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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
pirutsche bis pisperer (Bd. 13, Sp. 1867 bis 1868)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) pirutsche, pirutsch, f., n., gewöhnlich birutsche, ein leichter halbbedeckter wagen, entlehnt aus ital. biroccio, baroccio (wovon österr. das parutsch Schm.2 1, 264), zweirädriges fuhrwerk, von birotus (zweirädrig) Diez4 54: eine spazierfahrt, wo

[Bd. 13, Sp. 1868]


der adel in 30 bis 40 pirutschen fuhr. G. Förster in Försters briefw. 1, 683;

drauf stieg er ins pierutsch hinein.
Blumauer (1839) 1, 12;

auch perutsche Thümmel reise 7 (1802), 250; dim. pirutschel Holtei Lammfell2 5, 178.
 
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pirzel, s. DWB pürzel.
 
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pisacken, verb. durch empfindliches zusetzen quälen, plagen, ein nd. wort, s. Richey 186. Dähnert 351a. brem. wb. 3, 323. Schütze 3, 212. Danneil 156a. Stürenbtrg 176b. Schambach 155b. Pfister nachtr. zu Vilmar 206. vergl. Wöste bei Fromm. 3, 367;

so geplagt, gepisackt immerdar.
Gries ged. u. übers. 2, 130;

ich glaube nicht an ahnungen und doch pisacken sie mich alleweile ganz abscheulich. Holtei Lammfell2 1, 154.
 
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pisch, interj. zur bezeichnung eines zischenden tones oder (wie ps, pst) der aufforderung zum schweigen. Gerstenberg 421.
 
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pischen, verb., intransitiv weidmännisch vom rufen der haselhühner untereinander. Kehrein 227; pisch machen, zischen Jünger Huldr. Wurmsamen (1781) 1, 70. Göthe 41, 256. — transitiv schles. die kinder (mit pisch pisch!) einschläfern Weinhold 70a, leipz. bischen Albrecht 89b. vgl. Vilmar 296 unter pisten.
 
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pischen, s. pissen.
 
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pischern, s. pissern.
 
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pischpern, s. pispern.
 
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pisel, pesel, m., nd. pisel, ein heizbares gemach brem. wb. 3, 323, holst. pesel, ein groszer die ganze breite des hinterhauses einnehmender saal ohne ofen und daher nur im sommer gebraucht. Schütze 3, 204. Th. Storm in der deutschen rundschau 13, 2: und hat aus geiz nur 6 männer zu sich berufen, davon er 3 bei sich im pesel behalten, und 3 in der scheunen geleget. Walter dithmars. chron. (1683) 141; im pesel, dem groszen raume, der zur sommerzeit das wohn- und gartenzimmer bildet. Th. Mügge eine sturmnacht auf den Halligen in Honecks buch für winterabende (1849) 146. die hochd. form ist pfiesel, s. dasselbe.
 
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pispeln, verb. was bispeln (th. 2, 47 und Dief. 532a) Vilmar 303; transitiv: wann sie ... ein vater unser daher gepispelt haben. Schuppius 195; das piszpeln, sibilus Dief. nov. gloss. 338a.
 
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pisperer, m. susurro, sibilans Stieler 1455.

 

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