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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
pichler bis pickaxt (Bd. 13, Sp. 1837 bis 1838)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) pichler, m., s. bei picheln 1.
 
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pichler, m. was pechler; pichlerin f. femina picem radens, coquens Stieler 1422.
 
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pichpech, n. pech zum verpichen; schwäb. der angeber in einer schule. Schmid 65.
 
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pichung, f. picatura Stieler 1423; s. verpichung.
 
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pichzen, verb., intransitiv zu pichen, nach pech schmecken: wann ein bier nicht pichzen oder nach pech schmecken soll, so bereite man die fässer folgender maszen. Hohberg 3, 2, 65b.
 
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pick, s. auch pik.
 
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pick, pik, interjection eines durch picken hervorgebrachten tones; des wachtelrufs pick perick, pick pick perick Kinkel ged. (1857) 433 f.; und die täubchen nickten mit den köpfchen und fiengen an pik, pik, pik, und da fiengen die übrigen (vögel) auch an pik, pik, pik und lasen alle guten körnlein in die schüssel. Grimm märchen (1843) 1, 140; eines plötzlichen stichs: mein bienchen kam pick! stachs ihm in die hand. J. B. Michaelis in Ramlers fabellese 1, 82.
 
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pick, m.
1) mhd. bic, pic, -ckes stich, schnitt (Lexer 2, 264 u. nachtr. 83); nhd. mit etwas spitzigem bewirkte kleine wunde (s. bick th. 1, 1803 und Ryff thierb. 37. 47. Stalder 1, 169).

[Bd. 13, Sp. 1838]



2) das picken mit dem schnabel und der dadurch hervorgebrachte oder ihm ähnliche ton (pick der uhr Campe, vgl. tick):

(der vogel) thut so zahm, den blühenden schasmin
aus seiner hand mit losem pick zu naschen.
Wieland Idris 2, 25;

(der vogel) nascht mit geschäftigem pick unter den früchten umher.
Göthe 1, 386.


3) spitzhacke, meiszel, celtes (bick, bicke) Dief. 111b, bicke Lexer 2, 264 u. nachtr. 83. vergl. picke f.
4) pik, ludus talorum Stieler 118 (s. bickelspiel); pick entscheidender (stechender) zug oder wurf im spiele? vgl. franz. pic (sechziger im piketspiel) und pikieren 1:

hier sind mühlen (s. DWB mühle 5, fick-, zwickmühle) ..
wol, es gilt auf gleichen sieg,
einen treppel, einen pick.
Fleming 425;

hier ist der würfel pasch, ein treppel und ein pick.
Hofmannswaldau 4, 5.


 
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pick, f., nassauisch (pickender) schnabel. Kehrein 1, 306.
 
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pickart, m. aus pickhart, rohrdommel, so benannt wegen der gefährlichen schnabelstösze (Brehm thierl. 4, 715). Nemnich 1, 441. vgl. bickhertlein.
 
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pickaxt, f. was picke, pickeisen: auszer der pickaxt der arbeiter kein laut. Niebuhr leben 3, 37.

 

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