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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
mildaufdämmernd bis mildgeber (Bd. 12, Sp. 2208 bis 2212)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) mildaufdämmernd, part., vgl. mild 10, b:

(die wolke) sandte nur schauer, verbarg
den mildaufdämmernden tag.
Stolberg 2, 83.


 
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milde, f. das mildsein; in verschiedenen bedeutungen des adj. ausgebildet.
1) in der älteren sprache (nach mild 3) die liebevolle fürsorglichkeit eines herrn für sein gesinde:

er was der nôthaften fluht,
ein schilt sîner mâge,
der milte ein glîchiu wâge. a. Heinrich 66;

die gütige, gnädige gesinnung, die sich in geben und wolthun ausspricht (vgl. mild 4 und 5): miltî largitas, hilaritas Graff 2, 726;

er schepfet waʒʒer mit dem sibe,
swer âne vrîe milte
mit sper und mit dem schilte
ervehten wil êr unde lant.
des fürsten und des küniges hant
muoʒ offen z' aller zîte stân,
der grôʒiu dinc wil ane gân. troj. krieg 18549;

von gott: ich lob dich schöpfer der natur,
und wunder mich der creatur,
dj du ausz nichten hast gebilt,
dabei ich brüf dein macht und milt.
Schwarzenberg 121a;

und noch bei Hagedorn (vgl. dessen gebrauch des adj. mild 5, a):

schütze mich vor eitelm stolze, der sich bei dem gut erhebet,
das dem sterblichen besitzer deine milde nur geliehn. 1, 3;

als formelhafte bezeichnung einer königlichen eigenschaft, wie heute gnade:

Damon, sitz auf den trone mein,
heut den tag solt du könig sein.
gebeudt und straf als was du wilt
ausz meiner königlichen milt.
H. Sachs fastn. sp. 4, 117, 118;

[Bd. 12, Sp. 2209]



zu zeigen, dasz ich nicht unwerth des ordens,
den meines königs milde mir verlieh.
Tieck Octavian. s. 413;

freigebigkeit überhaupt:

swes ieman an si gerte,des wâren si bereit.
des gestuont dô vil der degenevon milte blôʒ âne cleit. Nib. 1310, 4;

später durch mildigkeit (s. d.) zurückgedrängt, obwol nicht vergessen: eines milde spüren, lenitate alicujus agnoscere, it. liberalitate alicujus frui. Stieler 1276; in der neueren sprache hie und da wieder hervorgetreten: zuviel milde ist verthan. Simrock sprichw. 377;

vor ihm (dem guten reichen) verlieren sich die zähren banger noth.
die milde seiner huld entfernt (schiebt auf) der greisen tod,
zieht ihre kinder auf, die väter zu verpflegen.
Hagedorn 1, 20;

(ich) sollt
es wohl mit ansehn, dasz verschwendung aus
der weisen milde sonst nie leeren scheuern
so lange borgt, und borgt, und borgt, bis auch
die armen eingebornen mäuschen drinn
verhungern?
Lessing 2, 256;

nur darum eben leiht er keinem,
damit er stets zu geben habe. weil
die mild ihm im gesetz geboten; die
gefälligkeit ihm aber nicht geboten: macht
die mild ihn zu dem ungefälligsten
gesellen auf der welt. 240.


2) milde (vgl. mild 6) die gütige, erbarmende, nachsichtige, sanfte gesinnung; ahd. miltî:

lerne hiar thia guatîuuio unser druhtîn dâti,
sînes selbes miltîjoh muates mammunti.
Otfrid 3, 19, 12;

mhd. milte:

diu keiserlîchen ougen sîn
von rehter milte wurden naʒ. Silvester 1038;

hie sol ich nu gedenken zuo,
alsô daʒ ich den kinden tuo
milt und erbarmunge schîn. 1164;

