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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
tümpelfasz bis tümpelwasser (Bd. 22, Sp. 1761 bis 1762)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version)  -fasz, n., s. teil 2, 1522 s. v. dumpelfasz, sowie bei

[Bd. 22, Sp. 1762]


Lexer 2, 1567; Fischer schwäb. 2, 454 u. Schmeller bair. 1, 510. —
 
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-gewölbe, n., 'das vorderste gewölbe am hohofen, worunter gearbeitet wird' (vgl. DWB tümpelbrust) Richter berg- u. hüttenlex. (1805) 2, 542; ähnlich bei Blumhof eisenhüttenkde (1817) 4, 377. —
 
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-gras, n., gelegenheitsbildung zu tümpel A 2:

und kaum gesagt, als fort und fort,
hoch aus dem tümpelgrase
ein schnepfchen hier, ein schnepfchen dort
vorstreckt die lange nase
W. Bornemann humorist. jagdged. (1855) 226.


 
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tümpelig, adj., 'mit tümpeln versehen, zur tümpelbildung neigend': war ein brücklein geschlagen über den flusz, der matt und tümpelig war und mehr rastete als schlich qu. a. d. j. 1930.
 
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tümpelkröte, f., verschiedentlich in bildlicher anwendung, besonders redensartlich bezeugt; betrunken wie eine tümpelkröte u. dgl. (s. auch Müller-Fraureuth obers. 1, 262 u. Knothe schl. ma. i. Nordböhmen 174): sind b'soffen wie die tmpelkrten all K. F. W. Hertzberg Till Eulenspiegel (1779) 1, 150; die karla sofen wie de tümpelkröten J. Lowag ges. schr. (1902) 7, 86; kōf ber sich n timpelkräte (trinken wir eins) Rother schl. sprichw. u. redensarten (1928) 101; von Weinhold als scheltbezeichnung gebucht: 'unke' schl. 101. —
 
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-milch, f., s. teil 2, 1522 s. v. dumpelmilch, sowie bei Lexer 2, 1567; Schmeller bair. 1, 510 u. Schöpf tirol. 94.
 
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tumpeln, tümpeln, vb., untertauchen, umrühren, s. teil 2, 1522 s. v. dumpeln sowie unter tümpel. — als gelegenheitsbildung zu tümpel B 1 findet sich tümpeln einen tümpel machen: ich erwähnte schon, dasz die beiden füchse nach jedem erwachen erst einmal tümpelten Siedel wildtiere unter menschen (1951) 135 u. ö.
 
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tümpelseite, f., zu tümpel B 3 b: die vier seiten des gestelles (oder tümpels am hochofen) heiszen: die formseite, an welcher sich die gebläse befinden; ihr gegenüber ist die windseite, zwischen beiden hinten die rückseite und vorn die tümpel- oder arbeitsseite, auf welcher mit den spetten (perches) oder schürhaken gearbeitet und das sich ansetzende metall losgebrochen wird Hoyer allg. wb. d. artillerie (1804) 2, 235; ebenso Blumhof eisenhüttenkde 2 (1817) 663. —
 
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-stein, m., fachsprachliche bildung zu tümpel B 3 b (vgl. DWB tümpelstück). 1) 'der steinerne boden des herds im hohenofen ... fundus vel solum foci ... le timpelstein, le sol de pierre du haut fourneau' bergm. wb. (1778) 564; s. DWB tümpel B 3 b α. 2) 'die vordere seite des gestelles (unterer teil des hochofens) wird ... mit steinen geschlossen ... der erste von diesen steinen ... heisst der timpelstein' (s. DWB tümpel B 3 b β u. vgl. engl. timp-stone) Blumhof eisenhüttenkde (1816) 4, 377: auf (das tümpeleisen) ... legt man den tümpelstein Mitscherlich lehrb. d. chemie 2, 2 (1840) 65; der tümpelstein n, an der vorderseite durch das tümpelblech geschützt und auf einem eisen (tümpeleisen) ruhend, geht nicht bis zum boden- oder sohlstein e nieder Meyers gr. konv.-lex. 5 (1904) 480ff. s. v. eisen III; auch im pl.: die vordere noch offene seite des gestelles schlieszt man, wenn der ofen eine offene brust erhalten soll, von oben herab durch die tümpelsteine t, welche auf dem in die seitensteine eingelassenen tümpeleisen u ruhen und zum schutze gegen zu rasche abkühlung durch das tümpelblech v geschützt sind Muspratt chemie 2 (1889) 1212. —
 
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-stück, n., 'so viel wie tümpelstein' (Richter berg- u. hüttenlex. [1805] 2, 542): ein hohofengestell besteht aus ... dem bodensteine, ... den zwey timpelstücken und dem wallstein Blumhof eisenhüttenkde 2 (1817) 661; tmpelstck timpe; creux du foyer Mozin wb. 4 (1856) 876b. —
 
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-wasser, n., gelegenheitsbildung zu tümpel A 2 b:

immer gesagt hat mir
mein gold'nes mütterlein,
würde einst noch tümpelwasser
der beste trank mir sein
I. v. Düringsfeld böhm. rosen (1851) 132.

 

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