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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
pick bis pickel (Bd. 13, Sp. 1837 bis 1838)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) pick, s. auch pik.
 
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pick, pik, interjection eines durch picken hervorgebrachten tones; des wachtelrufs pick perick, pick pick perick Kinkel ged. (1857) 433 f.; und die täubchen nickten mit den köpfchen und fiengen an pik, pik, pik, und da fiengen die übrigen (vögel) auch an pik, pik, pik und lasen alle guten körnlein in die schüssel. Grimm märchen (1843) 1, 140; eines plötzlichen stichs: mein bienchen kam pick! stachs ihm in die hand. J. B. Michaelis in Ramlers fabellese 1, 82.
 
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pick, m.
1) mhd. bic, pic, -ckes stich, schnitt (Lexer 2, 264 u. nachtr. 83); nhd. mit etwas spitzigem bewirkte kleine wunde (s. bick th. 1, 1803 und Ryff thierb. 37. 47. Stalder 1, 169).

[Bd. 13, Sp. 1838]



2) das picken mit dem schnabel und der dadurch hervorgebrachte oder ihm ähnliche ton (pick der uhr Campe, vgl. tick):

(der vogel) thut so zahm, den blühenden schasmin
aus seiner hand mit losem pick zu naschen.
Wieland Idris 2, 25;

(der vogel) nascht mit geschäftigem pick unter den früchten umher.
Göthe 1, 386.


3) spitzhacke, meiszel, celtes (bick, bicke) Dief. 111b, bicke Lexer 2, 264 u. nachtr. 83. vergl. picke f.
4) pik, ludus talorum Stieler 118 (s. bickelspiel); pick entscheidender (stechender) zug oder wurf im spiele? vgl. franz. pic (sechziger im piketspiel) und pikieren 1:

hier sind mühlen (s. DWB mühle 5, fick-, zwickmühle) ..
wol, es gilt auf gleichen sieg,
einen treppel, einen pick.
Fleming 425;

hier ist der würfel pasch, ein treppel und ein pick.
Hofmannswaldau 4, 5.


 
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pick, f., nassauisch (pickender) schnabel. Kehrein 1, 306.
 
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pickart, m. aus pickhart, rohrdommel, so benannt wegen der gefährlichen schnabelstösze (Brehm thierl. 4, 715). Nemnich 1, 441. vgl. bickhertlein.
 
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pickaxt, f. was picke, pickeisen: auszer der pickaxt der arbeiter kein laut. Niebuhr leben 3, 37.
 
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picke, s. pike.
 
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picke, f. was bicke th. 1, 1808, spitzhacke zum behauen und ausbrechen Stieler 117: (die grabhöhlenarbeiter) erscheinen mit picken, hacken und schaufeln. Göthe 44, 209, vergl. picke 2 und pickel; der schnabel Pfister nachträge zu Vilmar 204.
 
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pickeisen, n. was bicke, picke Kramer hoch-nidert. wb. 161b: der porphyr .. will mit pickeisen, welche zugespitzt sind .., gehämmert sein. Winckelmann 3, 134. vergl. pickaxt.
 
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pickel, m. was bickel th. 1, 1808, mhd. bickel, pickel Lexer 2, 264: der pickel oder hauwen Maaler 318c; denn ein stein, den ein pickel nit brechen mag, den soll keiner mit seinem schwert sich unterstehen zu hauen. alte weise (1565) 60b; mit gerthauen, hippen, pickeln. Fischart Garg. 183b; es seind auch etwas man mit pickl, schauflen und hacken zugezogen. Schöpf tirol. idiot. 504 (vom j. 1704); ich habe pickel und schaufel und karst ... beim marktsteine gelassen. Pestalozzi 1, 266; figürlich ein pickel, in einer sache pickel sein, ein fester, seiner arbeit gewachsener mann sein. Schöpf a. a. o.
 
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pickel, m., aus engl. pickle salzbrühe (s. DWB pökel) in pickel oder peckel einmachen Rädlein 703a; pickel, peckel (nnl. pekel) Kramer hoch-nidert. wb. 159b. s. pickelfleisch, -hering.

 

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