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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
laufkraut bis läuflingen (Bd. 12, Sp. 332 bis 333)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) laufkraut, n. proserpinacea palustris, eine amerikanische sumpfpflanze mit stark laufenden wurzeln.
 
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laufkreis, m.: die laufkreise der kometen. Kant 8, 248; der laufkreis eines planeten. 293.
 
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laufkugel, f. kleine kugel, die leicht in das gewehr einläuft, glans plumbea minor Stieler 907 mit dem dimin. laufkügelein: nahm sich meine im grase verdeckt liegende flinte, warf noch ein paar laufkugeln hinein. Felsenb. 1, 48.
 
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laufküster, m. küster der nicht am orte seines amtes wohnt, sondern von auswärts dahin kommt, sein amt zu versehen. Frisch 1, 585c (aus magdeburgischen verordnungen).
 
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lauflatte, f., plur. lauflatten, die zwei ständer, an welchen der schlägel einer ramme herunter läuft und in die höhe gezogen wird. Jacobsson 2, 568a.
 
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läuflein, n. curriculum. Stieler 1082; leuflein im singen machen, modulos frangere, concidere. ebenda.
 
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laufleiter, f. bei den jägern ein kleines einfaches garn, welches zur leitung des laufes der feldhühner dient, so dasz diese dem treibzeug nicht entgehen können.
 
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laufleute, plur. herum laufende leute; in dem sprichworte kaufleute laufleute, wobei kaufleute sowol auf die verkäufer bezogen erscheint:

kaufleut sind laufleut, brawer blawer,
der ackermann ist nur ein bawer. amantes amentes A 3b;

als auf die käufer: viel laufleute, wenig kaufleute, worte eines krämers auf einem jahrmarkt; nd. kôplüde lôplüde, kunden sind unsicher. Dähnert 249a.
 
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läuflich, adj. nach der art und natur des laufes, mhd. loufelîch, von dem geordneten gang der gestirne:

der sternen louflîch umbevart. Barl. 237, 16;

lauflich, currilis. voc. von 1420 bei Lexer mhd. handwb. 1, 1967; adverbial: cursorie lauflich, louflich, löiflich, loflich, loffenlich Dief. 164b; cursim lauflich ebenda; als in der stat lauflich und gebrauchlich ist. Schm. 1, 1450 Fromm.
 
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läufling, m.
1) ausreiszer: dasz selten ein läufling sich durchdringt. Hippel lebensl. 2, 294; liebster, zürnender, wiedergefundener läufling. Herder briefw. mit Carol. Flachsland (1847) 104; er ist unter das volk gegangen, sagt man von fremden läuflingen, die von heer zu heer um des handgelds willen ausreiszen, und in éinem paar schuh sieben potentaten dienen. Fr. L. Jahn; es ist ein in Livland gebräuchliches wort: der läufling, d. i. ein entwichener, flüchtling. Hupel 135.
2) läufling, in Anspach ein junges, nicht mehr mit der mutter laufendes schwein, es sei verschnitten oder nicht. Schm. 1, 1449 Fromm. vgl. DWB läufer 4.

[Bd. 12, Sp. 333]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) läuflingen, adv. durch einen lauf, laufend, schnell: curriculo, schnell, leüflingen Dasyp.; löuflingen, im lauf, cursim, curriculo, festinanter u. s. w. Maaler 275a; löufligen etwan hin faren, contendere cursum aliquo. ebenda.

 

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