil'gen turniere
für freiheit, recht und vaterland
Hoffmann v. Fallersleben ges. schr. (1880) 4, 317.

gelegentlich auch für ein duell gebraucht: ringsum auf erhöhten sitzen lauter würdige ältere herren, ... die jetzt das turnier betrachten wollten Laube ges. schr. (1875) 1, 90.
2) wettkampf, wettspiel verschiedener art, vgl. turnieren B 3:

also hat der thurnier ein end,
die held knnen nimer sprechen,
sie werffen die gleser wider die wend,
die krg thun sie zubrechen (16. jh.) bergreihen 79 J. Meier;

es lassen die verliebten zungen (beim küssen)
in ein thurnier sich scherzend ein
Weichmann poesie d. Niedersachsen (1725) 1, 313;

dagegen werden mir nun manche literarische zeitungen z. b. zu farcen, wo der unverstand ... seine ... turniere mit dem eignen schatten hält Fr. Schlegel s. w. (1846) 5, 218. in neuerem sprachgebrauch vor allem von einem nach bestimmten regeln verlaufenden (sportlichen) wettkampf: die am 12. september beginnenden turniere der Berliner schachgesellschaft versprechen sehr lebhaft zu werden tägl. rundschau (1897) 206; ein skat-kongresz mit anschlieszendem viertägigen 'turnier' ebda (1901) 342; die ganze gesellschaft (in Dresden) interessierte sich aufs lebhafteste für das (musik-) turnier (das zwischen Bach und dem hoforganisten des königs v. Frankreich, Marchand, festgesetzt war), das im hause des ministers grafen Flemming stattfinden sollte Schweitzer Bach (1948) 140; befassen sich eigentlich viele bauern bei euch daheim mit der edlen schachkunst und mit dem turnier von Aljechin und Euwe? Fr. Wolf zwei a. d. grenze (1950) 106; besonders sportlicher art: das turnier des Berliner lawn-tennis-turnier-klubs tägl. rundschau (1907) 444 (über turnier als fachwort des tennissports s. auch Martin Dietz d. wortschatz d. neueren leibesübungen, diss. Heidelberg 1936, 45); die internationale sportärztekommission beim box-länderturnier ... schickte nur boxer ins turnier, die im vollbesitz ihrer kräfte ... waren (31. 3. 52) dt. sportecho 6. jahrg., nr. 27; am zweiten tag des internationalen länderturniers im ringen ... (kamen) im weiteren verlauf des turniers ... die staffeln ... zu neuen hohen erfolgen ebda; in der zweiten begegnung (im wasserball-turnier) ging es um den zweiten platz des turniers ebda. oft tritt ein bestimmungswort verdeutlichend davor:

[Bd. 22, Sp. 1884]


ains tages am Harcz pey dem pier
da hettn ir zwolff ein pier thrnier
H. Sachs s. fabeln u. schwänke 1, 377 Goetze;

herr Jörg Baur, dem solliche weinturnier wol bekannt waren, markt gleich, was dem doctor (Gotteshaim) gebrast Zimm. chron. 23, 114 Barack;

ein vöglein hört' ich schlagen;
es schlug: wer bindet an mit mir
zu lieb' und sang ein festturnier
in grünen rosenhagen?
W. Müller verm. schr. 1 (1830) 96;

das lawn-tennis-turnier hat in Homburg seinen anfang genommen tägl. rundschau (1901) 340; das geplante sangesturnier Schweitzer Bach (1948) 647; gestern nachmittag ... war es in der groszen sporthalle, als sei das Berliner reit- und springturnier schon in vollem gange Berliner zeitungen v. j. 1952; beim städte-tanzturnier Berlin-Leipzig ... siegten ... die Berliner amateur-tanzpaare ebda.
3) wortgefecht, streitgespräch, disput, vgl. turnieren B 4: sie stellen bei kleinen soupers witzige turniere an und lenken das gefecht Hippel s. w. (1828) 6, 221; aber gewiese [!] schadenfrohe suchen den streit zu entzünden, um sich durch dieses gelehrte turnier ein spektakel zu machen (19. 9. 1770) Schubart br. 1, 168 Strausz; der könig fand sich bewogen, einen saal in Fontainebleau zum kampfplatze für dieses theologische turnier zu bestimmen Ranke s. w. 9 (1876) 82; in der kleinen kammer aber fanden danach regelmäszig turniere statt qu. v. j. 1926; von der auseinandersetzung zweier schriftsteller: und was sich itzt schon zeigt, ist dieses, dasz herr Goeze, wenn er sich in der geschwindigkeit nicht besser beritten macht, auf dem ausgeschriebenen turnier nur eine sehr armselige figur spielen wird Lessing 13, 374 L.-M.
4) getümmel, tumult, vgl. turnieren B 5:

