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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
injurie bis inland (Bd. 10, Sp. 2121)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) injurie, f. ehrbeleidigung, aus dem lat. injuria schon im 16. jh. in die sprache des gemeinen lebens übergegangen: gegen der injurien, schmach und beleidigung uns erzeigt wolten wir ungern ein wort murmeln. Schade sat. 2, 192. in der gerichtssprache dauert das wort noch lange im lat. gewande: die sachen injuriarum. cammerger.-ordnung von 1521 art. 24 § 1; will ein schelm den andern injuriarum belangen, so kömmt er zu mir. Lessing 1, 372.
 
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injurienklage, f. klage wegen erlittener injurien.
 
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inke, f. traubenbütte, rhein. enke (Kehrein 128): unter dem zubehör einer kelter ein ink und ein siege, dielle, poelle und kleine geschughe. weisth. 3, 808 (Mosel, v. 1584); dafür inkbutte: ein gehebe inkbuth. 2, 383 (Untermosel, 16. jahrh.).
 
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inkleidung, f. für einkleidung: investitura incleidunge Dief. 306c.
 
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inknecht, m. knecht des hauses; dem range nach werden die ländlichen diener aufgezählt: der fürer, der inknecht, oberackermann, underackermann, oberenk, underenk, heimknecht ... Michelsen Erfurter hof 18.
 
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inkommen, n. wie einkommen, vgl. theil 3, 217: vectigal, proprie zoll, vel nutzung, inkummens. Alb.; dieweil, wenn einer sein inkommen von der ausgabe abziehet, er nicht weiniger desselben grösze als das geld, von welchem er seine renten hebet, in betrachtung nimt; wiewol dieselben sehr ungewisse und veränderlich, die länder auch nicht allewege zu einerlei preise aufsteigen und ihre inkommen ja so weinig. Rist adel. hausvatter (1650) 180.
 
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inkräftig, adj. sehr kräftig:

aus diesem lenz, innkräftger keime voll,
wird eine grosze zukunft ihm erstehn.
Uhland ged. 456.


 
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inkünftig, adv. für künftige zeit, was die zukunft angeht, vgl. DWB inskünftige:

euch sah er (Neptun) und sprach, wie? sol ich hier die nicht schützen,
ihr götter, die auch mir innkünftig werden nützen?
Fleming 70;

weisz nachmals, wie sein stand in künftig sichrer sei. 225.


 
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inlage, f. was innen liegt, vgl. einlage theil 3, 220: die inlage eines briefes; inlage an Herdern und Knebeln bitte abgehn zu lassen. Schiller an Göthe 1, 234; die seele, sagte er, nimmt von den inlagen des körpers, wie der wein vom obst, das neben ihm im keller ist, den geruch an. J. Paul Hesp. 1, 172.
 
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inlager, n. obstagium. Steinbach 1, 1011. vgl. einlager theil 3, 220 und Lexer mhd. wb. 1, 1436.
 
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inland, n. heimisches land, gegensatz zum ausland. mhd. inlende, vaterland, heimat, auch herberge. bei Stieler 1062 inland und eiland, insula.

 

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