nhd. zumal in der neueren sprache wieder verwendet; gern vom weibe, im gegensatz zur strenge, rauheit, wildheit: in neuer zeit wird überhaupt, ungeachtet der alten, der bibel und Rousseaus, den weibern statt der milde mehr die wilde angerathen und angelehrt. J. Paul vorsch. der ästh. 3, 143; die weiber haben gesellige milde, die männer gesellige wildheit. ebenda;

auf einmal steht vor ihm ein göttergleiches weib,
im groszen auge des himmels reinste milde,
der liebe reiz um ihren ganzen leib.
Wieland 22, 129 (Oberon 3, 58);

der eignen milde folge du getrost.
nicht strenge legte gott ins weiche herz
des weibes.
Schiller M. Stuart 2, 3;

furchtbar ist deine rede, doch dein blick ist sanft ..
o bei der milde deines zärtlichen geschlechts
fleh ich dich an (Montgomery zu Johanna). jungfrau von Orleans 2, 7;

der Ungarn königin, die strenge Agnes,
die nicht die milde kennet ihres zarten
geschlechts. Tell 5, 1;

vom manne, die sanftere gesittung hervorhebend:

der weisen weisestes, der milden milde,
der starken kraft, der edeln grazie
vermähltet ihr in éinem bilde.
Schiller die künstler v. 210;

von fürsten, in bezug auf ihre nachsehende art:

Eug. des königs milde sollte milde zeugen.
herz. des königs milde zeugt verwegenheit.
Göthe 9, 269;

da war kein ansehn der person, es hielt
die milde nicht den arm des rechts zurück. 164;

milde, personificiert, humanitas:

denn nirgends baut die milde, die herab
in menschlicher gestalt vom himmel kommt,
ein reich sich schneller, als wo trüb und wild
ein neues volk, voll leben, muth und kraft,
sich selbst und banger ahnung überlassen,
des menschenlebens schwere bürden trägt. 67;

sah ich aus ihren augen die englein unschuld, sanftmuth und milde blicken und zu mir überflattern. Veit Weber sagen der vorzeit 3, 429.
3) milde, nach mild 10, das sanfte der töne, farben, des wetters u. ähnl.: die milde des tones (einer geige); die lage der stadt, die milde des klimas kann nie genug gerühmt werden. Göthe 28, 69;

(er) trinkt die milde der abendluft.
Hölty 113 Halm;

leicht und erquicklich athmet sich die luft,
und ihre milde schmeichelt unsern sinnen.
Schiller Macb. 1, 12 (the air nimbly and sweetly);

[Bd. 12, Sp. 2210]



der prächtgen stoffe gold und farbenglanz,
der perlen milde, der juwelen strahl
bleib im verborgnen!
Göthe 9, 296;

so such ich wieder dich, mein thal.
empfange dann den kranken sänger
mit solcher milde noch einmal!
Uhland ged. 44.


 
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milde, f. die pflanze atriplex, s. DWB melde sp. 1991.
 
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milden, verb.
1) mild machen, sänftigen; ahd. miltan misereri, mhd. milden, mitigare, temperare:

(sie) offent uns der freuden schrîn
und wart der zorn gemildet. Kolmarer meisterl. 7, 382;

in dieser letzteren bedeutung erst in der neueren sprache dichterisch und selten wieder erscheinend:

ha, verräther! nicht Luisens schmerzen?
nicht des weibes schande, harter mann?
nicht das knäblein unter meinem herzen?
nicht, was löw und tiger milden kann?
Schiller kindsmörderin in d. anthol. 1782 s. 43 (später geändert in schmelzen);

Minos, thränen im gesichte,
mildete die qualgerichte. triumph der liebe (vgl. hist.-krit. ausg. 1, 240; später milderte);

als die natur sich in sich selbst gegründet,
da hat sie rein den erdball abgeründet ..
und fels an fels, und berg an berg gereiht,
die hügel dann bequem hinabgebildet,
mit sanftem zug sie in das thal gemildet.
Göthe 41, 254.

vgl. abmilden.
2) mild werden: milten, zeügsam werden, milt werden, mitescere Maaler 290a; schweiz. milden, mild werden, physisch und moralisch Stalder 2, 210. vgl. mildern.
 