jetzt steh ich vor jhr thr,
voll getrhr,
macht dar ein grosz turnier Venus-gärtlein 11 ndr.


 
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turnierausschreiber, m., vereinzelt lexikalisch gebucht: ἀγωνοθέτης, agonotheta turnierauszschreiber Frischlin nomencl. (1586) 282a; turnierauszschreiber ... qui preside aux ieux, nottatore de i punti di giostra Hulsius-Ravellus teutsch-frz.-it. (1616) 332b. —
 
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turnierbrief, m., s. u. turniervogt. —
 
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turnierbuch, n., verzeichnis der turniere und ihrer teilnehmer:

so het der thurnier-hof ein end.
zu morgens yeder haymwartz lend,
namen ir brieff sambt ihren weiben,
liessen sich ins thurnier-buch schreiben
H. Sachs 2, 347 lit. ver.;

im thurnierbch findt mann die fürsten, herrn, grafen, ritter, adel all mit namen mitt was rüstung vnd mit wie vil pferden ein ieder z dem z erschinen sei [!] Seb. Franck Germ. chron. (1538) 87a; (die nachkommen Einharts, kanzlers Karls d. Gr.) haben sich der pfalz schenken und herrn zu Erpach geschriben, wie das auszer den turnierbüechern auch anderer alten verzaichnussen klarlichen zu erweisen Zimm. chron. 22, 189 Barack; meine väter besassen keine schlösser, ihr name steht in keinem turnierbuch Kotzebue s. dram. w. (1827) 3, 49; oft auch wohl für eine umfassende darstellung der turniergesetze, der genealogischen und heraldischen verhältnisse der teilnehmer sowie des verlaufs der einzelnen turniere: das gibt auch ain anzaigung, das die gar alten grafen (von Zeringen) nit Schwaben gewesen, wie der dichter des turnierbuchs, der Geörg Rixner, anzaigt Zimm. chron. 23, 97 Barack; dasz ein unterscheid nicht allein unter den (l. dem) alten und neuen, sondern auch unter der gelehrten adel, ist ausz denen scribenten, welche von der herolds kunst gehandelt, wie auch ausz dem (l. den) turnierbüchern zu ersehen Harsdörffer schaupl. lust.- u. lehrr. gesch. (1651) 1, 283;

wir halten vom tournierbuch viel
und von der mannheit alter helden
Simon Dach ged. 4, 345 Ziesemer;

wiewohl auch das bekannte turnierbuch eine menge heraldischer figuren geliefert d. neueste a. d. anmuth. gelehrsamk.

[Bd. 22, Sp. 1885]


7 (1757) 508 Gottsched; aber ich müszte nun ein turnierbuch schreiben, um sein toben, rennen, lanzenstoszen in einem gefechte, wo er unter den fahnen der feindschaft, der eitelkeit und habsucht diente, nur zum theil auf die nachwelt zu bringen Jean Paul w. 15/18, 155 Hempel; den vordergrund nehmen ... trompeter ein, die, nach dem ausdruck des tournierbuches, 'eins aufblasen' Hauff w. (1890) 1, 46; seit dem 15. jahrh. wird auch dieser stoff mehr zur prosa herabgezogen, ging in turnier- und wappenbücher über und ward zur heraldischen wissenschaft Gervinus gesch. d. dt. dichtg. (1853) 2, 158. —
 
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turnierdank, m., der im turnier errungene preis: turnir-danck mercè, premio, pregio riportato nella giostra Kramer teutsch-ital. 2 (1702) 1163c; den poetenlorbeer zu erringen, galt dem edleren mehr, als ein turnierdank und eine erschlichene pfarre Gervinus gesch. d. dt. dichtg. (1853) 2, 384.

 

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