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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schlägelhacke bis schlägelmilch (Bd. 15, Sp. 344 bis 345)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schlägelhacke, f.: von einer schlägl- oder andern hacke 4 xr. tirol. weisth. 3, 274, 43; ain grosze schleglhack. 4, 278, 17; im glossar erklärt als hacke (axt), 'die man mit einem schlägel eintreibt'; vgl. indes schlägelaxt. bildlich: das euch aber solches ein ehr seye, und dem krancken ein nutz, das beschneid ich mit der schlegelhacken (das leugne ich?). Paracelsus chir. schr. 263 B.
 
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schlägelhalm, m. in Graubünden für knäuelgras, dactylis glomerata. Pritzel-Jessen.
 
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schlägelhaube, f., s. DWB schlägel 5, f.
 
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schlägelhäuer, m. im bergwesen ein mit schlägel und eisen arbeitender häuer. Veith 269.

[Bd. 15, Sp. 345]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schlägelicht, adj. et adv. aberrans, exorbitans, labens, indecorus, invenustus, inconveniens, et indecore, intempestive, pueriliter, frigide, illiberaliter, illepide, nugatorie. Stieler 1814.
 
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schlägelkönig, m., vgl. schlägler:

voran drei schlegelkönge, zu fusz, demüthiglich.
Uhland ged. (1864) 362.


 
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schlägelkopf, m. pferdekopf, der um die stirn und ganaschen sehr stark und um das maul sehr dünn ist, auch hasenkopf. Nemnich, vgl. theil 4, 2, 538.
 
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schlägelkrieg, m., unter diesem namen ist der krieg zwischen dem grafen Eberhard von Würtemberg und dem grafen von Eberstein, in welchem die bauern die edelleute mit keulen und knütteln besiegten, zu verstehen, s. Frisch 2, 192a.
 
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schlägelkübel, n. butterfasz (vgl.schlägelfasz): camella milch napff, botter vad, slegel kubel. Dief. nov. gl. 69a.
 
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schlägellahm, adj. bei den jägern von einem hirsche, der an einem schenkel (s. DWB schlägel 2) lahm ist. Campe.
 
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schlägelmilch, f. buttermilch (vergl. DWB schlägeln 1, d). Jacobsson 7, 226a, ahd. slegilmilo und slegimelo (vgl. schlagmilch) Graff 2, 722. 6, 772, mhd. slegelmilch Lexer handwb. 2, 965, balbuca, battudo slegimelc, -melo, -meli, snegilmelg, -melo, slegemel Dief. gloss. 70a; tenucla vel battudo lactis, cod. Fris. bei Schm. 2, 519, schlegmilch voc. von 1419, schlegelmilch balbuca voc. von 1429, s. ebenda. entstellt zu slemillich oxyalium, nordfries. schlemilch ebenda. nhd.: lac agitatum butter- oder schlegelmilch. Corvini fons lat. (1646) 459; butter- sive schlägelmilch, lac agitatum, serosum, cremor, coagulum. Stieler 1266. jetzt besonders oberd. Lexer 219. cimbr. wb. 232a. Frommann 5, 488 (Vorarlberg). auch als eigenname, in sehr entstellten formen: Schleemilch, Schlömilch, Schlemihl, Schneemilch, vgl. Andresen volksetym.4 164:

get, ir paürisch leüt, wider haim
und fresset eür schlegelmilch allain! fastn. sp. 396, 25.

 

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