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milder, m. kohlenmeiler, strues carbonaria. Frisch 1, 663b; meiler, .. niedersächs. mihler oder milder 665b; Steinbach 2, 62 verzeichnet milderer, ein ofen, fornax carbonarius als einen blosz landschaftlichen ausdruck. vgl. meiler und mieler sp. 2172.
 
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mildern, verb. mitigare; spätere bildung als das verb. milden, die aber dasselbe zurückgedrängt hat (vgl. lindern gegen linden sp. 1037): mitigare miltren Dief. 364a; milteren, mitigare, sedare, parare, temperare, lenire, delinire Dasyp.; milderen, placare, addoucir, sänftigen Schottel 1364; nur nach einigen bedeutungen des adj. mild ausgebildet.
1) transitiv, und
a) an mild 6 angeschlossen, milder machen, sänftigen, von unfreundlichen, harten oder bösen seelenstimmungen: also soll kein mensch so groszen unmt tragen, es mög in durch bywesen gter fründ und ir ergetzung miltern. buch d. beisp. 147, 29; traurigkeit mit fröud milteren oder vermengen, condire tristitiam hilaritate Maaler 290b; zorn mildern, emollire iram, placare iratum Stieler 1276; den hasz mildern, odium lenire Steinbach 2, 62; mein verdrusz wurde durch verwunderung einigermaszen gemildert. Göthe 20, 75; sorge und trauer waren durch eine sichere hoffnung gemildert. 15, 242; durch diese freundschaft wurde das schwierige verhältnis der beiden häuser ein wenig gemildert. Freytag handschrift 1, 46;

darmit hab ers (das weib) erweichet eben,
das sie auch frumb und sanft sei worn,
und hab gemiltert jren zorn.
H. Sachs fastn. sp. 4, 128, 98;

schwesterliche wollust mildert
düstrer schwermuth schauernacht.
Schiller fantasie an Laura;

und von der person selbst, gemildert werden gesänftigt werden im ärger oder zorn: durch die anmuth meiner nachbarinnen fühlte ich mich sogleich zwar wieder gemildert, aber es ist eine böse sache um den ärger, wenn er einmal auf dem wege ist. er kochte heimlich fort. Göthe 23, 87;

der küng wil sich nit miltren lan. Daniel 1545 Sa.


b) vgl. mild 7, von urtheil, tadel, strafe, pein u. ähnl.: strafe mildern, poenam levare, minuere, remittere. Stieler 1276; das urteil ist ein wenig gemildert, sententia aliquantum mitigata est. ebenda; mildernde umstände, in der rechtssprache, umstände bei einem verbrechen, die die strafe zu mildern geeignet sind: die geschworenen billigten dem verbrecher mildernde umstände zu; auch auszerhalb des rechtlichen begriffes: ich musz dein urtheil über diese sache etwas mildern; die alte vorstellung von der roheit unserer vorfahren ist durch neuere anschauungen gemildert worden; die schweren lasten des volkes etwas mildern;

gott wöll dir milteren dise pyn. Daniel 1545 Qa;

herr, mildere die straf, und lasz sie träglich sein.
P. Fleming 29;

