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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
pietisterei bis pik (Bd. 13, Sp. 1845 bis 1846)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) pietisterei, f. was pietismus: ebenbild der pietisterei, das ist kurzer entwurf der miszbräuche und irrthümer, welche in der pietisterei (die zwar lächerlich, doch vielleicht nicht wieder billigkeit also beniemet wird) sich finden sollen. Spener ebenbild der pietisterei (1692) 1; sie will auch gut davor sein, das ihr keine sünde habt, worüber ihr euch jemahlen betrüben mögt, es seie den, sagt sie, dasz ihr ein wenig

[Bd. 13, Sp. 1846]


von dem darmstättischen hoff von der pietisterei mögt ahngesteckt worden sein. Elis. Charl. (1867) 306 vom j. 1702.
 
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pietistin, f.: pietistin oder betschwester Amaranthes frauenzimmerlex. 1490; ihr habt grosz recht, alles zu thun, vor keine pietistin zu passiren, liebe Louise! den pietistinen oder narinen halte ich vor all eins. Elis. Charl. (1879) 55 vom j. 1720.
 
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pietistisch, adj. und adv. nach der weise eines pietisten oder darauf bezüglich, frömmelnd, andächtelnd: so würde ich eher sagen, sie wären pietistisch als heterodox. Nicolai Seb. Nothanker 2, 74 f.; pietistische prediger 94; pietistische schwärmer Hettner gesch. d. d. lit. im 18. jh. 3, 1, 322 ff., pietistische händel 1, 64, pietistisch schwärmen, schreiben u. s. w.
 
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pif, piff, interjection, s. DWB paf, DWB paff sp. 1407 (bellen und päfzen sie hinwider wie ein hund, piff, peff Fischart ehz. 557).
 
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piffel, s. DWB püffel.
 
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pigel, m. n. pech, harz, aus ital. pegola: pigel brennen Schöpf tirol. idiot. 504 (vom j. 1603); zormachetz pigel, geschmolzenes pech Schmeller cimbr. wb. 154a. Zingerle lusern. wb. 24a.
 
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phi, interjection:

tanzen so eilig,
gaukeln so freudig
in liebesstrick
und rufen pih!
Klinger theater 4, 166.


 
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pihras, s. pieraas.
 
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pik, s. auch pick.
 
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pik, pick, piek, m. heimlicher, auf vergeltung ausgehender groll, aus dem gleichbedeutenden nd. pîk, pik, piek (brem. wb. 3, 312. Danneil 155a. Schambach 151b. Stürenburg 175a), mit verändertem geschlechte vom franz. pique (spiesz, s. DWB pike; heimlicher widerwillen, groll), aus dem unmittelbar entlehnt ist die pike (Vilmar 301. H. Heine 2, 6, leipz. piek und pieke Albrecht 182b, mit franz. schreibung pique Weismann lex. bipart. 2, 286a. Schiller 2, 88. Eckermann 1, 340); die form pick lehnt sich an pick (stich) und ist auf bair.-österr. gebiete wol aus ital. picca genommen, vielleicht mit anlehnung an picken, kleben (vergl. DWB auf etwas erpicht, verpicht sein th. 3, 938): er hat einen pik auf mich, indignatur mihi Stieler 117; kaiser Karl IV., der auf Baiern ... einen verschmach und groben pick hatte. Westenrieder beitr. 1, 180 vom j. 1631 (so noch baier.-österr. auf einen einen pick haben. Schm. 1, 381. Lexer 26. Schöpf 504); ich hab so noch ein pick auf ihm (so) wegen andern saches (so); wils ihm schon mit einander eintrenken. Schwabe tintenf. 52; dies und jenes, worauf er einen pik hat. Wieland bei Merck 1, 146; sobald du von irgend einem ding ohne pik und ohne ekel urtheilst. 156; ich habe einen pick auf die ganze welt. d. j. Göthe 3, 115; ihr pick wider Oesern thut mir iezo doppelt leid. 141; all meine physiognomischen kunststückchen, die ich aus pik auf den propheten in den winkel geworfen. werke 29, 65; wenn ich nicht einen pik auf mich hätte, dasz ich sie so lieb habe. an frau von Stein 18. febr. 1776; aber ich hab einen pik auf all meine freunde. 2. juli; ich habe grosze piks auf sie gehabt. 6. märz 1777; denn ich hab unrecht und hab doch piks, und weisz, dasz ich unrecht habe. 9. jan. 78.
 
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pik, piek, n. eine der vier farben im kartenspiel, franz. pique m. Frisch 2, 59b; pikbube Tiedge 7, 93, pikaas u. s. w.

 

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