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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
reichszoll bis reide (Bd. 14, Sp. 614 bis 618)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) reichszoll, m. der von einem reiche erhobene zoll. Majer teutsche staatskonst. 377.
 
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reichszuschusz, m. zuschusz, den ein reich gewährt.
 
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reichtag, m. reichthum: richtag, richtage, reiche tag, mammona Dief. 345c, nov. gloss. 244b; zu den zusammensetzungen mit tac gehörend, in welchen letzteres zustände oder handlungen bezeichnet; vgl. lebtage, wehtage, mhd. siechtage, nackettage gr. 2, 490; im mhd. und ahd. nicht nachweisbar, dagegen erscheint

[Bd. 14, Sp. 615]


im mnd. vielfach der starke plur. rikedage (daneben auch ein fem. rîkedage); im nhd. ist die bildung in älteren alemannischen quellen belegt, und zwar neben dem starken plur. auch ein schwacher sing. der reichtage. die bedeutung ist neben reichthum auch wohlleben; so scherzhaft: de rike-dage in den föten hebben, das podagra haben. br. wb. 3, 493;

von Mydae des königs gitigkeit,
der all sin sinn uf richtagen leit.
H. Salat 129, 270 Bächtold;

(gott ist) ein unerschöpflicher brunn,
da man finden und schöpffen mag
ewig frewd und alle reichtag.
Haberer Abrah. (1592) l 2b.


 
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reichthum, m. f. n. divitiae.
1) form und geschlecht. die masculine form ist die ursprüngliche, ahd. rîhhituom Graff 2, 394, mhd. rîchtuom sind nur männlichen geschlechts, ebenso alts. rîkidom, ostfries. rikedom, altn. rîkdômr; in ags. rîcedôm zeigt sich neutrales; mnd. rikedom m., daneben fem. im älteren nhd. finden sich masc. fem. und neutr. neben einander, der reichtum und das reichtum auf derselben seite Frölich Stob. 447. Luther gebraucht das masc., seltener das neutr., Maaler kennt kein masc., ob ein fem. die rejchthmb, ist zweifelhaft. Stieler 1583 der und das reichtum; Adelung und Campe merken noch das schwanken des wortes zwischen neutr. und masc. geschlecht in oberdeutschen gegenden an. das schwanken des geschlechts im ältern nhd. veranschaulichen eine anzahl beispiele. neutr.: wer sich auff sein reichtum verleszt, der wird untergehen. sprüche 11, 28; es kam mir aber alles gutes mit jr, und unzelich reichthum in irer hand. weish. 7, 11; das grosz reichtum bedeckt was iemant schantlichs an ime hat. Frölich Stob. 444; darumb msz dasselbig reichthumb schendtlich sein. Agr. sprichw. 79b; gute freund pflegte er seinen grösten schatz und höchstes reichthumb zu nennen. Zinkgref apophth. 66; warum bemühen wir uns so sehr um das schnöde reichthum. Weise kl. leute 154; mein bedienter muszte mein bündelchen unter den arm nehmen, mein ganzes reichthum. Rabener briefe 270;

reichthum soll man zwar nicht lieben, mag es, wann es kümmt, doch fassen.
Logau 3, 222, 21;

als fem.: soll die reichthumb reden. Agr. sprichw. 106b; die gröst reichthumb ist, kein gelt begeren. 333a; es möchte männiglich zu überflüssiger reichtum gedeien. Fischart correctorium alchym. 6h; das er die witfraw ... mit groszer reichthumb bekommen. Zimm. chr. 3, 18, 13; eygne vorgehabte reichtumb. S. Franck chron. (1531) 376b; er seye mit groszer mühe zu kleiner und schier mit keiner mühe zu groszer reichthumb kommen. Schuppius 378;

und welche reichtumb kan die brust
stehts für sorg und verdrusz bewahren?
Weckherlin ged. (1648) 499;

als masc.: und Hiskia hatte seer groszen reichthum und ehre. 2 chron. 32, 27; was bringt uns nu der reichthum sampt dem hohmut. weish. 5, 8; was der reichtum vermag von der menschen torheit wegen. Frölich Stob. 447; wirt sie den reichtum an sich ziehen. das. 452;

wer seinen reichthum hat mit wucher eingekarget,
dem hilfft ein wucherer offt wiederumb davon.
Wiedemann gefang. mai 64.

