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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
inhitzig bis inkünftig (Bd. 10, Sp. 2121)
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[Bd. 10, Sp. 2121]


Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) inhitzig, adj. sehr hitzig, entflammt, mhd. inhitzec: von rechter begirlicher inhicziger minne zu der mynneklichen ewigen weiszheit. Suso briefe 77 Preger;

o gott heiliger geist gib kunst
das ich usz inhitziger brunst
müg hie mein dicht volbringen.
Soltau 246 (v. 1520);

zornentbrannt: dabei e. k. mt. versten mag, das herr Lassla gegen uns inhitzig ist. urk. Max. no. 255 s. 375.
 
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inhitzigkeit, f. zorniger eifer: dabei e. k. mt. versten mag, das herr Lassla ein sundre inhitzigkait wider uns hat, damit er uns gern gegen e. k. gnaden in ungnaden bringen wolt. urk. Max. no. 255 s. 372.
 
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inholz, n., plur. inhölzer, die hölzer, die an die knie des schiffes stoszen und den bauch machen. Jacobsson 2, 313a. auch innenholz, s. d.
 
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injurie, f. ehrbeleidigung, aus dem lat. injuria schon im 16. jh. in die sprache des gemeinen lebens übergegangen: gegen der injurien, schmach und beleidigung uns erzeigt wolten wir ungern ein wort murmeln. Schade sat. 2, 192. in der gerichtssprache dauert das wort noch lange im lat. gewande: die sachen injuriarum. cammerger.-ordnung von 1521 art. 24 § 1; will ein schelm den andern injuriarum belangen, so kömmt er zu mir. Lessing 1, 372.
 
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injurienklage, f. klage wegen erlittener injurien.
 
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inke, f. traubenbütte, rhein. enke (Kehrein 128): unter dem zubehör einer kelter ein ink und ein siege, dielle, poelle und kleine geschughe. weisth. 3, 808 (Mosel, v. 1584); dafür inkbutte: ein gehebe inkbuth. 2, 383 (Untermosel, 16. jahrh.).
 
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inkleidung, f. für einkleidung: investitura incleidunge Dief. 306c.
 
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inknecht, m. knecht des hauses; dem range nach werden die ländlichen diener aufgezählt: der fürer, der inknecht, oberackermann, underackermann, oberenk, underenk, heimknecht ... Michelsen Erfurter hof 18.
 
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inkommen, n. wie einkommen, vgl. theil 3, 217: vectigal, proprie zoll, vel nutzung, inkummens. Alb.; dieweil, wenn einer sein inkommen von der ausgabe abziehet, er nicht weiniger desselben grösze als das geld, von welchem er seine renten hebet, in betrachtung nimt; wiewol dieselben sehr ungewisse und veränderlich, die länder auch nicht allewege zu einerlei preise aufsteigen und ihre inkommen ja so weinig. Rist adel. hausvatter (1650) 180.
 
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inkräftig, adj. sehr kräftig:

aus diesem lenz, innkräftger keime voll,
wird eine grosze zukunft ihm erstehn.
Uhland ged. 456.


 
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inkünftig, adv. für künftige zeit, was die zukunft angeht, vgl. DWB inskünftige:

euch sah er (Neptun) und sprach, wie? sol ich hier die nicht schützen,
ihr götter, die auch mir innkünftig werden nützen?
Fleming 70;

weisz nachmals, wie sein stand in künftig sichrer sei. 225.

 

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