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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
inbegriffen bis inbleibend (Bd. 10, Sp. 2104 bis 2105)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) inbegriffen, part. von einbegreifen theil 3, 148, innerhalb einer sache begriffen, beschlossen (vgl. unter in oben sp. 2082): in dieser summe sind alle unkosten inbegriffen.
 
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inbehalten, verb. wie inne behalten und einbehalten (th. 3, 148): erblich eigen inbehalten, besitzen und gebrauchen. Grotens gesch. von Northeim (1723) 22.
 
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inbei, praep. für einfaches bei, der bildung nach dem anbei zu vergleichen:

sie begruben den ritter im schlosse fein,
das mägdlein inbei ein brünnelein.
Stilling 1, 28.


 
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inbein, n.?: im stechen (beim wettschieszen) verlor ers nimmer, es wer dann die senn zerstochen, verruckt oder zerbrochen: oder das schlosz hett gelassen: oder ein wind hett ihn angeblasen: oder einer hett ihn gestoszen: oder der stul wer verritscht: oder der fusz wer ihm geglitscht: oder der stand war uneben: oder hett was umb das inbein geben: oder die senn war zu lang: dasz ihm der schusz nidersank. Garg. 181b. — In Gersdorfs feldb. der wundarznei kommt ein der eigentlichen bedeutung nach eben so dunkles igenbein vor: die musculi seind beschaffen in dem buch, in z sterken, und z helfen den anderen glideren ire überflüssigkeiten usz z treiben. und seindt an der zal viii secundum Galenum .. die anderen zwei gon von den linken rippen z der rechten der igenbein, und krümment sich durch das mittel des buchs als ein andres kreüz. s. 11.
 
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inbetrachtnahme, f. erst in neuester zeit aus der formel in betracht nehmen (sp. 2102) gebildet, schwerfällig und nicht zum vortheil der sprache.
 
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inbewohnt, part. zu einbewohnen, einwohnen (vgl. unter in sp. 2082): denn seind wir von natur und geburt des newen menschen, ausz got geborn .. z allem gten angericht, inbewonet, gelert, getriben, und auszgeschaffen vom hailigen gaist. S. Frank parad. 144a.
 
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inbild, n. bild innerhalb unser, das in unserm innern entsteht: das gespenst ist etwas sichtbar-unsichtbares, das gegenbild eines inbildes, einer schwerbewuszten innern schuld. Zelter an Göthe 1, 188.
 
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inbilden, verb. innerhalb, in seinem innern bilden, neben einbilden theil 3, 149 fg. der unpersönliche gebrauch ist an diesem orte belegt; auch persönlich: imaginari inbilden Dief. 286c (oberdeutsch, 15. und anfang des 16. jahrh.); etlich sind nit allweg gehorsam, als do ist die inbildende kraft, die begirliche kraft und die zornliche kraft. Keisersberg bilg. 8b; deren (der innerlichen kräfte) ein .. ist die fantasy oder inbilderin, die msz allwegen geschwetzt haben, das ist, sie mag nit müszig gon, sie inbildet und fantasiert allwegen. 8d.
 
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inbilderin, f. die im innern sich ein bild von etwas macht. Keisersberg bilg. 8d. s. unter dem vorigen.

[Bd. 10, Sp. 2105]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) inbildung, f. das bilden im innern: fantasia trugnisse o. ein selb komende ynbildunge Dief. 225a (oberdeutsch, 15. jh. neben elbisch betrugnisse, eynbildunge selbkomende unbedocht daselbst); eyn inbildung ł unbedachtes ynkummen ł ein trgnusz ebenda; disz sind dye innerlichen kreft, die neigung, die bewegung, die begirden, dye inbildung, dye fantasyen, die gedenk, und dye zornliche kraft. Keisersberg bilg. 8d; (die vernunft soll die inbilderin) recht ordnen und anwysen z heiligen und gten inbildingen und fantasien von dem lyden Christi. ebenda; würstu also getroffen in dynem herzen durch den mund des predigers oder durch din lesen, oder durch andere gte inbildung und bewegung. 11b. später vor einbildung verschwunden; wenn bei Rist inbildung wieder erscheint: bäurische seelen voller hoffertiger inbildungen stecken. adel. hausvatter (1650) 19, so ist das wol nach dem zu in A, 2 sp. 2082 gesagten zu nehmen.
 
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inbleibend, part., dem lat. immanens nachgebildet: darumb nennen die theologen solche geburt des sons, eine inbleibende geburt, die nicht aus der gottheit falle, sondern allein vom vater kome, und in der gottheit bleibe, also des heiligen geists ausgang heiszen sie ein inbleibenden ausgang, die (l. der) nicht aus der gottheit gehe, sondern allein vom vater und sone, und in der gottheit bleibet. Luther 6, 542b.

 

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