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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
tüllhäubchen bis tüllschürze (Bd. 22, Sp. 1700 bis 1701)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version)  -häubchen, n.: ich bin fest überzeugt, dasz ich nicht dümmer aus meinem tüllhäubchen hervorsehe als alle die hagern oder feisten tröpfe aus ihren allongeperücken W. Raabe s. w. I 6, 25 Klemm.
 
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-haube, f., aus tüll angefertigte weibliche kopfbedeckung (vgl. spitzenhaube): mit seinem eheleiblichen schäfchen über tüllhauben reden Gaudy s. w. (1844) 12, 108; eine ältliche dame ..., grau gekleidet mit weiszem tuch und kleiner tüllhaube Fontane ges. w. I 1 (1905) 27; bildlich: daweilen sitzt die deutsche revolution in der weiszen tüllhaube der freischärler (1848) 22a.

[Bd. 22, Sp. 1701]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) tullian, m., 'name eines bekannten spitzbuben und danach als gattungsname' (Sanders 2, 2 [1865] 1401):

nach recht und urtheil, mit dem prügel
ward vor dem frohen hausgeflügel
ein dieb und and'rer tullian,
ein schlimmer wiesel, abgethan
Lichtwer schr. (1828) 10.


 
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tüllkleid, n., kleid aus tüll: sie trug ein hellfarbiges ... einfaches tüllkleid Gutzkow zauberer v. Rom (1858) 4, 221; ich trage ein rosaseidnes tüllkleid mit gelblichen spitzen Georgy Berliner range (1900) 1, 185. —
 
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-krause, f., zierkrause aus tüll: ja, sie umarmte am schlusz des tanzabends ihre freundinnen so herzlich, dasz es einigen tüllkrausen und brustbouquets das leben kostete Mosenthal ges. w. 1 (1878) 24; die hohe frau trug ... immer eine tüllkrause tägl. rundschau (1906) unterhaltungsbeil. 628a. —
 
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-manschette, f., manschette aus tüll (vgl. spitzenmanschette): 'mir ist alles recht!' sagte sie, sich fassend und mit der tüllmanschette die thränen abwischend Mosenthal ges. w. 1 (1878) 34. —
 
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-maschine, f., 'eine besondere art von deckmaschine am wirkstuhle' Lueger lex. d. ges. techn. (1894) 7, 738; ähnlich bei Karmarsch-Heeren techn. wb. 10 (1889) 744. —
 
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-muster, n., muster der tüllstickerei (s. dort): erstes tüllmuster Dillmont encycl. d. weibl. handarb. 578. —
 
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-papier, n., papier mit eingepresztem tüllmuster (vgl. spitzenpapier): die pressung geschieht ... beim ... tüllpapier, indem man ... das ... papier und darüber den ... tüll ... ausbreitet Karmarsch-Heeren techn. wb. 2 (1877) 177; ähnlich bei Lueger lex. d. ges. techn. (1894) 2, 780 und Muspratt chemie 6 (1898) 1827. —
 
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-schleier, m., schleier aus tüll: einen schwarzen tüllschleier über meinen neuen hut soll ich nehmen; ich habe aber gesagt, das täte ich nicht (14. 10. 1830) A. v. Droste-Hülshoff br. 1, 106 Schulte-K.; ein duftiger tüllschleier umschwebte die ganze erscheinung, und die offenen schuhe aus silberbrokat waren nicht mit schnallen, sondern mit tüllschleifen befestigt tägl. rundschau (1906) nr. 85, 1. beil. 1b; wird die dame das festkleid (Bernadettes) bemerken, den tüllschleier, die blaue gürtelschnur ...? Werfel Bernadette (1948) 127. —
 
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-schürze, f., schürze aus tüll: die hübsche Rosalka in der weiszen tüllschürze ... stammelte die mühsam erlernten verse Cl. Viebig d. schlafende heer (1904) 1, 92. —

 

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