als pluralformen treten auf ein starker plur. die reichthume, die reichtum, ein schwacher die reichthumen, und ein erweiterter neutraler die reichthümer; erstere form: ube iu aber rîhtuoma zuogeslungene sîn. Notker ps. 61, 11; die rictuome allir wisheite. Wackernagel pred. 22, 81; der im älteren nhd. belegte plural die reichtum könnte auch ein neutraler sein: reychthmb die z kasten geschlagen sind. Maaler 331b; durch ördentlich haushalten werden die kamer vol, aller köstlicher lieblicher reichthum. sprüche 24, 4; die reichtumb haben ein hasenhertz. S. Franck spr. 1, 51a; gähe reichtumb weren nit lang. 1, 159a; man gehet aber täglich in die mitte des erdreichs und werden neue reichthumb herausz gegraben. Schuppius 703; ubel und unrecht erlangte reichthumb, haben in die länge keinen bestand. Sattler orthogr. 307;

reichtumb und schetz seind mir bekant.
H. Sachs fastn. sp. 1, 24, 72.

in schwacher form: meinstu die reichtumben seien vorhin nit angeneidet geng. Herold von der ee 118a; als reichthümer: veychtümmer, reychtumer Dief. 188c; so ain grosze schare wartet auff den gott der reichtumber. Frölich Stob. 446; der gebraucht sich der reichtumer recht der in nöten nit sparet. 453; grosze und herrliche reichthümer. Finkelthaus deutsche

[Bd. 14, Sp. 616]


ges. L 5a; und wenn ich auch noch so viele reichthümer besäsze. Gellert 5, 259. die neuere schriftsprache hat sich entschieden, im singular das m. der reichthum und im plural die neutrale form die reichthümer zu gebrauchen.
2) die bedeutungsentwicklung von reichthum wurzelt in dem begriffe imperium, gewalt, herrschaft, herrlichkeit: dîn rîcedôm ofer ûs rîxje symble. Wulfst. 125, 9; in themo finftazehenten iâre thes rîhtuomes Tiberii thes keisores. Tat. 13, 1; ähnlich nach: Aristotiles spricht, das die reichtumb der bauren und gewalt sei die ärgest in allen steten. H. v. Müglin Val. Max. (1489) 26a. von daher die bedeutung, fülle der irdischen güter, die solche macht verleiht, und fülle, überflusz an etwas überhaupt.
a) divitiae, opes, sing. und plur., letzterer wird concreter empfunden:

rîchtuom guot und grôzer hort. Barl. u. Jos. 125, 26;

also nam er freüntlich urlob von seiner frawen, und ristet sich mit groszer kost und reichtumb auff die fart. Wilhelm von Österreich 3b; dazu, das du nicht gebeten hast, hab ich dir auch gegeben, nemlich, reichthum und ehre. 1 kön. 3, 13; also ward der könig Salomo gröszer mit reichthum und weisheit, denn alle könige auff erden. 10, 23; fellet euch reichthum zu, so henget das hertz nicht dran. ps. 62, 11; das gerücht ist köstlicher denn gros reichthum. sprichw. 22, 1; zum reichthum hilfft nicht klug sein. pred. 9, 11; ewer reichthum ist verfaulet, ewer kleider sind mottenfressig worden. Jac. 5, 2; es ist nicht schwerers dann glück und reichtumb tragen. S. Franck spr. 1, 118a;

so bsitzt du dein reichthumb mit sorgen.
H. Sachs 1, 27, 176;

eim anderen gott geben ist
schlaffent grosz reichtumb durch sein segen. 1, 87, 169;

hab mich aller wolüest verziegen,
darzu aller weltlichen er,
keiner reichtüm geachtet mer. 6, 96, 26;

treibt kain schinterey umb reichtum,
helt sich gerecht, aufricht und frum. hürn. Seufr. 41 neudruck;

sie könte von ihren reichthumen zu haus nicht genug aufschneiden. Simpl. 3, 254, 5 Kurz; wo viel reichthumb seyn, seyn auch viel, die es essen. Schuppius 715; wie wan mir gott meine grosze reichtumb näme. Spee g. tugendb. 732;

ihr armuht ist mein gold und geld,
und groszes reichthum in der welt.
Neumark lustwäldl. 85;

das sich nicht läszt verzehren,
wie irdisch reichtum thut.
P. Gerhard 26, 31 Göd.;

vom reichtum war immer sein prangen. 6, 45;

wie bald kan reichthumb dich verlassen,
so bist du elend gnug daran.
S. Dach in den ged. der Königsberger 48;

mein reichthum heiszt mein glück, und ist doch meine last.
Gellert 2, 16;

der weiteste gedanke
ist solches reichthums kümmerlichste schranke.
Göthe 41, 67;

immer läszt es sonst (das glück)
elende ihren reichthum überleben,
mit hohlem aug' und falt'ger stirn ein alter
der armuth anzusehn. Shakesp. kaufmann 4, 2;

dasz er (Georg) ... so bescheiden den wirth machte mitten in allem überflusz des reichthums. Freytag Marcus König 104; leg deinen reichthum nicht all auf ein schiff. Simrock spr. 451;

reichthum sei wie bäckers schurz,
nicht zu lang und nicht zu kurz. das. 450.


