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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
ineinanderklang bis inflieszung (Bd. 10, Sp. 2112 bis 2113)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) ineinanderklang, m.: nur durch zufall fällt der Franzose zuweilen in einen bösen ineinanderklang (der vocale in worten oder silben die auf einander folgen). J. Paul vorsch. der ästh. 2, 222.
 
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ineinanderlebung, f.:

seelenaustausch, ineinanderlebung.
Rückert 305 (liebesfrühl. 1, 45).


 
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ineinanderrinnen, n.: das ineinanderrinnen der blicke. J. Paul Hesp. 3, 212.
 
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ineinsbildung, f.: die ineinsbildung der Fichte-Schellingschen principien. Hall. jahrb. 1840 s. 498.
 
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infall, m. thätlichkeit, usurpation. Vilmar 185 (aus hessischen urkunden des 14. 15. jh.): auf das sechst impediment ist gerathschlagt, dasz cammerrichter festiglich uber dem halte, und keinen ex procuratoribus zugebe, noch gestatte, an dem die ordnung in extraordinariis (auszerordentlichen gerichtssachen) nicht ist, mit eigener handlung infals zu thun, extraordinarias zu turbieren und aufzuhalten, sonder sol ein jeder in dem, bisz die ordnung ihn erreicht, warten. cammergerichts-ordnung von Worms 1517 I § 15.
 
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infam, adj. aus dem lat. infamis, zuerst von Stieler 431 verzeichnet: infamer! es kostet dein leben. Lessing 1, 427; ich sehe schon, woran ich mit dir bin, du ehrvergessener, nichtswürdiger, infamer verführer, betrieger. 484; ah, das ist infam! Fr. Müller 3, 341. als adv.: das ärgert mich infam. s. erzinfam.
 
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infang, m. öffnung die etwas empfängt, aufnimmt, verschieden von einfang theil 3, 175 und wol zu empfangen zu stellen: so hatt das hirn dem magen gleich zween innfeng. Thurneiszer archidoxa 112.
 
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infanterie, f. fuszvolk, ital. infanteria und fanteria, von span. infante, ital. fante knabe, knecht, soldat zu fusz, franz. infanterie und im 16. jahrh. auch fanterie (Littré 2, 86c), ist seit dem 17. jahrh. ins deutsche übernommen: (verpflegungskosten) auf die infanterie alle 10 tage. Böckler kriegssch. (1668) 107;

der kaiserlichen infanterei
und auch der stolzen cavallerei.
Opel u.
Cohn 272 (von 1631).


 
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infel, inful, f. mütze eines bischofs oder abtes, mhd. infele und infel, aus dem lat. infula: mitra hube, infel Dief. nov. gloss. 254b; ynfel oder yfelen, bischoffsht, infula, mitra Maaler 510b;

[Bd. 10, Sp. 2113]


eur infel vor stahel glitzen (papst zum bischof). fastn. sp. 643, 12;

gester der bischoff begraben ward
in einem gwaltigen ornat.
ein berlene infel er auf hat
und auch ein silbern bischoffsstab.
J. Ayrer fastn. sp. 4a (2352, 22 Keller);

imfol in der magdeb. schöppenchronik: also dat 13 bischope und ebbede mit imfolen hir to samene weren. d. städtechron. 7, 250, 26. — inful, priesterbinde:

in seiner hand den güldnen zepterstab
umwunden mit des fernhin treffenden
Apoll geweihter inful.
Bürger 142b.

vgl. auch ifel sp. 2043.
 
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infeln, verb. mit der infel versehen, als bischof oder abt einsetzen: do besang in der erzbischoff selb ein selmesz und zwelf, e mer e minder, geynfelter korhern und bischoff dienten demselben erzbischoff z alter. d. städtechron. 4, 62, 12. vergl. infulieren.
 
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inflieszung, f. für das fremde influenz: influentia inflyeszung Dief. 297c; ich sprich, das ausz sonderer inflieszung des himmels, zu lieb dem eingieszenden bürstlein, die altiquitet und das geschlecht des herren Horgulantua vor andern sei in esse erhalten. Garg. 30a.

 

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