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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
tuffsand bis tüffe (Bd. 22, Sp. 1545 bis 1546)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version)  -sand Göthe II 10, 134 W.; IV 34, 274;
 
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-sandig A. Voigt vogelstimmen (1909) 113;
 
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-schicht Ritter erdkde (1822) 12, 698; Hoops waldbäume 19; Behrmann stromgeb. d. Sepik (1922) 25;
 
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-sinter Ritter erdkde (1822) 2, 784;
 
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-stein, s. an alphab. stelle;
 
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-tempel Hettner griech. reiseskizzen (1853) 198;
 
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-wacke Matthisson a. a. o 5, 119; 5, 125; 5, 249; Behlen forst- u. jagdkde (1840) 6, 101; Mothes ill. baulex. 4, 379;
 
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-wand Ritter erdkde 18, 309; C. Schuchhardt Alteuropa (31935) 19;
 
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-ziegel Lueger lex. d. ges. technik (1894) 1, 671; Kerl thonwaren (1907) 779; Karmarsch-Heeren techn. wb. 9 (1888) 351.
 
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tuff, m., büschel. entlehnt aus frz. touffe, afrz. tufe, tuffe, das nach Gamillscheg 851 aus ndl. tuife entlehnt ist; ou durch kreuzung mit toupet, das von afrz. top, toup aus fränk. top = ahd. zopf; anders Meyer-Lübke 8973, der touffe durch kreuzung von lat. tūfa 'helmbusch' mit dem schallwort buff erklärt. auf das afrz. geht wahrscheinl. auch me., ne. tuft 'pflanzenbüschel' (mit spezifisch engl. -t-erweiterung Murray 10, 1, 453a) zurück. im deutschen

[Bd. 22, Sp. 1546]


ist das wort in mundartlich gefärbtem sprachgebrauch weit verbreitet, aber merkwürdig selten nachweisbar: 'büschel' wb. d. luxembg. ma. 445; in Berlin bezeichnen die blumenbinder einen eng und rund gebundenen strausz als tuffartig gebunden, nennen die putzmacherinnen ein rund gebundenes büschel künstlicher blumen, die an damenhut, -kleid oder -mantel zur verzierung befestigt werden, einen tuff. in der verkleinerung tüfke 'kleiner federbusch, zierliches häubchen oder obenauf sitzendes hütchen (von vögeln mit einer kleinen federhaube auf dem kopf)' Doornkaat-Koolman ostfries. 3, 442b. die engl. form ist in die sprache der deutschen siedler in Südafrika gedrungen: beim kriechen und ducken entdeckte er plötzlich in einem pflanzentufte zwischen büschen das abgesprengte, handlange stück eines stoszzahnes Hans Grimm richter i. d. Karu (1930) 166; vgl. 1tuffen, vb.
 
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tüffe, f., wie tubbe (s. d.) niederdt. bezeichnung eines hölzernen gefäszes, bezeugt in einer kurfürstl. taxordnung v. j. 1623 (bei Ch. O. Mylius corpus constit. Marchic. [1737] 5, 2, 617), die die preise für die erzeugnisse der Berliner tüffenmacher (s. d.) festsetzt: 1 stuebichens tüffe 2 sgr.; 1 halb stübichens tüffe 1 sgr. 6 pf.; 1 quart tüffe 9 pf. 1 sgr.; 1 kleine tüffe 6. 7 pf.; 1 wasserkanne 2 sgr.; 1 milchtubbe 1 sgr. 6 pf.; 1 zuber 3. 4. 5. 6 sgr. ... 1 legel 2. 4 sgr.

 

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