b) in allgemeinerem sinne, werthvoller besitz, dann habe, besitz überhaupt: der beste, köstlichste reichthum, mein ganzer reichthum u. a.; das were ein gros reichthumb, das unser son bey uns were. Tob. 5, 27; das allerbeste reichtum ist dem der ain erbar weib uberkummen hat. Frölich Stob. 361; sich selbs haben ist die gröszt reichtumb. S. Franck spr. 1, 135a; gute freund pflegte er seinen grösten schatz und höchstes reichthumb zu nennen. Zinkgref apophth. 1, 66; sie ist die gröseste reichthumb. Weckherlin ged. 700; uber disz kunten sie mir meine nothdürfftige unterhaltung nicht wehren, dasz ich also mein gantzes reichthum durchbracht. Chr. Weise erzn. 44 neudruck;

(die frommen brüder) die, als die andern zwar ihr gold und güter trugen,
der eltern süsze last umb ihre schultern schlugen,
das reichthum ihrer pflicht.
Opitz 1, 33;

auch diese börse nehmet hin,
sie ist mein ganzer reichthum.
Schiller Turand. 1, 3;

mein ganzer reichthum rinne
in meinen adern, ich sei edelmann. Shakesp. kaufmann 3, 2.

[Bd. 14, Sp. 617]


übertragen von den schätzen des geistes, des gemüthes, der sprache, den himmlischen gütern im gegensatz zu den irdischen: der (meister Klügel) sihet es aus groszem reichthum seines geists fur eitel faul, tod gewesche an. vorr. auf die proph. bei Bindseil 7, 335; weiter hat die recht war innere reichtumb der tugent auch von der euszern disen underscheyd. S. Franck spr. 1, 137b; ja ich glaube, dan du hast alles und kanst alles, bist ein abgrund aller unerdencklichen schätz und reichthumben. Spee g. tugendb. 246; philosophie und arzneiwissenschaft stehen unter sich in der vollkommensten harmonie: diese leihet jener von ihrem reichthum und licht. Schiller 1, 140;

er wird sich in sich nur kehren
und von auszen nichts begehren,
sein gemüt ist reichthums voll.
S. Dach Königsb. dichterkr. 84 Fischer;

o wer beschreibt den reichthum mir
der dort (im himmel) ist beygelegt den frommen. ebenda 228;

vor der herrlichen gestalt
selbst die sonne matt und kalt,
vor dem reichthum des gesichts
alles leer und alles nichts.
Göthe 41, 217;

rechten reichthum stiehlt kein dieb. Simrock sprichw. 450.
c) reichthümer im speciellen sinne, kostbare gegenstände. Adelung: und durch dieses einige mittel blieb damals Ninive mit ihren groszen mauren, ihren köstlichen pallästen, ihren trefflichen mobilien und reichthumben stehen wie es stund. Schuppius 400; schätze, werthvolle erzeugnisse: die reichthümer der erde, des landes, der berge u. a.; allein die natur ist unerschöpflich an reichthümern, unendlich an gegenständen. Gellert 5, 277.
d) der zustand des reich seins: und wenn man der sach wil spitzig nachdencken, so ist eben die reichtumb eine dörfftigkeit. S. Franck spr. 1, 135b; zwischen armt und reichtumb ist das best leben. Agr. sprichw. 315b; reichthum und armut liegt nicht am gut, sondern am muth. Simrock spr. 451;

wer vil hat, der will han z vil,
usz richtum ubermt entspringt,
richtum gar selten demt bringt.
S. Brant narrensch. 67, 74;

in herrschafft, reichtumb und gewalt
hab ich der freündt gar manigfalt.
H. Sachs fastn. sp. 1, 30, 287 neudruck;

der zustand des kostbar seins: der reichthum der kleidung, der bewaffnung u. s. w.
e) der begriff wird belebt, als wesenheit gefaszt: das reichtum hat mit den höchsten ehren gemainschaft. Frölich Stob. 444; wann der thorecht reichtumb den gewalt überkumpt, so machet er auch die z narren, die sich für weisz achten. 447; armt kans alles, reichtumb nicht. S. Franck spr. 1, 117a; die armt ist fromm, die reichtumb dumm und krumm. das.; die reichtumb bleibet dumm und ein ölgötz darneben. 1, 160a; reichtumb haben adlers federn, bleiben an keinem ort. Agr. spr. 318b; armt studiert, reichthumb jubiliert. 314b (banquetirt Pistorius thes. 2, 38); reichthum mag thorheit wohl leiden. Simrock spr. 452; reichthum ist allein fromm. das. 453; gelt einnemen würd disz jar für den reichthumb mehr imb rauch schweben, dann das auszgeben. Fischart groszm. 25 neudr.;

