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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
picknick bis piepelig (Bd. 13, Sp. 1842)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) picknick, s. pickenick.
 
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pickstein, m. 'der ausgehauene staub aus mühl- und quadersteinen', engl. the pickings Ludwig 1405.
 
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pidi, s. bei pom.
 
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piedestal, n. säulenfusz, fuszgestell, im 18. jahrh. aufgenommen aus franz. piedestal, it. piedestallo, zusammengesetzt aus piede fusz und stallo standort, vom ahd. stal: das piedestal ist gleichsam der rahmen der statue. A. W. Schlegel vorles. 1, 140, 12 neudruck; auf einem piedestal steht eine figur. Göthe 44, 206; Rauchs basrelief am piedestal von Blüchers statue. 44, 50; piedestale .. wurden theils auf bestellung, theils auf den kauf gefertigt. 54;

wohl bist du (Venedig) gleich dem schöngeformten steine,
der aber nie dem piedestal entsteiget.
Platen 2, 117;

indessen wehn, auf ehrnen piedestalen,
die flaggen dreier monarchien im winde,
die von Venedigs altem ruhme strahlen. 114.


 
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piege, s. pike.
 
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piek, pieke, s. pik, pike.
 
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piep, pip, interjection zur bezeichnung eines piependen tones: pip! pip thun, pipire Stieler 1436;

Rebecka. piep eins, Hedewig.
Hedewig. piep!
Voss ged. 2, 237;

Stella. eben wie die kinder sich hinter ihr schürzgen versteken, und rufen pipp! dasz man sie suchen soll. d. j. Göthe 3, 639 (pip werke 10, 147); sprichwörtlich nicht piep (nicht das geringste) sagen, nicht piep sagen können. J. G. Büsching wöchentl. nachrichten 4, 53; daran dacht' ich, weisz gott nicht alte, sonst hätt' ich ja nicht piep gesagt. Holtei Lammfell2 1, 220.
 
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piep, pip, m., hennebergisch piep, ganz schwacher dünner laut. Spiesz 183; tirol. pîp was pîper der truthahn. Schöpf 905.
 
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piepchen, pipchen, n. m. piependes küchlein, westerw. bipche Schmidt 137, ein piepender laut Spiesz henneb. id. 183 (vergl. pieplein): sie kommt mir bald wie eine henne unter einem ganzen zug pipchen vor. Schubart, Strausz 1, 81; übertragen: pipchen Julle (Schubarts tochter) dokelt mit ihrem kinde. 2, 395.
 
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piepe, pipe, pippe, f. , das dem hochdeutschen pfeife entsprechende nd. pipe, piep (Schiller - Lübben 3, 330a. brem. wb. 3, 320. Schütze 3, 208), doch ist das bair.-österr. pîpe, pippe unmittelbar aus dem ital. pipa entlehnt.
1) die pfeife Albrecht Leipziger mundart 182b, die tabackspfeife ebenda und Schm.2 1, 399 (cimbrisch pipa 154b): nim die tabackspiepe zur hand, von stund an wird der wind dich aus der piepe in den sattel des pegasus heben. Meinhold reim dich u. s. w. (1673) 37.
2) röhre mit drehhahn am fasse, um die flüssigkeit abzulassen: pippe oder zapf, ducillus, ducibulus voc. 1482 z 2a; schwäb. pippe Schmid 65, bair.-österr. pîp, pîpe, pippe, pippen Schm.2 1, 399. Höfer 2, 336. Lexer 27. Schöpf 505 (davon pîplen, viel trinken): mein mann musz feucht haben, er ist die ganze zeit bei der pippen. Abr. a S. Clara Judas 3, 368; offene pippen. 473; ein geschirr, das unten eine pippen zum ablassen habe. Hohberg 1, 74b. vgl. DWB hahn 8, piephahn 2; kurhessisch auslaufröhre des röhrbrunnens (vgl. piepenstock) Vilmar 302.
3) nach span. pipa eine art langer und schmaler, etwa 300 masz haltender wein- und ölfässer: pipe (ein fasz, so einhundert stübchen hält) Ludwig 1406. Schiller - Lübben 3, 330b. brem. wb. 3, 321, pype Richey 185, piep Schütze 3, 208: pipe wein, cadus vini, solet enim cadus esse formae longiusculae Stieler 1437. vgl. piepenstab.
4) piepe, der schlammbeiszer, cobitis fossilis Nemnich 1, 1085.
5) leipzigerisch die piepen, rindspiepen, kaldaunen Albrecht 182b.
 
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piepelig, adj., ostfries. nordthür. pieplig, pipelig, von feiner piepender stimme Stürenburg 175b. Kleemann 16a (s. pieperig);

[Bd. 13, Sp. 1843]


preuszisch pieplich, kränklich und schwächlich (s. piepeln, piepen 3) Hennig 185.

 

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