[Bd. 12, Sp. 2211]



unsere (leute), wieder zu menschen erneut durch menschliche sorgfalt,
rasch in gemildertem frohn, und vergnügt des gegönnten erwerbes,
lernten vertraun sich selber und uns.
Voss 2, 55;

die jugend mildert eure schuld.
Schiller M. Stuart 1, 4;

von schmerzen, krankheit: milteren die krankheit, levare morbum. Dasyp.; lenire dolorem, den schmerzen milteren. ebenda; vgl. DWB milderung.
c) vgl. mild 9, von gefühlen, die gesitteter oder gehaltener geäuszert werden, nicht in roher kraft ausbrechen: wuth und verzweiflung schändete keines von ihren (der alten künstler) werken .. zorn setzten sie auf ernst herab .. jammer ward in betrübnis gemildert. Lessing 6, 385; wenn er, empfänglich wie er war, leicht aufloderte, wenn sein lebhaftes begehren zudringlich ward, wenn seine hartnäckigkeit ungeduldig machen konnte, so waren doch alle seine äuszerungen durch eine vollkommene schonung des andern dergestalt gemildert, dasz man ihn immer noch liebenswürdig finden muszte, wenn man ihn auch beschwerlich fand. Göthe 17, 16; wir waren theils durch eigne sitte und lebensart gebändigt, theils aber auch durch jene besondere weise der hausfrau gemildert, welche ... sich immer gewissen ideellen vorstellungen hingab, und indem sie solche freundlich und wohlwollend zu äuszern verstand, alles scharfe, was in der gesellschaft hervortreten mochte, zu mildern und das unebne auszugleichen wuszte. 26, 188; was die Franzosen tournure nennen ist eine zur anmuth gemilderte anmaszung. 49, 53; will der starke geliebt sein, so mag er seine überlegenheit durch grazie mildern. Schiller hist.-krit. ausg. 10, 116; du aber, du milde blasse gestalt, an die ich so oft blicke, um mein herz zu mildern, die so bescheiden schimmert und so bescheiden macht. J. Paul Qu. Fixl. 49;

was brausest du verwildert,
gesang, von fluch und mord?
durch holde scheu gemildert
sei auch des strafers wort.
Voss 5, 255 ('die milderung');

und so selbst von personen gemildert sein, wenn sie zur sittlichen haltung vorgeschritten, hier aber nun wieder auch mit beziehung auf mild 6, a, im gegensatz sowol zu roh, als auch rauh oder wild:

tugend und anmut
sang ihr freundlicher mund; rings ward den gemilderten völkern
heilig und hehr die natur, des unendlichen sichtbare gottheit.
Voss 3, 103.


d) vgl. mild 10, in bezug auf sinnlich wahrzunehmendes, töne, licht, farben, wärme u. ähnl.: den ton, die stimme mildern; der reine himmel dieses schönen landes, ... die durch die lieblichste kühlung gemilderte wärme. Wieland 27, 133; die goldne mondsichel, deren milchfarbenes licht die schwarzen waldschatten der hohen fichten milderte. Musäus volksm. 230; (Beireis) erzählte die oft wiederholte geschichte: wie er den stein unter einer muffel geprüft und über das herrliche schauspiel der sich entwickelnden flamme das feuer zu mildern und auszulöschen vergessen. Göthe 31, 234; (der himmel) setze besonders euren männern oder vätern, wie der kalendermacher der sonne, ein menschliches antlitz an, das auf eine schöne weise das männliche, wie das solarische blenden mildert. J. Paul Qu. Fixl. s. vi; von allem, was die fliegende hitze des fliegenden lebens mildert. s. 19; er stand mit einem von den liebearmen der natur festgehaltnen herzen, .. süsz in die gleich ihm gemilderte abendsonne verloren. biogr. belust. 1, 59; die kälte mildern:

mildre diese kälte, schlichte
holz auf holz zur flamme reichlich.
Platen 154 (nach Horaz 1, 9: dissolve frigus);

den blick, das aussehen, den glanz mildern: sie lächelte über meine verwunderung, milderte ihren feurigen kühnen adlerblick, faszte mich zärtlich bei der hand. Heinse Ardingh. 2, 52; und so wird ein erhabenes bild gemildert zur anmuth. Göthe 39, 21; derjenige theil ihrer haare, der noch aufgesteckt ist, mildert, durch weibliche zierlichkeit, ihr sprödes ansehn, dagegen der herabhängende das männlich-wilde vermehrt. 24;

gib auch blätter, den glanz der blendenden blumen zu mildern. 1, 305;

mildern in bezug auf gestein (vergl. mild 10, d): die kleinen berge, mit dem krater, aus dem die lava flosz, sind noch unfruchtbar, ... und werden wahrscheinlich noch lange so bleiben, bis der witterungswechsel die verbrannte materie