du reichtumb mst fraw armt han,
das sie dir wasch, koch, spül und pach
und dir all ding zu notturft mach.
H. Sachs fastn. sp. 1, 34, 406;

reichtum wird für gezückt,
armut gar unterdrückt.
Rebhun Susanna 2, 263;

der reichtumb sag (imper.), sie hab nie gnug.
Weckherlin ged. 489;

der hunger wurde bei den Grichen
hinausz, das reichthum eingestrichen.
Logau 1, 119, 6;

das reichthum, ist die fraw; die tugend, ist die magd. 2, 19, 59;

hier geht das reichthumb nicht für armer leute flehen.
Opitz 2, 159;

der adel ist ohne reichtuhm, das reichthum ohne adel nicht vergnügt. Butschky Patmos 79;

dem reichthum, bleicher sorgen kinde,
schleicht stets die bleiche sorge nach.
Uz 1, 56;

dummheit schlummert bei talenten, reichthum bei dem bettlerstabe.
Hölty 54 Halm;

die ehre wohnt bei'm reichthum. reichthum übt
die gröszte herrschaft über menschenseelen.
Schiller 6, 139;

denn du bestiegest kaum den thron,
so neigen schon, so beugen schon
verstand und reichthum und gewalt
sich vor der einzigen gestalt.
Göthe 41, 216;

[Bd. 14, Sp. 618]



die dürftigkeit erscheint als reichthum oft,
und einfalt brüstet sich als weisheit häufig.
Tieck Octavian. 82.


f) copia, abundantia: reichthum an etwas, an juwelen, früchten, erzen, metallen, an gedanken, an einfällen, an melodieen u. s. w.; o welch eine tieffe des reichthums, beide der weisheit und erkenntnis gottes. Röm. 11, 33; oder verachtestu den reichthum seiner güte, gedult und langmütigkeit. 2, 4; das er euch krafft gebe, nach dem reichthum seiner herrligkeit, starck zu werden durch seinen geist. Ephes. 3, 16; nach dem reichthum seiner gnade. 1, 7; siegen gleich die alten dichter auch hier in der einfalt der formen .., so kann der neuere sie wieder im reichthum des stoffes .. hinter sich lassen. Schiller 10, 455;

das reichthum deiner gaben,
darmit der himmel selbst dich hat ihm gleich erhaben,
verblendet mein gesicht.
Opitz 1, 9;

(hast du) nie vernommen auch Hellas
urväterlicher sagen
göttlich-heldenhaften reichthum?
Göthe 41, 230;

dasz er (der fürst) allein in seinen händen
den reichthum alles rechtes hält.
Uhland ged. 100;

als du plötzlich deiner locken
wilden reichthum losgeschürzt.
Geibel ges. werke 3, 187;

einheimischer formen reichthum. 5, 67.


 
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reichthümlich, adj. zum reichthum gehörig. Campe.
 
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reichthumsgefühl, n.: nur derjenige, welcher mit kraft und muth, aus macht- und reichthums-gefühl handelt, geht rasch und kühn vorwärts. Klinger 11, 159.
 
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reichtung, f., richtung, reychtunge, reychtinge, reychtung divitie. Dief. 188c, nov. gl. 139b; vgl. reichtlich neben reichlich. Dief. 397c, voc. inc. teut. r 3b;

Sigestab der junge
gar bald gen Styre kam,
als dann seiner reichtunge
da gar wol geczam. heldenbuch 623, 2 Keller.


 
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reichung, f. praestatio, porrectio. Stieler 1509; reichunge porrectio. Dief. 448a, mhd. reichunge. die bedeutung des wortes ist, dem intransitiven und transitiven gebrauche von reichen entsprechend, eine doppelte:
1) das reichen bis an etwas, das ausreichen: das an der ausschneydung (der frauenkleider) in der höhe und raychung sey als von der claydung yetzo gesatzt ist, nemlich das es auff das wenigst reyche bisz auff ainen zwerhen fynger undter dem knörlein irs hals. Nürnb. polizeiordn. 298;

möchten wir dem feindt widerstohn,
mit gschütz auch gute reichung hon.
Fronsperger kriegsb. 63a.


2) darreichung, abgabe: des wir irer beyder dinste und bette angesehen haben und haben yn solcher genante reichunge gnadiclichin gegunt. cod. dipl. Sil. 2, 98 (1455).
 
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reichverstörer, m.: zu disen unseren zeiten, mangelt manchem reich - verstörer, diese wissenschafft auch nicht. Butschky Patm. 883.
 
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reichweizen, m. triticum compositum, weizenart mit mehrfach getheilter ähre. Nemnich.
 
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reide, s. DWB reede sp. 489 und reite.

 

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