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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
tümpelblech bis tumpeln (Bd. 22, Sp. 1761 bis 1762)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) tümpelblech, n., fachsprachliche bildung zu tümpel B 3 b: die ... offene seite des gestelles (unterster teil des hochofens) schlieszt man ... von oben herab durch die tümpelsteine ... welche ... durch das tümpelblech ... geschützt sind Muspratt chemie 2 (1889) 1212; ähnlich bereits bei Blumhof eisenhüttenkde (1817) 4, 377. —
 
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-brust, f., 'der gewölbte raum eines hohofens ..., wo das geschmolzene eisen abgestochen wird' (Richter berg- uhüttenlex. [1805] 2, 542; s. DWB tümpel B 3 b und vgl. tümpelgewölbe): abstich- oder tümpelbrust Blumhof eisenhüttenkde 2 (1817) 659.
 
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tümpelchen, n., diminutivbildung zu tümpel A 2 (s. dort u. vgl. tümplein): was etliche ... von zwee kleinen tmpelchen oder teichen auf der flche eines gewissen berges, welche sie augen des Niels nennen ... geschrieben haben; solches ist gantz und gar wunderseltzam O. Dapper Africa (1670) 55a; ein tümpelchen ..., das ... eine tränke für das vieh war Fontane ges. w. I 2 (1905) 463; eine bachstelze eilte mit blitzartiger geschwindigkeit durch die vom nachtregen stehen gebliebenen tümpelchen hin und her D. v. Liliencron s. w. (1896) 6, 89; das wasser sickerte ... planlos dahin, und in den tümpelchen zappelten erbsenrunde tierchen mit langen schweifen Rosegger schr. III 8 (1907) 219; vereinzelt auch zu tümpel B 1: in einem so kleinen tümpelchen blut Keller w. 8 (1889) 278; setzten sie (die jungen füchse) hierhin und dorthin ein tümpelchen Siedel wildtiere unter menschen (1951) 129.
 
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tümpeleisen, n., 'eine vorn im hochofen eingemauerte eisenstange, worauf der tümpelstein liegt': eine starke eiserne stange, das tümpeleisen, wird darauf vorn eingemauert; auf diese ... legt man den tümpelstein Mitscherlich lehrb. d. chemie 2, 2 (1840) 65; die ... offene seite des gestelles schlieszt man ... durch die tümpelsteine ..., welche auf dem tümpeleisen ... ruhen Muspratt chemie 2 (1889) 1212; ähnlich bei Mothes ill. baulex. (1874) 3, 38; Karmarsch-Heeren techn. wb. 5 (1881) 164 und Hoyer-Kreuter technol. wb. (1902) 1, 782. —
 
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-fasz, n., s. teil 2, 1522 s. v. dumpelfasz, sowie bei

[Bd. 22, Sp. 1762]


Lexer 2, 1567; Fischer schwäb. 2, 454 u. Schmeller bair. 1, 510. —
 
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-gewölbe, n., 'das vorderste gewölbe am hohofen, worunter gearbeitet wird' (vgl. DWB tümpelbrust) Richter berg- u. hüttenlex. (1805) 2, 542; ähnlich bei Blumhof eisenhüttenkde (1817) 4, 377. —
 
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-gras, n., gelegenheitsbildung zu tümpel A 2:

und kaum gesagt, als fort und fort,
hoch aus dem tümpelgrase
ein schnepfchen hier, ein schnepfchen dort
vorstreckt die lange nase
W. Bornemann humorist. jagdged. (1855) 226.


 
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tümpelig, adj., 'mit tümpeln versehen, zur tümpelbildung neigend': war ein brücklein geschlagen über den flusz, der matt und tümpelig war und mehr rastete als schlich qu. a. d. j. 1930.
 
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tümpelkröte, f., verschiedentlich in bildlicher anwendung, besonders redensartlich bezeugt; betrunken wie eine tümpelkröte u. dgl. (s. auch Müller-Fraureuth obers. 1, 262 u. Knothe schl. ma. i. Nordböhmen 174): sind b'soffen wie die tmpelkrten all K. F. W. Hertzberg Till Eulenspiegel (1779) 1, 150; die karla sofen wie de tümpelkröten J. Lowag ges. schr. (1902) 7, 86; kōf ber sich n timpelkräte (trinken wir eins) Rother schl. sprichw. u. redensarten (1928) 101; von Weinhold als scheltbezeichnung gebucht: 'unke' schl. 101. —
 
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-milch, f., s. teil 2, 1522 s. v. dumpelmilch, sowie bei Lexer 2, 1567; Schmeller bair. 1, 510 u. Schöpf tirol. 94.
 
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tumpeln, tümpeln, vb., untertauchen, umrühren, s. teil 2, 1522 s. v. dumpeln sowie unter tümpel. — als gelegenheitsbildung zu tümpel B 1 findet sich tümpeln einen tümpel machen: ich erwähnte schon, dasz die beiden füchse nach jedem erwachen erst einmal tümpelten Siedel wildtiere unter menschen (1951) 135 u. ö.

 

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