[Bd. 12, Sp. 2212]


genugsam gemildert hat, um sie der vegetation fähig zu machen. 37, 206; in bezug auf eine geschwulst: der weizen und sein meel haben eine kraft zu miltern und zu zeitigen. Tabernaem. 599; auf geschmack: zerflossenes weinsteinsalz mildert die säure des weines. Adelung.
2) reflexiv, sich mildern: weil die vorstellung des orientalischen despotismus .. sich gemildert hat. Klinger 12, 122; er bemerkte, dasz .. seine spartanischen vorstellungen sich zu einer sogenannten unschädlichen schrulle oder zu dem, was man den wurm bei einem menschen nennt, gemildert hatten. Immermann Münchh. 1, 79.
3) intransitives mildern hört man im süden: die kälte, das wetter hat gemildert, ist mild geworden; das fieber mildert, nimmt ab.
 
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milderer, m.
1) conciliator, emolliens, leniens, clemens, mitigans, placans. Stieler 1276:

doch nicht sei mir aus schonung ein milderer oder aus mitleid;
sondern getreu erzähle, wie deinem blick es begegnet. Odyss. 4, 326.


2) vgl. oben milder.
 
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milderung, f. das mildermachen, mildern: die milterung, lenimen, lenimentum, mitigatio, mulcedo Maaler 290b; lenimen, ein milterung, tröstung Dasyp.; milderung, mitigatio Frisch 1, 663b; wer cze hart trage (zu viel steuern zahle), das dem miltrung bescheche. d. städtechron. 5, 120 anm. 1 (von 1466); alsdann ist alle hoffnung der gnade und milterung aus: kein ansehen der person ist vorhanden. Simpl. 2, 116 Kurz; etliche (halten das aderlassen) für ein milterung und behülf etlichs theils der krankheiten. Paracelsus opp. 1, 712 A; der kranke fület milderung, aegrotus decrementum morbi sentit, morbus aliquantum remittit, aeger minus graviter laborat. Stieler 1277; (vocale) die wir zur milderung der rauhen töne, zur linderung starker consonante, zur biegsamkeit der rede am nöthigsten haben. Herder z. litt. 1, 65; jammer ward in betrübnis gemildert. und wo diese milderung nicht statt finden konnte .. Lessing 6, 385; auch sollte durchgängig mehr anstand und milderung beobachtet sein (in den räubern). Schiller hist.-krit. ausg. 2, 372; gleichwol verflatterte bald das gerührte zürnen und er bewilligte dem ersten blättchen des so lange gesuchten lieblings (einem ersten erhaltenen briefe) immer schönere milderungen. J. Paul Tit. 2, 89;

miltrung meinem leib und meinen augen ruh.
Weckherlin 134.


 
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milderungsgrund, m. grund für die milderung einer strafe oder einer beurtheilung: verschiedene milderungsgründe wurden vom vertheidiger angeführt; es können manche milderungsgründe für ihn vorgebracht werden.
 
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mildfrei, adj. gnadenfrei: (Rudolf von Habsburg) ward ein klg anschlegig, in waffen gestreng, in werken ein radtweisz miltfrei man. S. Frank chron. (1531) 192a; mildfrei, centfrei, exemtus criminali coërcitione. Schottel 487a; mildfrei, liberalis Stieler 559.
 
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mildgeber, m. gütiger, freundlicher geber: zwei stück verheist Paulus den miltgebern. Melanchthon 2 Cor. 9.

 

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