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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
tüllgarniert bis tüllmaschine (Bd. 22, Sp. 1700 bis 1701)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version)  -garniert, adj., mit tüll besetzt (vgl. tüllgarnitur): und Ellian sasz im lichterschein in ihren [!] seidenen, rüschenreichen, spitzenbesetzten, tüllgarnierten kleidchen O. Gmelin haus d. träume (1937) 161. —
 
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-garnitur, f., zierbesatz aus tüll: heute trug sie ein seegrünes seidenkleid, das an hals und ärmeln tüllgarnituren hatte ebda 45. —
 
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-gewebe, n., gazeartiges gewebe: die kettenfäden des tüllgewebesfehlen (Valenciennesspitzen) Karmarsch-Heeren techn. wb. 8 (1885) 368. —
 
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-grund, m., entsprechend wie spitzen- u. stickgrund (s. dort, sowie teil 4, 1, 6, 730 s. v. grund): tüllgrund ... eine der bekanntesten grundarten findet sich ... als unterlage für die verschiedenen applicationsarbeiten und tüllstickereien Karmarsch-Heeren techn. wb. 8 (1885) 367; zum besticken des tüllgrundes wähle man nur weichen, glänzenden faden Dillmont encycl. d. weibl. handarb. 577. —
 
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-häubchen, n.: ich bin fest überzeugt, dasz ich nicht dümmer aus meinem tüllhäubchen hervorsehe als alle die hagern oder feisten tröpfe aus ihren allongeperücken W. Raabe s. w. I 6, 25 Klemm.
 
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-haube, f., aus tüll angefertigte weibliche kopfbedeckung (vgl. spitzenhaube): mit seinem eheleiblichen schäfchen über tüllhauben reden Gaudy s. w. (1844) 12, 108; eine ältliche dame ..., grau gekleidet mit weiszem tuch und kleiner tüllhaube Fontane ges. w. I 1 (1905) 27; bildlich: daweilen sitzt die deutsche revolution in der weiszen tüllhaube der freischärler (1848) 22a.

[Bd. 22, Sp. 1701]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) tullian, m., 'name eines bekannten spitzbuben und danach als gattungsname' (Sanders 2, 2 [1865] 1401):

nach recht und urtheil, mit dem prügel
ward vor dem frohen hausgeflügel
ein dieb und and'rer tullian,
ein schlimmer wiesel, abgethan
Lichtwer schr. (1828) 10.


 
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tüllkleid, n., kleid aus tüll: sie trug ein hellfarbiges ... einfaches tüllkleid Gutzkow zauberer v. Rom (1858) 4, 221; ich trage ein rosaseidnes tüllkleid mit gelblichen spitzen Georgy Berliner range (1900) 1, 185. —
 
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-krause, f., zierkrause aus tüll: ja, sie umarmte am schlusz des tanzabends ihre freundinnen so herzlich, dasz es einigen tüllkrausen und brustbouquets das leben kostete Mosenthal ges. w. 1 (1878) 24; die hohe frau trug ... immer eine tüllkrause tägl. rundschau (1906) unterhaltungsbeil. 628a. —
 
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-manschette, f., manschette aus tüll (vgl. spitzenmanschette): 'mir ist alles recht!' sagte sie, sich fassend und mit der tüllmanschette die thränen abwischend Mosenthal ges. w. 1 (1878) 34. —
 
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-maschine, f., 'eine besondere art von deckmaschine am wirkstuhle' Lueger lex. d. ges. techn. (1894) 7, 738; ähnlich bei Karmarsch-Heeren techn. wb. 10 (1889) 744. —

 

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