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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
tunnelbrücke bis tunsch (Bd. 22, Sp. 1811 bis 1812)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version)  -brücke, f., in form einer röhre erbaute brücke (vgl. DWB tunnel 4 sp. 1810): röhrenbrücke Mothes ill. baulex. (1881) 4, 54; tubular bridge Hoyer-Kreuter echnol. wb. (1902) 1, 782. —
 
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-gewölbe, n., vault of a tunnel Hoyer-Kreuter technol. wb. (1902) 1, 783; freitag abend ... löste sich plötzlich ... ein groszer steinblock des tunnelgewölbes los tägl. rundschau (1905) nr. 226. —
 
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-mauerung, f., tunnelverkleidung aus mauerwerk: die solidität der tunnelmauerung Karmarsch-Heeren techn. wb. (1876) 9, 735; deformation bei tunnelmauerungen Lueger lex. d. ges. techn. (1894) 7, 746; nicht alle gesteinsarten sind für tunnelmauerungen geeignet Lucas der tunnel (1920) 1, 125. —
 
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-mundloch, n., wie unten tunnelmündung; mouth of a tunnel Röhrig technol. wb. 775; Hoyer-Kreuter technol. wb. (1902) 1, 783. —
 
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-mündung, f., ausgang, öffnung eines tunnels: weiter nach oberhalb der tunnelmündung die grotte aux fées, eine sehenswerthe tropfsteinhöhle Bädeker d. Schweiz (1893) 228; (die eisenbahn) die von der tunnelmündung das baugut bis an die nordspitze fährt tägl. rundschau (1905) nr. 327. —
 
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-sohle, f., boden, basis eines tunnels; floor of a tunnel Hoyer-Kreuter technol. wb. (1902) 1,

[Bd. 22, Sp. 1812]


783; base d'un tunnel Röhrig technol. wb. 775; der firststollen bedingt ... eine bahn im stollen und eine auf der tunnelsohle Karmarsch-Heeren techn. wb. (1876) 9, 732. —
 
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-sprache, f., fachsprache der tunnelbauer: unterstützt der bock ein sparrenzimmer, so nennt man ihn in der tunnelsprache einen sparrenbock Lueger lex. d. ges. techn. (1894) 2, 498. —
 
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-stollen, m., in bergmännischer art vorgetriebener stollen, von dem aus der ausbruch des tunnels erfolgt: maschinenbohrung ist ... für den ausbruch der ... tunnelstollen in verwendung Lueger lex. d. ges. techn. (1894) 6, 291; ausbau des tunnelstollens mit eisenschienen Darmstädter hdb. z. gesch. d. naturwiss. (1908) 613; (es) waren fünf angriffsstellen für die tunnelstollen gegeben Kellermann d. tunnel (1948) 44. —
 
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-zimmerung, f., mit holz ausgeführte versteifung des tunnelausbruchs: tunnel-timbering Hoyer-Kreuter technol. wb. (1902) 1, 783; Karmarsch-Heeren techn. wb. (1876) 9, 728; Lueger lex. d. ges. techn. (1894) 7, 743.
 
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tünntuch, n., 'im österreichischen, flor; eigentlich dünnes tuch' Campe 4, 911; s. DWB dünntuch, tuntuch teil 2, 1557.
 
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tunsch, m., mundartlich, nur ostmd.: dunsch verzogener mund mit aufgeworfenen lippen Müller-Fraureuth obersächs. 1, 264; derb volkssprachlich bei dem Obersachsen Henrici für 'kusz':

... das pöbelhaffte wesen,
und reden, so wir noch in alten schrifften lesen,
als: bossen; dieses wort ist längstens ausgestört,
kaum dasz man selbiges annoch bey kindern hört!
ein guschel klingt zu thumm; die menschen sind nicht schweine,
ein tunsch, wie auch ein maul läst eben nicht gar feine ged. (1727) 1, 357;

das ist mein gantzer wunsch,
nimm deine braut hierauf, und gieb ihr einen tuntsch ebda 3, 411.

hierzu auch das dim.: dünschel os, cujus labida turgida sunt Stieler (1691) 349; 1579; die liebesdienst und dünschel Müller-Fraureuth 1, 265; dünschel schiefer mund Hertel Thür. 86 und die gelegenheitsbildung tunschelt 'geliebter':

doch nein! ich will sie (die jungfern) nicht verklagen,
ein tunschelt kömmt von tunsche her,
das heist, wenn sie mein tunschelt sagen,
ach wer doch bald geküsset wär
Henrici ged. (1727) 3, 328;

es fällt mir die gesellschafft ein,
wo sie das wort im munde führen:
wo musz wohl jetzt mein tunschelt seyn? ebda 3, 328.

wohl zu tunschen stoszen, schlagen, puffen Anton Oberlausitz 13, 21; Jungandreas zeitwortbildung 89.

 

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